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Seibranz - Endlich wieder! so lautete das Motto, das Dirigent Erich Minsch und seine Seibranzer Musiker für dieses erste Konzert nach den zwei langen Corona-Jahren ausgegeben hatten. Mit großer Spielfreude gingen sie dann auch ans Werk.

Seit dem Neujahrskonzert 2020, das zugleich für den gebürtigen Seibranzer Erich Minsch das bisher erste und letzte große Konzert mit den Seibranzern gewesen war, ging so gut wie gar nichts mehr. Umso größer war jetzt die Vorfreude bei ihm und seinen Musikern auf das Konzert, für das sie vor rund sechs Wochen mit den Proben begannen, als feststand, dass sie wirklich wieder ein Konzert spielen konnten.
Was Minsch auch besonders freute: Trotz aller Hindernisse, seine Musiker hatten zu Hause viel geübt und damit die Basis für ein gelungenes Konzert gelegt.
„Die wollen alle wieder,“ sagte denn auch Vorstandsmitglied Manfred Hierlemann in seiner Begrüßung. Er freute sich, neben zahlreichen Ehrenmitgliedern, Seibranzer Vereinsvorständen und Musikern von Musikvereinen aus der Umgebung auch die Hausherrin Ortsvorsteherin Petra Greiner und Bürgermeisterin Alexandra Scherer zum Konzert begrüßen zu können.

Schon vom ersten Ton an – die charmante Ansagerin Theresa Hierlemann deutete den Namen der Festmusik, die Markus Götz zum 300jährigen Bestehen des Fürstentums Lichtenstein geschrieben hat, um in „Seibranz feiert“ – war die große Motivation und die Spielfreude der Musiker spürbar. Bei der spannenden und kurzweiligen Ouverture Monumentum von Martin Scharnagl konnte man sich mit dem inneren Auge auf eine Reise zu großen Denkmälern und pompösen Bauwerken machen.
„Zurücklehnen und geniessen“ lautete die Order von Theresa Hierlemann auch zu der folgenden Polka „Geniess Dein Leben jeden Tag“ aus dem Repertoire von Ernst Hutter und seiner Egerländer Musikanten. Das galt ebenfalls für den Kammbläser Marsch aus der Vorgängerformation von Ernst Mosch und seine Original Egerländer Musikanten.
Bei den beiden gegensätzlichen Teilen von Two Movements des Niederländers Kees Vlak – der erste Satz eher melodiös, der auch eher als cantabile interpretiert werden kann, der zweite „Temptation“ mit seinen schnellen und kräftigen Passagen – zahlte sich für den Dirigenten und seine Musiker die Probenarbeit aus.

„Wer ist Paula?“ fragte Theresa Hierlemann bei ihrer Einführung zur Paula Polka von Lukas Bruckmayer. Etwa dessen Freundin? Nein es handelt sich ganz profan um das Lieblings-Spezi des Komponisten von der Paulaner Brauerei in München.
Mit einem Medley der vier Welthits „Bridge over troubeled water, Mrs. Robinson, The Sounds of Silence und The Boxer“ des großen amerikanischen Popduos „Simon&Garfunkel“ entführten die Musiker das begeisterte Publikum in die Welt von Hippies, Love and Peace.
Auf der Zielgeraden des Konzertes, das dem Dirigenten nach den meisten Stücken lobende Gesten entlockte, landeten Publikum und Orchester mit der Weinkeller Polka musikalisch im Weinkeller von Stefan Stranger. Dort wo die Wurzeln der stürmischen Böhmischen bei dem einen oder anderen Gläschen lagen.
Mit dem Egerländer Marsch wollten die unter Erich Minsch deutlich gereiften Seibranzer Musiker eigentlich das Konzert beenden, doch mussten sie mit der Franziska-Polka und dem Bozener Bergsteigermarsch noch zwei Zugaben für das begeisterte Publikum spielen.

 Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

 

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