Ravensburg - Nach dem tätlichen Angriff auf einen Polizeibeamten am 28.06.2020 in Ravensburg (wir berichteten) gelang es der zur Aufklärung der Vorfälle beim Kriminalkommissariat Ravensburg eingerichteten Ermittlungsgruppe zwischenzeitlich, weitere am Geschehen beteiligte Tatverdächtige zu ermitteln.

So wurde ein 30-jähriger Mann als derjenige identifiziert, der dem kontrollierenden Beamten mutmaßlich den Führerschein des Autofahrers aus der Hand riss und davonrannte. Er hat sich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu verantworten. Außerdem gelangen er, ein 25-Jähriger, der noch in der Tatnacht von den Polizeibeamten vorläufig festgenommen werden konnte, sowie zwei weitere Männer im Alter von 27 und 28 Jahren wegen versuchter Strafvereitelung zur Anzeige.

Alle vier stehen im Verdacht, so auf die polizeiliche Kontrollsituation eingewirkt zu haben, dass es dem zum Tatzeitpunkt augenscheinlich unter Alkoholeinfluss stehenden Pkw-Lenker gelang, zunächst unerkannt zu entkommen. Der Autofahrer stellte sich erst am Nachmittag des Tattags der Polizei, als eine entsprechende Beeinflussung durch Rauschmittel nicht mehr nachweisbar war. Dennoch wird gegen ihn nach wie vor wegen des Verdachts einer Trunkenheitsfahrt ermittelt.

Der 29-Jährige, der einem Polizeibeamten während der vorläufigen Festnahme des 25-Jährigen einen Kniestoß gegen den Kopf versetzte, befindet sich wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Strafvereitelung in Untersuchungshaft. Der verletzte Polizeibeamte ist aufgrund der durch den Kniestoß erlittenen Verletzung im Halswirbelbereich nach wie vor und bis auf Weiteres dienstunfähig.

Text: Christine Hofer-Runst

gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ravensburg und des Polizeipräsidiums Ravensburg

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