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Jetzt ist sie fertig, die Querungshilfe in Truschwende. Nach unserem Dafürhalten hätte sie ruhig noch etwas größer ausfallen können. Aber da hat vermutlich die Straßenbauverwaltung nicht mitgemacht. Nichts geht in Deutschland über die „Leichtigkeit des Verkehrs“, wie es so schön in der Fachsprache der Straßenbauer heißt.

Für Radler von Arnach her, besonders für unsere Kinder, ist die Insel im tosenden Bundesstraßenverkehr wichtig. Der Bau dieser Insel ist ein guter erster Schritt. Aber diese Sicherungsmaßnahme, so sehr sie zu begrüßen ist, reicht nicht. Es bräuchte an dieser Stelle Tempo 50. Das müsste doch durchsetzbar sein. Immerhin ist die B465 hier beidseitig bebaut. Das Herabsetzen von Geschwindigkeitsgrenzen ist derzeit en vogue – man schaue nur nach Leutkirch, wo sogar für Magistralen wie die Ausfallstraße nach Isny Tempo 30 verfügt ist.

Vom Ortschaftsrat Arnach und vom Gemeinderat Bad Wurzach wird bekanntlich die Verlängerung des vorhandenen Radweges Arnach – Paradies nach Brugg und weiter auf der Ostseite der B465 nach Truschwende angestrebt, so dass die Querungsproblematik in Truschwende mittelfristig entschärft wird.

Das ist ein dickes Brett, das die örtlichen Verkehrsplaner da bohren. Da wird noch viel Wasser die Wurzacher Ach hinabfließen.

Eine gute Zwischenlösung wäre es, den Radweg auf der Ostseite der B465 in Truschwende zu bauen zu beginnen und vorerst nach 1800 Metern am Geboldinger Viehtriebtunnel enden zu lassen. Das wäre ein erster Schritt zum Lückenschluss des Radweges Bad Wurzach – Leutkirch. Und ein im wahrsten Sinne des Wortes zielführender. Denn nach den 1800 Metern würde dieser Abschnitt nicht auf der grünen Wiese enden, sondern an einer So-da-Unterführung, einem Tunnel, der ungenutzt – „so da“ – in der Landschaft steht.

Der Geboldinger Viehtrieb-Tunnel ließe sich gewiss für den Radverkehr ertüchtigen – zur Not müssten die Radler halt absteigen und ihr Vehikel durch den Tunnel schieben, dessen Höhe ausreichend ist, der aber für Velo-Gegenverkehr etwas schmal erscheint. Ein derartiges Absteiggebot hatte es im alten Riedlingser Viehtriebtunnel gegeben.

Auf der Westseite des Geboldinger Viehtriebtunnels, man glaubt es kaum, gibt es  einen asphaltierten Anschlussweg nach Geboldingen und damit zum örtlichen Straßennetz mit Verbindungen nach Arnach und Brugg.

Die Nutzung für die von Arnach her kommenden Radler, die in Geboldingen Richtung dieser vorhandenen Unterführung geleitet würden, wäre zumutbar.

Kommentar: Gerhard Reischmann
Foto: Uli Gresser

 

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