Ravensburg - „Damit tun wir uns relativ leicht, weil es immer um den gleichen Sachverhalt geht“, sagt der Regionalverbandsdirektor für die Landkreise Bodensee, Ravensburg und Sigmaringen Wilfried Franke zu den 2700 Beschwerden im zweiten Anhörungsverfahren zum Widerstand , der ihm entgegenschlägt.

 

Die Kritikpunkte seiner Gegner sind der angenommene Flächenverbrauch , die unterschiedlichen Zahlen zum Bevölkerungswachstum oder Auswirkungen auf das Trinkwasserreservoir im Altdorfer Wald. Er ist wie er selbst sagt, seit 40 Jahre im Geschäft und deshalb so gelassen.

Sein Mitarbeiterstab wird die Einwendungen in die nächste Tischvorlage der Gremien einarbeiten und damit ist sein Job getan. Lediglich in einem Punkt sah er sich genötigt, zu widersprechen. Das abgebaute Kies werde nicht wie behauptet überwiegend nach Vorarlberg oder in die Schweiz gefahren, sondern „zu 90 Prozent in Baden-Württemberg gebraucht.“

Die Anwohner der Region wissen es besser, sie sehen die Kennzeichen der Kieslaster, die täglich vor ihrer Haustür vorbeifahren. Mit Protesten kann er leben, sie haben der Zusammensetzung des Gremiums auch nie Einfluss auf Entscheidungen gehabt.

Nun beklagt er , ein Banner habe einen Schaden von 5000 bis 6000 Euro am Dach des Regionalverbandsgebäudes verursacht, was allerdings nicht bewiesen ist, sonst hätte man Reparaturen machen müssen und eine Flugblattaktion im Namen seines Hauses.

Dies Aktion haben die Gegner nun selbst als Satire deklariert und somit ein weites Feld der Rechtsprechung aufgemacht. Wir erinnern uns, Jan Böhmermann gelang mit Hilfe von Satire selbst Beleidigungen gegen einen türkischen Staatspräsidenten zu rechtfertigen.

Text und Bild : Gerhard Maucher

 

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