Wangen – Eine zwei nach der anderen: noch wissen Levyn und Lyam nicht, welch besonderes Geburtsdatum sie sich teilen. Die zweieiigen Zwillinge kamen am frühen Nachmittag des 22.2.2022 im Westallgäu-Klinikum in Wangen zur Welt. Ihre Eltern Jessica Tittel und Murat Öztürk aus der Nähe von Leutkirch durften sich gleich doppelt und dreifach freuen: denn die beiden Jungs sind nicht nur an einem besonderen Tag geboren, sondern auch noch rundum gesund.

Levyn ist zwei Minuten älter und einen Zentimeter größer als sein jüngerer Bruder Lyam, der um 13.25 Uhr per Kaiserschnitt zur Welt kam. „Bei Zwillingen ist ein Kaiserschnitt keine Seltenheit“, erklärt Dr. Elmar Mauch, Chefarzt der Frauenklinik in Wangen. Die Querlage des führenden Zwillings habe den Eingriff in diesem Fall notwendig gemacht.

Mutter Jessica habe dem zunächst mit Sorge entgegengesehen, da sie beim Kaiserschnitt ihrer heute siebenjährigen Tochter schlechte Erfahrungen gemacht habe. In einem großen Klinikum in Bayern sei es sehr hektisch zugegangen zu. „Der Stress und die Schmerzen haben dazu geführt, dass ich nach der Geburt unter einem Babyblues litt. Das wollte ich auf keinen Fall nochmal erleben“, erzählt sie. In der Geburtshilfe des Westallgäu-Klinikums sei es dann aber doch ganz anders gekommen. „Ich bin dem ganzen Team hier unendlich dankbar. Schon allein für die Zeit, die man sich für uns genommen hat, für die Fürsorge und die Herzlichkeit. Ich kann dieses Krankenhaus nur jedem empfehlen“, so die junge Mutter.

 

Der einzige Wermutstropfen seien die derzeit eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten aufgrund der konstant hohen Corona-Zahlen. Zwar durfte Papa Murat während und nach der Geburt bei seiner Partnerin und den Zwillingen sein, die große Schwester warte jedoch noch sehnsüchtig zuhause darauf, ihre kleinen Brüder kennenzulernen.

 

2021 vermeldete das Team um Dr. Mauch die stolze Anzahl von 809 Kindern auf der Geburtenstation, 54 Kinder mehr als im Vorjahr und damit in Wangen die höchste Zahl seit 21 Jahren.

„Unsere Geburtshilfe hat 2021 nicht nur besonders viele Geburten verzeichnet, sondern darunter auch einen außerordentlich niedrigen Anteil an Kaiserschnitten“, erklärt Mauch. Nur 22% der Geburten am Westallgäu-Klinikum seien Kaiserschnitte, im Bundesdurchschnitt seien es knapp 33%.

Die geringe Zahl an Kaiserschnitten liege daran, dass man sich viel Zeit für die Geburt nehme und nicht voreilig den Entschluss zur Sectio fasse, so Mauch. „Unser Team aus Hebammen, Pflegefachkräften, Stillberaterinnen und Kinderärzten kümmert sich auch im Corona-Ausnahmezustand liebevoll um Kinder und Eltern. Für uns ist jede Geburt ein kleines Wunder bei dem es auf Geduld und Einfühlungsvermögen ankommt.“

 

Pressemeldung OSK

 

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