Ravensburg – Mit mehr als einer Stunde Verspätung zum angekündigten Programmablauf kam der Auftritt von Michael Ballweg, einem Kandidaten für die Stuttgarter OB-Wahl, bei der gestrigen Demonstration in Ravensburg mit seiner wichtigsten Botschaft zustande, er habe eine Großdemonstration für die Verfassung am 1. August in Berlin angemeldet. Hoffentlich weiß er dann noch, wo er gerade ist, hatte er doch gleich zum Beginn seiner Rede die Ravensburger mit Freiburger angesprochen.

Viel Ravensburger empörten sich allerdings nicht, denn es waren auch nicht viele Ravensburger da, angesichts der Aufzählung von der Veranstalterin Doreen Schneider, die die Zuhörer beginnend mit Augsburg, Biberach, Hegau, Illertissen, Konstanz, Leutkirch, Offenburg, München und Wangen begrüßte. Bei etwa 1000 Teilnehmern blieben in dieser Rechnung wohl die Ravensburger fern oder des Wartens müde, hatte sich das Programm doch schon über Stunden hingezogen und nichts war passiert, außer ein wenig tanzen und singen.

Ein Auszug aus den Wortbeiträgen eines Vorredners von Ballweg, Neos, der sich schon lange Gedanken über Gott und den Glauben macht, aus drei Minuten Redezeit 30 Minuten macht und erst ganz zum Schluss bei einem Argument endet, das etwas zum Thema Virus beiträgt, indem er feststellt, Mutter Teresa hätte bei ihrer Arbeit keine Angst vor dem Virus gehabt. Da sind die Transparente, die gegen „Impfschutz“ oder „Obrigkeitshörigkeit“ gezeigt werden schon konkreter und ganz konkret ist eine vielfach am Eingang verteilte Zeitung „Demokratischer Widerstand Nr. 13“ die in einer dicken Titelschlagzeile fordert „Masken Ab!“

Unter den Teilnehmern hatte auch am gestrigen Sonntag (26.07.20) schon niemand eine Maske auf und nur in den ersten Reihen wurde noch leidlich der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten. Die Polizei, die entfernt im Schatten Stellung bezogen hatte, schritt nicht ein und hoffte wohl, dass sich die Veranstaltung von 14 bis 22 Uhr angekündigt, mit der Zeit verlaufen würde. Was auch geschah, als nach Ende von Ballwegs Rede um 17.30 Uhr größere Scharen den Platz verließen. Zuvor waren einige der Teilnehmer von 11 bis 13.30 Uhr schon dem Ruf der Trommeln von Weingarten nach Ravensburg gefolgt.

 

Text und Bilder: Gerhard Maucher

 

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