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Bad Wurzach - Unter dem Motto „Schwimmen ist fürs Über-Leben wichtig“ bietet die Ortsgruppe der DLRG am Sonntag, dem 22.05. im städtischen Hallenbad am Grünen Hügel allen Interessierten im Rahmen der Badöffnungszeiten die Möglichkeit, das Schwimmabzeichen abzulegen.

 

Mit diesem „Schwimm Abzeichen Tag“ der von den DLRG- und den Schwimmverbänden Badens und Württembergs initiiert wurde, soll nach der pandemiebedingten Pause wieder die Abnahme von Seepferdchen- und deutschem Schwimmabzeichen in Bronze, Silber und Gold ermöglicht werden.

Manuel Pfender, der Leiter der DLRG Ortsgruppe, verweist bei einem Ortstermin auf die vielfältigen Aktivitäten der DLRG, etwa das Angebot von Schwimmkursen. „Denn sehr viele Kinder können nach der vierten Klasse noch nicht schwimmen.“

Das Problem habe sich pandemiebedingt in den letzten zwei Jahren noch verschärft: Die DLRG konnte in dieser Zeit keine Kurse anbieten oder diese waren hoffnungslos überfüllt. „Fünf Jahre ist das beste Alter, um schwimmen zu lernen. Weil in den letzten beiden Jahren diese Altersstufe keine Möglichkeit dazu hatte, bieten wir demnächst Kurse für Sechs- und Siebenjährige an.“ Die Anmeldung für den nächsten Kurs beginnt am 11. Juni, der Kurs selbst startet am 18. Juni.

„Das neue Bad stellt auch an die Lehrkräfte, die in der Schule Schwimmunterricht geben, eine neue Herausforderung dar, “ sagt Ulrich Möllmann, der zuständige Sachbearbeiter in der Stadtverwaltung im Bereich Steuern und Liegenschaften. „Deshalb bekamen rund 20 von ihnen vor kurzem eine entsprechende Schulung, in der ihnen ihre „Rettungsfähigkeit“ bescheinigt wurde. Möllmann bestätigt auch, dass der jetzt angebotene Schwimm-Abzeichen-Tag von Bundesbehörden über Fördergelder und durch Sponsoren finanzielle abgesichert wird.

Das größte Problem für den DLRG Ortsgruppen Vorsitzenden Manuel Pfender ist die Rekrutierung der Ehrenamtlichen für solche Aktionstage oder auch bei Schwimmkursen. Denn die meisten gingen einem Vollzeitjob nach. Intensivkurse etwa in den Pfingstferien seien daher nicht einfach zu organisieren. „Wir würden ja gerne mehr machen.“ Wichtig ist ihm vor allem auch, den Leuten die Gefahren von Wasser klar zu machen.

Denn wie der tragische Fall eines kleinen Jungen in Bad Wurzach zeigte, kann man als Nichtschwimmer auch in einem nur zentimetertiefen Gartenteich ertrinken. Dazu kommt noch: im Landkreis Ravensburg gibt es rund 140 stehende Gewässer und Badestellen, die nicht von DLRG oder Wasserwacht überwacht werden können.

Pfender hofft, dass an diesem Aktionssonntag, an dem nur eine Bahn für die Durchführung des Schwimmabzeichens und damit für den normalen Badebetrieb gesperrt sein wird, dass sich vielleicht der eine oder andere Badegast dazu entschließt, ebenfalls das Schwimmabzeichen zu machen.

 

Bericht und Bild Ulrich Gresser

 

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