Leserbrief zur Problematik der Kirchenaustritte

Es ist nachvollziehbar, dass die katholischen Bischöfe durch die hohen Austrittszahlen alarmiert sind, aber die Ursache hauptsächlich in den innerkirchlichen Missbrauchsskandalen oder gar einem "Woelki-Tsunami“ zu vermuten – wie es der Münsteraner Theologe Thomas Schüller nennt – halte ich für eine Fehldiagnose und die Rettung durch „Reformen“ zu suchen, die auf die Relativierung der Gebote Gottes und des Evangeliums hinauslaufen, ist mit Sicherheit der falsche Weg zur Problemlösung!

Dass im Jahr 2021 nur noch 4,3 Prozent der Katholiken regelmäßig einen Gottesdienst besucht haben, dokumentiert das eigentliche Problem: den immensen Glaubensverlust, basierend auf mangelndem Glaubenswissen. Eine Neuevangelisierung ist angesagt, denn ganz offensichtlich funktioniert die Weitergabe des Glaubens weder in der Familie noch in der Schule!

Wir könnten uns auch ein Beispiel nehmen, wie islamische Gesellschaften ihre Jugend an den Koran heranführen und das Beten lehren! Vielleicht genügt aber auch der alte Ruf „Memento Mori“ – „Gedenke des Todes" – um uns wieder an die Grundaussage des christlichen Glaubens zu erinnern, dass es ein Weiterleben der Seelen nach dem Tode in einem geistigen Seelenreich in der Ewigkeit Gottes gibt, denn Christus selbst sagte zu Pilatus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“

Wir sollten uns darüberhinaus auch im Klaren sein, dass wir aus dieser Erde, die unter dem Diktat von Sünde und Tod steht, nie wieder ein Paradies schaffen werden, sondern wir sollten durch ein christliches Leben bemüht sein, die Seele für die Ewigkeit zu retten! Gott lässt uns die Wahl für oder gegen ihn! Christus nannte Satan den „Fürsten dieser Welt“, der die Menschen und ihre Seelen verführt und in die ewige Verdammnis stürzen will und jeder, ob Protestant oder Katholik, sollte sich daher fragen, ob der Austritt aus der Kirche wirklich dem Heil seiner Seele dient!

Margret Biechele, Ochsenhausen

 

 

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