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Bad Wurzach - Mit dem Symphonic Brassport -Orchester gastierte eine hochklassige Big Band aus der Region im Kursaal und begeisterte die rund 250 Zuhörer mit ihren Filmmusiken von James Bond bis „Ziemlich beste Freunde“.

Von zahlreichen Filmklassikern ist die Musik oft genau so populär wie der Film selbst. Die Formation „Symphonic Brassport“ um den langjährigen Schlagzeuglehrer der Bad Wurzacher Jugendmusikschule, Michael Porter, und der der musikalischen Leitung durch Dominik Wagner bot bei seinem Konzert im Kursaal einen hochklassigen und unterhaltsamen Querschnitt durch die verschiedensten Filmusik Genres.

Verstärkt mit drei Sängerinnen und Sänger sowie einem Streicher und Bläsersatz brachte die Formation einen Musikmix – neben dem Schwerpunkt aus James Bondklassikern mit Darstellern von Sean Connery bis zu Daniel Craig brachten die Musiker vor allem Stücke aus Oskar prämierten Hollywoodstreifen wie „Once upon in the West“, „Bodyguard“ oder „Star Wars“ zu Gehör.

Mit dem Western-Klassiker schlechthin „Spiel mir das Lied vom Tod“ eröffnete die Bigband, die sich an diesem Abend noch mit einem Streicher- und Hornsatz verstärkt hatte nicht von ungefähr ihr Konzert. Denn Michael Porter, der Kopf der Formation, hat persönliche Beziehungen zur Ukraine, war dort schon als Dozent tätig.

Mit dem „Mini-Chor“ aus Maria Rosendorfsky, Cordula Wegerer und Jakob Scherb, der zugleich auch durchs Programm führte, gelang es den Musikern mit diesem Lied auf Anhieb, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Was für ein stimmliches Juwel und „Goldkehlchen“ Maria Rosendorfsky ist, bewies sie im nächsten Stück The Girl from 14 G als sie kurze musikalische Zitate aus der Zauberflöte schmetterte.

Nach dem laut Ansage von Jakob Scherb „einfach besten instrumentalen Intro zu dem Agentenfilm“, dem James Bond Theme, das vom ersten bis zum bisher letzten James Bond Film Verwendung fand, konnte sich auch Cordula Wegener bei „License to kill“ als Solistin auszeichnen, in dem Timothy Dalton zum einzigen Mal in die Rolle des 007 schlüpfen durfte, ebenso wie Jakob Scherb in der Titelmelodie von „Live and let die“ die von keinem geringeren als Ex-Beatle Paul McCartney geschrieben und seiner damaligen Band „The Wings“ eingespielt wurde. den ersten James Bond Block schloss Maria Rosendorfsky mit dramatischen, aber höchst erfolgreichen „Skyfall“ ab.

Von den Kritikern nicht gerade gelobt, ja sogar mit der Goldenen Himbeere für die schlechteste schauspielerische Leistung ausgezeichnet wurden Kevin Costner und Whitney Houston für den Film Bodyguard. Ganz anders dagegen die Filmmusik, aus der Cordula Wegerer an diesem Abend „I will always love you“ performte ehe das Gesangs Trio mit dem Sinatra Duett „Somethin´stupid“ zur Pause überleitete.

Danach wurde es erstmal richtig laut: Wer könnte besser für den „Krieg der Sterne“ geeignet sein, als die Rhythm-Section mit Michael Porter an den Drums, dessen Tochter Jessica und Heike Braiger an den Percussions.

Weiter ging es danach mit den „Writings on the wall“ aus dem 007-Streifen Spectre, die in der Interpretation von Maria Rosendorfsky garantiert nicht wie ein von Kritikern befürchtetes „jämmerliches Gewimmer“ klang, sondern sehr nach fein nuanciertem Gesang, dem man die sehr gute Ausbildung bei jedem Ton anhörte.

„For your eyes only“ „Tomorrow never dies“ oder der von Duran Duran zur Nummer eins der Billboard Charts gemachten „A Few to a Kill“ sowie der von Alicia Keys und Jack White für ein „Quantum Trost“ eingespielten „Another way to die“ sorgten im Kursaal für viele James Bond Erinnerungen. Bei dem 1978 veröffentlichen „Earth wind & Fire“ Hit September konnten sich noch einmal die die gesamte Formation aus zeichnen auszeichnen, inclusive Hörner und Streicher und dem Gesangstrio.

Mit den beiden Zugaben „I´m every Woman“ und dem Louis Armstrong Song von 1965 „We have all the time in the world“ beendete das Symphonic Brassport dieses denkwürdige Konzert, das die rund 180 Besucher wegen seiner hohen Qualität begeisterte und daher sicher noch lange im Gedächtnis haften bleiben wird.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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