Region - Für Unternehmen sind virtuelle Telefonanlagen heute nahezu unersetzlich. Sie bieten eine vorteilhafte, zukunftssichere Alternative zu den klassischen Varianten. Es gibt zahlreiche Anbieter der innovativen Produkte. Ausnahmslos stehen sie für maximale Flexibilität und Ortsunabhängigkeit zu verhältnismäßig günstigen Preisen. Nachstehend haben wir die wichtigsten Informationen zu Telefonlagen aus der Cloud zusammengestellt.

Worum handelt es sich bei einer virtuellen Telefonanlage?
Die Cloud-Telefonanlage ist eine softwarebasierte Telefonie-Lösung. Sämtliche Funktionen, die wir von herkömmlichen Anlagen kennen, werden aus dem Rechenzentrum eines Cloud-Anbieters zur Verfügung gestellt. Dies erfolgt über das Internet via „Voice over IP“, kurz VoIP. Auf diesem Weg gibt es in den Geschäftsräumen der Unternehmen keine physische Telekommunikationsanlage mehr. Vielmehr werden alle Funktionalitäten über das Netz als „Software as a Service“ (SaaS) bezogen. Zu den vorteilhaften Besonderheiten der Cloud-Telefonanlage zählen:

• weder Hardware noch analoge Telefonleitungen bzw. ISDN oder PMX-Anlagenanschlüsse werden benötigt; jeder Nutzer entscheidet selbst, ob er weiterhin über ein stationäres Telefon verfügen und kommunizieren möchte

• das Softphone (Computerprogramm, das Telefonie ermöglicht) wird einfach auf einem Laptop, PC oder mobilen Endgeräte, darunter Smartphone, Tablet und iPhone, installiert

• ausschließlich ein leistungsstarker Internetanschluss, der heute in Deutschland weitflächig gegeben ist, wird für die Nutzung benötigt; er gewährleistet eine gute Verbindungs- sowie Sprachqualität

• der jeweilige Provider übernimmt die Verantwortung für die Betriebsfähigkeit, Wartung und zukünftige Updates

• in einer Web-Anwendung lassen sich sämtliche Einrichtungen, beispielsweise das Hochladen von Wartemusik oder Weiterleitungen, sowie das Hinzufügen von Nebenstellen vornehmen

 

Leistungen eines SIP-Anbieters
Es gibt mittlerweile einige SIP-Provider für Cloud-Anlagen. Sie fungieren als eine Art Schnittstelle zur Nutzung der Internettelefone. D.h., sie stellen den Service bereit, um online telefonisch kommunizieren zu können. Im Prinzip ist also der SIP-Anbieter in etwa als Vermittler anzusehen. Er trägt dafür Sorge, dass die Weiterleitung von Anrufen an den gewünschten Teilnehmer erfolgt und diese von den richtigen Personen empfangen werden. Darüber hinaus verfügen Provider über ein sogenanntes Gateway zum Festnetz. Somit können auch Gespräche aus dem Internet ins Festnetz und umgekehrt vermittelt werden.

 

Ein namhafter SIP-Anbieter ist das Unternehmen Deutsche Telefon, die optionale nationale sowie internationale Flatrates für ihre Kunden bereithält. Sie bietet preisstabile, günstige Business-Telefontarife, die für Planungssicherheit in einem jeden Unternehmen sorgen. Deutsche Telefon entwickelt Eigenprodukte in Form von Cloud Telefonanlagen und der SIP Trunk zur Einbindung SIP-fähiger Anlagen. Ihre Server werden ausnahmslos in deutschen Rechenzentren betrieben. Zahlreiche Vor-Ort-Experten stehen deutschlandweit für individuelle Beratungen zur Verfügung. Potentielle Kunden können über einen Zeitraum von 60 Tagen unverbindlich und kostenfrei die Cloud Telefonanlage „centrexx 3“ testen.

 

 Auf einen Blick: Vorteile von Cloud-Telefonie

Die vollständige ISDN-Abschaltung der Telekom für Privatkunden erfolgte bereits Ende 2019, für Geschäftskunden im darauffolgenden Jahr. Daneben gibt es andere Anbieter, darunter Vodafone, die eine längere Übergangszeit für die IP-Umstellung gewähren. Allerdings soll es in Deutschland bis spätestens 2022 überhaupt keine ISDN-Anschlüsse mehr geben. Keine großen Umstände macht die Abschaltung des ISDN-Netzes bei den Privatanwendern. Für die Umstellung ist ein passender Internetrouter erforderlich. Sehr alte Geräte müssen ggfs. ausgetauscht werden.

