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Bad Wurzach (Leserbrief) - Zu den Sonntagskonzerten ein trauriges Bild, vorne die Musik, hinten ein geschlossenes aber keinesfalls marodes Kurhaus. Bier und Sprudel wird in unserer Kurstadt dankenswerterweise von engagierten Freiwilligen aus Kästen den Gästen angeboten.

Zur letzten Gemeinderatswahl noch war das Thema Kurhaus in aller Munde. In aktuellen Berichten aus den Gemeinderatssitzungen liest man dagegen nichts davon, mit welchen Aktionen dieses Millionenvermögen unserer Gemeinschaft wieder seiner Bestimmung zugeführt werden kann.

Kein Markt für Gastronomie in Wurzach? Fehlanzeige, vergleichbare Häuser in den Nachbargemeinden, auf die man zwangsläufig ausweichen muss, sind sehr gut frequentiert und überzeugen mit Qualität. Das hat sich inzwischen rumgesprochen.

Und so war das auch mal in Wurzach: Reisebusse führten Besucher zum Kurhaus, am Sonntag bekam man schwer Platz und musste manchmal gar warten, weil die Bedienung mit dem Ansturm an der Leistungsgrenze war.

Es liegt also nicht am Markt, es liegt offensichtlich am Unternehmertum und da steht ganz oben die Stadt als Eigentümer in der Verantwortung. Leerstand ist die teuerste Variante für den Unternehmer und obendrein entgeht der Stadt auch noch die Gewerbesteuer. Allerdings wird der Wiederaufbau des Restaurantbetriebs nicht ohne Investitionen gehen: In Führung, Personal, Qualität und Werbung, bis wieder kontinuierlich ein neuer zufriedener Kundenstamm entsteht. Dazu ist längerer Atem erforderlich, nicht Atemlosigkeit.

 

Dr. Wolfgang Hübner
Bad Wurzach

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