Ravensburg - Der Kreisverband der Linken befürchtet eine weitere Schwächung der Krankenhausinfrastruktur in der Region. Es sei ein Skandal, dass im Kreistag mit der Fusion der zwei Intensivstationen im Elisabethen-Krankenhaus Ravensburg die Schließung der spezifisch kardiologischen Abteilung beschlossen werden soll.

„Infolge der Medizinstrategie und den damit zukünftig zu erwartenden Schließungen einzelner Fachbereiche des OSK Verbunds ist eine flächendeckend medizinische Versorgung aller Bürger*innen des Landkreises bald vermutlich nicht mehr möglich. Die Konzentration von Fachkräften löst die Missstände in unseren Krankenhäusern keineswegs, es handelt sich nur um Sparmaßnahmen. Zusätzlich ist es auch so, dass mit der Schließung der Geburtenstation im Krankenhaus in Bad Saulgau die ärztliche Versorgung von werdenden Mütter im Landkreis Sigmaringen aber auch im nördlich Teil des Landkreis Ravensburg nicht mehr sichergestellt ist. Ohne mehr Geld von Landes- und Bundesebene und mehr Personal durch bessere Löhne geht da nichts.“, so der Kreisrat Korbinian Sekul.

Bereits mit der Schließung der Klinikstandorte in Leutkirch, Isny und Weingarten wurde die notfallmedizinische Abdeckung der Region erheblich geschwächt. „Wir haben uns schon immer gegen den finanziellen Raubbau an unseren Gesundheitssektoren gewehrt. Bereits vor drei Jahren rief unsere Bundestagsfraktion den bundesweiten Pflegenotstand aus, das stieß bis zur Pandemie bei den anderen Parteien auf taube Ohren. Wir fordern bundesweit die Verbesserung der Verhältnisse im Gesundheitssystem durch eine solide Ausfinanzierung der Landkreise, den Stopp von Privatisierungen und mindestens 500 Euro mehr Grundgehalt für alle Pflegekräfte. In unserer Region muss, jede Streichung von Betten und Standorten kategorisch ausgeschlossen werden.“ schließt der Kreisvorstand ab.

 

Pressemitteilung DIE LINKE. Kreisverband Ravensburg

 

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