 

Nicht ganz so unkompliziert ist es bei den Business-Anschlüssen. In der Regel ist eine verhältnismäßig komplexe analoge, über das ISDN-Netz funktionierende, Telefonanlage vorhanden. Sie kann nicht ohne Weiteres in die neue Generation der Netzwerke integriert werden. Für Unternehmer gibt es zahlreiche Aspekte im Fall der ISDN-Abschaltung im Auge zu behalten. Je früher sie sich mit der Umstellung auf die Cloud-Telefonie vertraut machen, desto besser. Sie bietet jedoch viele Vorteile:

 

  • Einsparung von Kosten – durch die SIP-Technologie lassen sich sämtliche Dienste wie Internet, Mobilfunk sowie Telefonie in einem Angebot vereinen; dies führt zu einer hohen Kosteneinsparung; darüber hinaus stehen oftmals günstigere Verbindungsentgelte im Raum
  • Kostenfreiheit – die Entgelte für reine VoIP-Gespräche entfallen, infolgedessen ist auch die betriebsinterne Telekommunikation mit Unternehmensniederlassungen im Ausland kostenfrei
  • Erreichbarkeit weltweit – ob auf Dienst- oder Urlaubsreise, während der beispielsweise Firmenbosse ständig erreichbar sein müssen, kann die normale Büro-Telefonnummer genutzt werden; Grundvoraussetzung ist nur die Installation einer entsprechenden App für das Smartphone oder ein Softphone für den Laptop
  • Flexibilität – die Mehrzahl der SIP-Provider bieten ihren Kunden eine kurze Mindestvertragslaufzeit, teilweise beträgt sie nur einen Monat; dies ist unter anderem für Startup-Unternehmer interessant, die häufig nur ungern eine lange Vertragsbindung eingehen
  • Verbesserung von interner Kommunikation und Zusammenarbeit – durch die Einführung der SIP-Technologie ist eine effektivere Kommunikation zwischen sämtlichen Mitarbeitern und infolgedessen eine verbesserte Zusammenarbeit möglich; je nach Anbieter können alle Unternehmensbeteiligten sowohl an Web- als auch Telefonkonferenzen problemlos teilnehmen

Cloud-Telefonie: Sicherheit

Einige Menschen machen sich Gedanken über das Sicherheitsrisiko bei Nutzung von Cloud-Telefonanlagen. Ab und an tauchen negative Schlagzeilen über die SIP-Telefonie auf, darunter stehen Schwachstellen bei der Hardware im Fokus. Experten sehen in Gedanken an Aspekte wie eine redundante Netzanbindung die Möglichkeit, dass Cloud-Telefonie sogar sicherer als die klassische ISDN-Verbindung sein kann. Diese gab es zwar schon zu ISDN-Zeiten, allerdings hauptsächlich für große Unternehmen. Heute ist es deutlich einfacher für alle, ein redundantes Netzwerk zu erhalten.

 

Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob die Telefonanlage im Keller tatsächlich mehr Sicherheit als Cloud-Telefonie mit redundanten Angeboten bietet. Wir hören immer wieder einmal, dass in 30 Jahren ISDN-Nutzung nie etwas kaputt war. Andererseits dürfen wir nicht vergessen, dass zum Beispiel bei einer Beschädigung eines Verteilerkastens im öffentlichen Bereich gar nichts mehr ging. Sachkundige gehen aus heutiger Sicht, mit heutigen innovativen Techniken davon aus, dass die virtuelle Telefonanlage Cloud als sicherer eingestuft werden kann.

 

Generell hat die Cloud-Telefonie drei Schwachstellen. Eine davon ist der Provider selbst. Hat er innerhalb des eigenen Betriebes Probleme, kann es durchaus sein, dass sein Angebot irgendwann nicht mehr verfügbar ist. Der zweite Faktor ist der Transportweg, beispielsweise wenn eine Internet-Störung auftritt. Den dritten Schwachpunkt vergessen viele Nutzer: die eigene interne Netzinfrastruktur.

 

Auch wenn sich ein Unternehmer für den zuverlässigsten Internetanbieter sowie den besten redundanten Cloud-Provider entscheidet: Fällt ein Gateway oder die Firewall aus und ist kurzfristig kein Ersatz verfügbar, funktioniert im gleichen Atemzug die Cloud-Telefonie über einen längeren Zeitraum nicht. Für die Beseitigung dieses Schwachpunktes kann jeder Betrieb selbst sorgen, indem er explizit auf seine interne Infrastruktur achtet.

 

 

 

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