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Bad Wurzach +++ DLRG übergibt Teststation im alten Hallenbad an NAPA +++  Zweite Gruppe des Waldkindergarten kommt +++ BWI Chefin blickt zuversichtlich in die Zukunft +++

TOP1: Bericht der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Alexandra Scherer sagte zum Thema defekte Rathausuhr, auf die sie schon einige Male angesprochen worden sei: Die Reparatur sei veranlasst, derzeit werde geprüft, was alles repariert werden muss.

Bürgermeisterin Scherer verkündete die Entscheidung des Wallfahrtsausschusses, dass es in diesem Jahr wieder ein ganz normales Heiligblutfest geben werde.
Zu diesem Anlass gibt es für die Bürger die Möglichkeit, bei der Bad Wurzach Info große Fahnen bis hin zu kleinen Wimpeln in den Stadtfarben zu bestellen und käuflich zu erwerben, um die Häuser zu schmücken. „Ein bisschen Lokalpatriotismus darf man ja zeigen!“

Scherer teilte mit, dass die Stadt sich wieder bei der Bündelausschreibung Gas+Strom des Landkreises an der die Stadt seit mehreren Jahren regelmäßig (alle zwei Jahre) teilnimmt, beteiligt. Sie erhofft sich durch die höhere Abnahmemenge bessere Preise.

Auch Corona war wieder Thema: Die Bürgermeisterin sagte, innerhalb der Gebäude werde von den Mitarbeitern weiterhin freiwillig eine Maske getragen.

Sie freue sich aber, dass das öffentliche Leben mit Konzerten und Veranstaltungen usw. sich wieder normalisiert habe.

Änderungen gebe es bei den Teststationen: Die DLRG beendet ihre Testtätigkeit im alten Hallenbad, dafür übernimmt die Firma NAPA die Räumlichkeiten, um dort weiterhin Testmöglichkeiten anzubieten.

Bürgermeisterin Scherer bedankte sich den Anbietern von Wohnmöglichkeiten sowie den Helfern, die sich um die Ukraine-Flüchtlinge kümmern. Es gebe bisher keinen einzigen Ukraine-Flüchtling in Bad Wurzach, der von offiziellen Stellen hier gebracht worden sei. Bisher seinen nur Menschen durch Privatinitiativen aufgenommen und untergebracht worden. Das Landratsamt habe dafür keine Steuerungsmöglichkeit.

Am kommenden Samstag 07. Mai, wird es in der Turn- und Festhalle an der Memminger Straße eine Ü14 Party geben, veranstaltet von der Stadtjugendarbeit und dem Jugendrat. Dabei ist die Anzahl der Besucher, die sich gleichzeitig in der Halle aufhalten auf 270 begrenzt.

 

TOP 2: Genehmigung des Protokolls der letzten öffentlichen Sitzung

Es wurden keine Einwände erhoben

 

TOP 3: Waldkindergarten – Erweiterung 2. Waldgruppe

Julia Ritter, in deren Zuständigkeit die Kindergärten und damit auch der Waldkindergarten fällt, ist sich sicher, dass die zweite Gruppe, für die bereits eine Warteliste besteht, sehr gut angenommen und beim Start bereits voll besetzt sein wird.

Zum einen besteht laut Bedarfsplanung bis 2030 Handlungsbedarf, um die rechtlichen Voraussetzung für die Erfüllung des Rechtsanspruches auf einen Kindergartenplatz zu ermöglichen. Zum anderen würde eine zweite Waldkindergartengruppe für Entlastung der teilweise bereits angespannten Situation in verschiedenen Kindergärten sorgen. Des weiteren werden Erweiterungen nötig, weil durch weitere Baugebiete in Umsetzung auch der Bedarf an Kindergartenplätzen noch steigen wird.

Die Einrichtung einer zweiten Gruppe beim Waldkindergarten bietet zwei große Vorteile: vergleichsweise geringe Investitionskosten und schnelle Umsetzbarkeit.

Die Investitionskosten werden bei etwa 86.000 € liegen, die laufenden Betriebskosten bei 90.000 € (4.500 € pro Platz).

Klaus Schütt sprach die Anzahl der Parkmöglichkeit an wenn die Eltern ihre Kinder bringen. Was er nicht möchte, ist dass die Kinder bei der Anlieferung die Straße überqueren müssen, da an dieser Stelle bisher kein Tempolimit bestehe.
Ritter konnte ihn beruhigen: Da die Kinder zwischen 7.30 Uhr und 9.00 Uhr gebracht werden und die Eltern die Anlieferung untereinander organisieren, sei die Situation entspannt, außerdem seien Erweiterungen möglich.
„Wir haben außerdem eine Art Tor geschaffen, bis zu dem die Eltern ihre Kinder begleiten können.“

Hermann Müller fragte nach dem erforderlichen Personal. Julia Ritter sagte dazu, man habe das entsprechende Personal bereits gewinnen können.

Der VSA stimmte der Einrichtung der zweiten Gruppe einstimmig zu.

 

TOP 4: Tourismusbericht 2021

Johanne Gaipl, die Leiterin der Bad Wurzach Info (BWI) ging in ihrem Jahresbericht nicht nur auf die bloßen Zahlen für 2021 ein, sondern auch auf die Marketingaktivitäten, Infrastrukturprojekte, Veranstaltungen und die Tätigkeitsfelder der Bad Wurzach Info ein.

