Ravensburg - Am Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen - frei leben ohne Gewalt“, der jährlich am 25. November begangen wird, bekämpfen Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften seit 1981 Gewalt und jede Form von Diskriminierung gegenüber Frauen. Laut Bundesfamilienministerium wurden in Deutschland im Jahr 2019 mehr als 114.000 Frauen und Mädchen Opfer häuslicher Gewalt durch ihre Ehemänner, Partner oder Ex-Partner in Deutschland.

Gewalt an Frauen ist weltweit die häufigste Form von Menschenrechtsverletzungen. Frauen und Mädchen sind Opfer von Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Genitalverstümmelungen. Sie werden vergewaltigt und missbraucht und sind Opfer häuslicher Gewalt. „Gerade jetzt in der aktuellen Krisensituation durch COVID-19 steigt die Gefahr besonders für Frauen und Kinder, da die sozialen Kontakt zum Beispiel am Arbeitsplatz stark eingeschränkt sind“, so Anita Vooren von den DGB-Frauen Bodensee-Oberschwaben.

„Es ist nicht nur ein Phänomen anderer Länder und Kulturen. Gewalt gegen Frauen ist traurige Wirklichkeit für viel zu viele Frauen mitten in unserer Gesellschaft“, fügt Manfred Heeb, DGB-Kreisvorsitzender hinzu. „Egal in welchem Land man lebt, diese eklatanten Menschenrechtsverletzungen dürfen nicht hingenommen werden“, so Vooren weiter. Die DGB-Frauen fordern deshalb die Bundesregierung auf, das Gesamtkonzept zur Prävention zum Schutz vor Gewalt an Frauen zu verschärfen und auf kommunale Ebene mehr Hilfsangebote für Opfer, wie mehr Plätze in Frauenhäuser zu schaffen. Generell tritt der DGB für einen Rechtsanspruch auf einen Platz für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen ein.

 

Pressemitteilung der DGB Südwürttemberg

 

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