Bad Wurzach - In einem offene Brief an MdL. Raimund Haser erinnern die Landschaftsschützer Oberchwaben eV. im Zuge der Koalitionsverhandlungen an die zitierte Aussage von Winfried Franke, Präsident des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben: "Die Umsetzung dieser Pläne wird unser Land bis zur Unkenntlichkeit verändern.“ Dazu das Zitat von Claudia Roth, MdB, die Kirchtürme in unserer Landschaft als Anachronismus ansieht: „Windkrafttürme sind die Kirchtürme unserer Zeit.“

 

 

Offener Brief
Herrn MdL Raimund Haser
Landtag von
Baden-Württemberg Stuttgart

Sehr geehrter Herr Haser,
anlässlich Ihrer Wahlkampfauftritte in unserer Region hatte ich Ihnen einen Offenen Brief zugesandt, den an dessen Inhalt ich Sie erinnern möchte.

Nach den Ausführungen der Schwäbischen Zeitung vom 06.04.21, S.2, ist die CDU gerade dabei zum Zwecke der Machtbeteiligung einen vollkommenen Kotau hinzulegen. Baden-Württemberg soll „Klimaschutzland“ werden.1000 Windkraftanlagen zur „Verschönerung“ unseres Landes im Staatswald, 2 % der Landesfläche für Solaranlagen und Windkraft, „klimaneutrales Bauen“, das so teuer wird, dass nur noch die Klasse der besonders Gutverdienenden als Bauherrn in Frage kommt, Solaranlagen auf Äckern (Strom statt Brot), das alles unter der der Leitung eines von den Grünen eingesetzten, mit Staatsgeld wohldotierten „Rates der Klimaweisen“.

https://www.gruene-bw.de/wp-content/uploads/2021/04/2021.04.03-Sondierungsergebnis-GrueneBW-und-CDU-BaWue.pdf?fbclid=IwAR33LFPqjTWwpChH7WyZ99JC1j2DzJmGp33mfhL7neXbZ_fFDT6ggpt9368

 

Als ehemaliges Mitglied der CDU höre ich immer deutlicher das Totenglöckchen für diese Partei läuten. Nachdem die heutige Führung der CDU bereit ist, für die Beteiligung an der Macht so ziemlich jede (grüne) Kröte zu schlucken und die CDU auf breiter Front immer stärker das Profil einer linken Partei annimmt, hat man als Normalbürger das Gefühl, bei einer Partei, bei der eine schmale Ideologenschicht dafür sorgt, dass der Schwanz mit dem Hund wedelt, nicht vertreten zu sein. Selbstverständlich wäre es mir lieber, ich hätte mit den düsteren Prophezeiungen meines ersten Briefes nicht recht behalten.

 

Ich möchte Sie nochmals an die in meinem ersten Brief zitierte Aussage von Winfried Franke, Präsident des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben, erinnern: „Die Umsetzung dieser Pläne wird unser Land bis zur Unkenntlichkeit verändern.“ Die CDU als Teil dieser Regierungskoalition wird dieses Land mit zerstören und eine andere Gesellschaft hervorbringen. Dies alles auf dem Altar einer verhängnisvollen Ideologie. Hierzu ein Zitat von Claudia Roth, MdB, die Kirchtürme in unserer Landschaft als Anachronismus ansieht: „Windkrafttürme sind die Kirchtürme unserer Zeit.“

Irgendwie erinnert das absehbare Ende der CDU als angeblich den christlichen Grundwerten verpflichtete Partei an das Schicksal anderer zunächst nichtkommunistischer Parteien in der DDR, die zwar dem Namen nach weiterbestanden, doch ganz schnell inhaltlich in der SED aufgingen. Es ist leider zu befürchten, dass Sie persönlich als Mitglied einer prinzipienfreien CDU, analog zu den damaligen, angeblich nichtkommunistischen, aber linientreuen Vertretern der DDR-Parteien neben der SED, zusammen mit den heutigen grünen Wölfen im Schafspelz heulen.

Warum soll man noch die CDU wählen? Eine Partei, die sich mit voller Hingabe zur Vollstreckerin der grünen und roten Ideologien degradieren lässt. Da wählen dann viele doch lieber das Original.

Interessant für unsere Leser: Auch eine ehemalige Bad Wurzacher Einwohnerin hat sich bei den Koalitionsverhandlungen am Verrat der CDU an ihren Wählern beteiligt: Einer unserer Mitstreiter will Frau Stefanie Bürkle, heute Sigmaringen, als Angehörige der Verhandlungsdelegation erkannt haben. Das braucht uns nicht zu verwundern. Als vor einigen Jahren die letzten noch verbliebenen konservativen Kräfte in der CDU gegen den sich immer deutlicher abzeichnenden Linksdrall dieser Partei den Aufstand wagten, sandte Frau Bürkle eine Ergebenheitsadresse an Frau Merkel, die die bedeutendste Verfechterin dieses Linksdralls ist.

Roland Bürkle, Ehemann von Stefanie Bürkle, träumte vor 10 Jahren bei einer Veranstaltung von den Windkraft-Stadtwerken Bad Wurzach (und vielleicht von einem gutdotierten Aufsichtsratssitz?). Beim Windpark von Bad Saulgau sah Frau Bürkle als Landrätin kein Problem, dass der Abstand zur Wohnbebauung nur 733 m beträgt und dass die artenschutzrechtliche Überprüfung ,lt. Verwaltungsgericht Sigmaringen, erhebliche Mängel aufwies.
Unser Land muss uns leid tun!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Joachim Schodlok

 

Zufällig entdeckt: Andere sehen das ähnlich – Pressemitteilung der FDP-BW vom 03.04.2021:

Rülke: Die CDU hat ihre Seele verkauft!
FDP hätte sich niemals derartig selbst verleugnet
Zur Meldung, wonach Grüne und CDU Koalitionsverhandlungen aufnehmen wollten und einige Ziele benannt worden seien, sagte der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke:

„Was hier an wesentlichen Ergebnissen bekannt wird, kommt für die CDU einer Bankrotterklärung der eigenen Identität gleich. Die FDP hätte sich niemals derartig selbst verleugnet. Eine Solarpflicht für alle privaten Neubauten und bei der Renovierung von Dächern ist ein Kosten-Turbo erster Güte für Häuslebauer und trifft auch Mieter im Wohnungsbestand. Dabei hatte die CDU zur Kostendämpfung eine Senkung der Grunderwerbsteuer versprochen. Daraus wird nichts. Auch das Ziel von 1.000 neuen Windrädern mutet abenteuerlich an.

Wo sollen die denn bei dem von der CDU versprochenen Abstand von 1.000 Metern von Wohnbebauungen und dem Umwelt- und Naturschutz stehen? Und vor allem: Wo weht überhaupt genügend Wind? Der vermeintlichen ‚Konsens-Koalition mit guten Kompromissen‘, die Baden-Württemberg zum ‚Klimaschutzland‘ machen möchte, wird offenbar als Erstes die ökonomische Vernunft geopfert. eses Papier mit den Eckpunkten geht als Dokument des Scheiterns in die Geschichte der CDU Baden-Württemberg ein.“

 

 

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