Isny (cb) – Schwarz-weiß sind alle 136 Bildzeichen, die der bedeutende Grafikdesigner Otl Aicher zwischen 1977 und 1985 für Isny entworfen hat. In ihrer Gesamtheit zeichnen sie ein Portrait Isnys inmitten des Allgäus.

Dieser Idee folgt das Jubiläum „isnyaicher22“ von Mai bis Oktober mit Ausstellung und Veranstaltungsprogramm. Die Ausstellung „Otl Aicher & Isny Allgäu“ im „aichermagazin“ im Kurpark wird am 21. Mai eröffnet. Der Aufbau des aichermagazins im Kurpark hat kürzlich begonnen.

Anlässlich des 100. Geburtstags von Otl Aicher (gestorben 1991) präsentiert die Ausstellung im „aichermagazin“ die originalen Bildzeichen, die Aicher einst für Isny schuf. Sie bildet den Mittelpunkt des Jubiläums isnyaicher22, das mit freundlicher Unterstützung der Baden-Württemberg-Stiftung dieses Jahr zur Begegnung mit Aicher und Isny einlädt. Karin Konrad vom Projektteam der Isny Marketing GmbH erklärt begeistert: „Die Ausstellung ergänzt die visuellen Geschichten, die Aicher durch die Bildzeichen schuf, mit hörbaren Geschichten, die von der Stadt hinter den Motiven erzählen.“

Interviews, Gedichte, Anekdoten im O-Ton

Diplombiologe Stefan Hövel, Kräuterkundlerin Gerti Epple, Wetterexperte Roland Roth, Schriftsteller Günther Herburger, Bäckermeister Andreas Mayer – das sind fünf von vielen Persönlichkeiten mit einer Verbindung zu Isny, deren Beiträge die Ausstellungsbesucher mithilfe des eigenen Smartphones zu hören bekommen.

Neben den Aicherschen Bildzeichen stehen QR-Codes, die das Zuhören ermöglichen: Interviews, Gedichte, Anekdoten aus alter oder jüngerer Zeit, Erzählungen, Historisches, Auszüge aus Romanen und Mundartbeispiele nehmen mit hinein in die Reformationszeit, in die Wälder, vorbei am Ursprung der Ach, hinein in die Gartenhäuser, hinein ins Rathaus, in die Moore und Mühlen, auf den „Isnar Wuchamarkt“, in die Gasthäuser und Eiskeller, in die Bauernhäuser und zu den Tieren, auf die Skisprungschanzen und über die Wiesen - Kurz: hinein in das echte Isnyer Leben, das Otl Aicher einst zu seiner bahnbrechenden Kommunikationsidee, dem Erscheinungsbild für Isny, inspirierte.

Führungen auf den Spuren Ott Aichers

Von Aicher sei die Aussage überliefert, dass er „diese Landschaft mit ihren Menschen liebe“, erzählt Konrad. „Nicht nur in der Ausstellung begegnet man deswegen vielen verschiedenen Persönlichkeiten, die hineinholen in Stadt, Natur und Kultur, sondern auch im Rahmen des Veranstaltungsprogramms.“ Unter anderem laden Kräuterkundlerin Cordula Brack zur Kinderkräuterführung, die Allgäuer Wildkräuterfrau Gerti Epple zum Waldbaden oder Adelegg-Ranger Tobias Boneberger zur Exkursion zu den Tieren des Waldes.

Isnyer Experten nehmen die Teilnehmer mit hinein in die Naturräume, ins ländliche Leben und erzählen von ihrem Allgäu. Es geht zum Boschenhof in Boschen-Friesenhofen, in die Käsküche, auf den Mösle-Hof in Rohrdorf oder zur SoLaWi in Baldenhofen. Bei allem, so Konrad, begegne man immer auch Otl Aicher und seiner Idee von Isny, die auch mit ihm selbst eng verbunden sei. Ihn in dieser Form zum Geburtstag zu würdigen, sei der Anspruch ihres Projektteams und aller Beteiligter.

Auch Aichers Schaffenskraft und dem Aicherschen „Selber-machen“ können Interessierte bei den Angeboten der Veranstaltungsrubrik „Bilder, Zeichen & Geschichten“ nachspüren. Sie reichen vom Graffiti-Workshop mit Bernd Imminger, organisiert von der Kinder- und Jugendarbeit Isny e.V. / Mobile Jugendarbeit, bis zur Siebdruckwerkstatt mit Lucia Thanner im Schloss.

Eigens eine Webseite eingerichtet

Auf der Website zum Jubiläum www.isnyaicher22.de finden Interessierte ab sofort das Veranstaltungsangebot, Informationen zu Führungen durch die Ausstellung und spannende Einblicke in die Vita Otl Aichers, in die Entstehung der Bildzeichen und des Erscheinungsbildes für Isny. Das Aicher-Jahr in Isny (isnyaicher22) mit Ausstellung und vielen Veranstaltungen geht von Mai bis Oktober. Die Ausstellung ist ab 22. Mai geöffnet (kostenfrei; individuell und im Rahmen einer Führung erlebbar; im Kurpark in Isny).

 

Pressemitteilung der Isny-Marketing (Christiane Brockhoff) Foto: IMG

 

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Die Rohrdorfer Firma Holzbau Butscher ist mit der Konstruktion des Ausstellungsbaus betraut worden

 

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