Baden Württemberg  - Der CDU-Landtagsabgeordnete Raimund Haser fordert in der aktuellen Diskussion über den weiteren Verlauf der Pandemie in seinem ländlichen Wahlkreis Wangen-Illertal ein Maßnahmenpaket von Land und Kommunen, das nicht nur bis 31. Januar, sondern über den gesamten Winter anhält.

 

„Wir müssen uns ehrlich machen: Corona wird weder am 1. Februar noch am 1. März vorbei sein, weil erst der Sommer in Kombination mit einer ausreichenden Impfstoffverfügbarkeit für eine spürbare Entlastung sorgen wird.

So lange können wir aber nicht auf aktueller Basis weitermachen. Einzelhändler und Dienstleister, Schulen und Unternehmen können nicht bis dahin auf der aktuellen Sparflamme weiter köcheln, weil es sonst zu irreparablen Strukturbrüchen in Handel, Wirtschaft und Bildung kommt.“

 

Haser fordert deswegen eine anhaltend hohe Konsequenz der Bevölkerung, was die Infektionsvermeidung angeht. Zusätzlich fordert er aber bei den Themen Impfen und Testen mehr Kreativität und Lokalität - auch unter Mithilfe des Ehrenamtes und des Landes. „Allein über die schleppend anlaufenden Impfzentren und über mobile Teams in Heimen erreichen wir Teile der besonders vulnerablen Gruppen nur unzureichend. Was ist zum Beispiel mit alleinstehenden Senioren? Was ist mit denen, die keine Kinder in der Nähe haben, die sich um sie kümmern? Eine Telefonnummer und eine Internetseite sind da zu wenig." Sobald der weniger kompliziert zu transportierende Moderna-Impfstoff in größeren Mengen verfügbar ist, könnte laut Haser die Verimpfung auch zum Beispiel durch die medizinische Begleitung ambulanter Pflegedienste oder durch zeitlich eng befristete lokale Angebote möglich sein. Zudem sei eine schnellstmögliche Einbeziehung der hausärztlichen Praxen anzustreben, was allerdings nur für bestimmte Impfstoffe gehe. Darüber hinaus wirbt er dafür, Personen über 80 mit einem festen Terminvorschlag anzuschreiben.

Laut Haser muss aber auch deutlich mehr und systematischer getestet werden als bislang. „Die nun gegebene Verfügbarkeit von Schnelltests sollten wir nutzen, um die Teststrategie auf kontaktintensive Unternehmen, Schulen und soziale Einrichtungen auszuweiten. Während die Impfstrategie erst eine Rückkehr zur Normalität im Herbst verspricht, könnte eine konsequente Teststrategie - wie auch in anderen Ländern - schon viel früher Öffnungsperspektiven bescheren. Aus Gesprächen vor Ort weiß ich, dass Mediziner und der Katastrophenschutz bereit wären, entsprechende Pilotprojekte im Bereich Impfen und Testen zu begleiten. Zum Beispiel könnte das DRK Arbeitgeber durch entsprechende Schulungen dabei unterstützen, regelmäßig Schnelltests im Unternehmen durchzuführen. Eine Testausweitung könnte auch bedeuten, dass zum Beispiel jeden Tag ein Fünftel der Schüler einer Schule getestet wird, sodass Schüler am Ende alle 7 Tage mindestens einmal getestet werden, sofern die Eltern zustimmen. Ermöglicht werden könnte dies durch neue Antigentests, die in den vergangenen Wochen auf den Markt gekommen sind und die weitaus erschwinglicher und sicherer sind als bisherige Angebote.“

Unterm Strich geht es Raimund Haser vor allem darum, jetzt in den Aktivitäten nicht nachzulassen und so zu tun, als könne man auf den Sommer warten. „Nur zu sagen, irgendwann werden wir alle geimpft sein, und dann ist alles gut, ist angesichts der wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen und angesichts der schwierigen Bildungssituation zu wenig“, so Haser.

 

Pressemeldung MdL Raimund Haser

 

 

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