Die Zahl der Übernachtungen und Gästeankünfte stiegen zwar im Vergleich zu den Vorjahreszahlen, „bewegen sich aber immer noch auf einem niedrigen Niveau.“ Rund 37,7% bei den Übernachtungszahlen lag man 2021 unter dem Vorkrisenniveau, auch weil die Einrichtungen aufgrund des Beherbergungsverbotes von 03.11.2020 bis 23.05.2021 praktisch geschlossen waren. Die meisten Übernachtungen verbuchte naturgemäß die Rehaklinik, mit weitem Abstand das FeelMoor Gesundheitsresort und die privaten Gastgeber.

Ende 2021 fand eine Vermieterschulung für den elektronischen Meldeschein statt, der ab 01.01.2022 eingeführt wurde, an dem sich rund ein Drittel der Beherbergungsbetriebe beteiligt.

Mit einer Auflage von 8.000 Stück wurde das 2019 im neuen Design erscheinenden und jährlich neu aufgelegte Bad Wurzach Urlaubsmagazin und Gastgeberverzeichnis gedruckt, seit dem Relaunch der Homepage der Stadt steht es auch als Blätter-Katalog online. Die Homepage der Stadt wurde neustrukturiert und an das Corporate Design der Stadt angepasst. Sie umfasst nun einen Nachrichtenbereich, Prospektbestellfunktion und ein Newslettersystem sowie einen Pressebereich. Darüberhinaus ist die Stadt bzw. BWI auch auf facebook und Instagram aktiv.

Im Rahmen der Zuarbeit der Bürger und Gästeinformation erstellt die BWI redaktionelle Artikel, wird der Veranstaltungskalender erstellt und gepflegt. Im Mai z.B. Musikalisches mit dem Konzert der Egerländer, den Soul-Sisters und den Brass-Bands A7 und Oberschwaben, literarisch im Rahmen des Allgäu-Literaturfestivals mit Anja Lunoleit.

Organisiert ist Bad Wurzach als Portalort in der Wandertrilogie der Allgäu GmbH und der RadRundeAllgäu. Im Tourismusverband Württembergisches Allgäu ist Bad Wurzach am Aufbau zur Service- und Netzwerksagentur beteiligt sowie bei der Tourismusakademie zur Qualifizierung zum Beispiel von Gastgebern, Gästeführern etc. Für das von LEADER geförderte Radprojekt RadReiseRegion erhielt die Stadt die ADFC-Zertizierung. Ebenso ist Bad Wurzach an der Positionierung der Heilbäder und Kurorte im Rahmen des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg beteiligt. An der Oberschwaben Tourismus GmbH ist Bad Wurzach über seine Mitgliedschaft im Tourismusverband Württembergisches Allgäu beteiligt und dort Mitglied im Marketing Ausschuss.

Größtes Projekt bei der touristischen Infrastruktur ist die Erweiterung und Umgestaltung des Wohnmobilstellplatzes, bei dem im Herbst Baubeginn sein soll.

Rund 384 km an Wanderwegen und 152 km Radwege liegen in der Kontrolle von Bad Wurzach und den Erhalt der Infrastruktur wie Schilder etc..

Das Design und die inhaltliche Überarbeitung der Rad- und Wanderkarte erfolgte 2021, zusätzlich aufgenommen wurden drei Nordic-Walking-Strecken und die Radtouren der Rad ReiseRegion.

Für dieses Jahr in Arbeit ist die Marketing Offensive für die Moorbahn, eine Beteiligung an der Machbarkeitsstudie Premiumwandern, die Auswertung des für die Prädikatisierung Bad wichtigen Luftgutachten, dessen Ergebnisse im Herbst vorliegen werden. Die weitere touristische Begleitung des Bauvorhabens Aussichtsturm im Ried, die Planung des Veranstaltungskalenders für 2023.

Das Fazit von Johanne Gaipl: „Wir haben ein solides Fundament an Struktur und Infrastruktur und hoffen dass wir von Corona nicht mehr all zu sehr betroffen werden.“

Bürgermeisterin Scherer sagte dazu: „ Tourismus ist von der anderen Verwaltungsarbeit losgelöst. Dennoch wird er immer wichtiger.“ Sie freute sich, dass die Neuausrichtung funktioniert hat. Über das angedachte Biosphärengebiet ließen sich neue Märkte erschließen, auch private Vermieter werden davon profitieren. Es werde Chancen für viele bieten, „denn es steckt ein Plan dahinter.“

Klaus Schütt forderte bei den Angeboten für die Gäste auch an die Altersgruppe der 30-50jährigen zu denken, nachdem die Zielgruppe des feelMoor bekanntermaßen jünger geworden ist.

Kritik am Aufbau der neuen Homepage übte Norbert Fesseler: Die Suchfunktion, etwa für Personen sei unpraktisch und müsse verbessert werden. Martin Tapper erklärte dazu, das Problem sei zwar erkannt, aber nicht einfach zu lösen, da die Homepage am Landesportal angeschlossen ist, dieses aber sehr unflexibel sei.„Aber wir sind bestrebt dies zu verbessern.“

 

Bericht Uli Gresser

 

 

 

 

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