Bad Waldsee/Bad Wurzach/Leutkirch - Wenn ein großer Discounter Pools anbietet und Menschen vor den Läden übernachten, um solch ein begehrtes „Gartenfreibad“ zu ergattern, dann ist der Trend für diesen Sommer erkennbar. Viele Hausbesitzer, die die Möglichkeit dazu haben, entscheiden sich für ein privates Badeparadies. Entsprechend groß ist die Nachfrage auch bei den Baumärkten vor Ort. Pools seien derzeit in allen Größen und Preislagen stark nachgefragt und auch beim entsprechenden Zubehör steige der Bedarf, lauteten die Aussagen der jeweiligen Mitarbeiter.

Während in Bayern die Freibäder in den Pfingstferien öffnen dürfen, ist für Baden-Württemberg noch kein konkretes Datum benannt worden. Die umliegenden Kommunen haben, als Freibadbetreiber, zudem noch keine genauen Vorgaben, wie eine Öffnung und ein Betrieb, coronagerecht, ablaufen soll und wie diese Maßnahmen konkret umgesetzt werden können.

Wenn nun in Zeitfenstern gebadet werden muss, die Liegefläche pro Person abgesteckt wird und Duschen gesperrt sind, sind das sicherlich keine guten Voraussetzungen dafür, mit der gesamten Familie einen entspannten Badetag zu verbringen. Das befürchtet auch Angela Winkler, Mutter von drei kleinen Kindern: „Für mich würde es Stress bedeuten, denn ich kann meine Kinder unmöglich vier Stunden in unserem Liegebereich festhalten“, deshalb war auch für ihre Familie die Anschaffung eines eigenen Gartenpools die logische Konsequenz. Eine Entscheidung, die viele Familien mit Kindern, in ihrem Freundeskreis ebenfalls getroffen haben, um den bevorstehenden Sommer, ohne Regeln genießen zu können. „Baden muss Spaß machen und bei Kindern gehören die Badepommes einfach dazu, in diesem Jahr kommen sie halt aus der eigenen Küche“, beschreibt Angela Winkler den perfekten Sommertag im eigenen Garten.

Und so werden in nächster Zeit weitere Pools, förmlich wie Pilze aus dem Boden sprießen. Des einen Freud, des anderen Leid; während die Hersteller vielfach schon ausverkauft sind, verzeichnen die Händler für Bademode ein reduziertes Kaufverhalten. Für das private Badevergnügen ist das Outfit des Vorjahres eben durchaus noch ansehnlich und ausreichend.

 

Bericht: Christine Hofer-Runst

 

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