Wolfegg - Am Morgen um 6:00 des 29.04.2021 blockierte eine Gruppe unabhängiger Klimaaktivist:innen die Zufahrt von drei Kiesgruben nahe Wolfegg (Vogt). Sie saßen in Hängematten, die sie mit Seilen über die Wege spannten. Die Klimaaktivist:innen waren gesichert davor, abzustürzen, wenn die Seile durchgeschnitten werden. Die Kieslaster, die normalerweise durch Wolfegg und die anderen Ortschaften fahren, tun dies heute nicht.

 

"Der Kiesabbau bei Molpertshaus verursacht täglich hunderte Kieslaster durch Wolfegg und die umliegenden Ortschaften. Die Lebensqualität der Anwohner:innen und die Verkehrssituation in den Dörfern wird stark negativ beeinflusst. Dagegen muss etwas getan werden. Die schweren lauten Kieslaster zerstören die Straßen der Umgebung, wodurch letzten Endes deutsche Steuerzahlende ausgezehrt werden, obwohl der Kies ins Ausland exportiert wird. In den Exportzielen Österreich und der Schweiz gibt es genügend Vorkommen, also geht der dortige Mehrwert durch den Rohstoff Kies auf Kosten von uns", so Aktivistin Johanna Schubert (23).

 

"Die Gefährdung des örtlichen Grundwassers durch den Kiesabbau und -export ist ein großes Problem. Beim Abbauen von Kies gerät die Qualität des Trinkwassers der Umgebung in Gefahr, weil die natürlichen Filterfunktionen des Bodens in den oberen Schichten abgebaut wird. Das Grundwasser ist nicht mehr bedeckt und dadurch nicht geschützt vor Verschmutzung." so Schuberts Mitstreiter Peer Normann (25) weiter. "Dies ist auch unter dem Aspekt von Klimaschutz kritisch", fügt Schubert hinzu.

 

Quellen: (1) https://www.xn--vsr-gewsserschutz-wqb.de/mitmachen/aktiv-in-bi-s/gegen-auskiesung/

 

Text und Fotos Klimaaktivisten

 

DSC05699 578

 

 

DSC05627 578

 

 

 

 

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

­