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Bad Wurzach - Jetzt ist das Werk vollendet: Das Kinderbuch „Mimo und das gefährliche suriV“, ist ab sofort im Buchladen und bei der Stadtkapelle erhältlich.

Seit vielen Jahren spukt die kleine Maus Mimo, eine Erfindung von Uta Lämmle, einer Grundschullehrerin aus Rot an der Rot, im Kopf von Petra Springer, Dirigentin der Stadtkapelle Bad Wurzach herum. Uta Lämmle hat das Kinderbuch, „Mimo und der Märchensee“ gemeinsam mit ihren damaligen Grundschülern vor knapp 30 Jahren geschaffen. Jahre später wurde Petra Springer, die damals die Jugendkapelle Illertal/ Rottal leitete, in der mehrere der damaligen Grundschüler aktiv waren, auf das Buch aufmerksam. Seitdem war sie vom Mimo-Virus infiziert.

Es sollte dann bis zum Jahre 2019 dauern, bis Mimo beim Kinderkonzert der Stadtkapelle die Bad Wurzacher Bühne betrat, wo die kreative musikalische Leiterin das Märchenbuch mit Musik aus der Blasmusikliteratur umsetzte: „Aus Ladybirds wurden Käfer und für die Schnecken gabs einen deren Tempo angemessenen Trauermarsch...“ Und an Bad Wurzach adaptiert: Die Maus und ihre tierischen Gefährten wurden von den Kindern vom Grünen Hügel an den Riedsee umgesiedelt.

Doch dann kam im Jahr darauf Corona und verhinderte mit Lockdown und Einschränkungen eine direkte Fortsetzung. Viel Zeit zum Nachdenken, darüber wie man mit dem jungen Publikum in Kontakt bleiben kann, auch ohne Konzerte und Auftritte. Und so kam es dann in den Pfingstferien des Jahres 2021 zur Kinderrallye: Das Kreativteam der Stadtkapelle ersann eine musikalisches Quiz, das in verschiedenen Schaufenstern in der ganzen Stadt verteilt wurde, immer mit der Maus Mimo als Leitfigur mittendrin.

Nun ist der kleinen Maus aufgefallen, dass sich die Kinder in der letzten Zeit verändert haben und traurig sind, weil ein gefährliches suriV sie und die Stadt bedroht. Bei der Rallye hatten die Kinder dann Gelegenheit, die Geschichte von Mimo fortzuschreiben, was diese in Form von Geschichten aber auch selbstgemalten Bildern taten.

Die von den Kids eingebrachten Lösungen begeisterte Petra Springer, dass daraus nun das Buch „Mimo und das gefährliche suriV“ daraus entstanden ist, mit Charakteren, Orten und Gegebenheiten die es in Bad Wurzach wirklich gibt: Etwa das Torfbähnle, das sich lohnt, einmal live zu erleben. Von der Schnake Pieks gibt es sehr viele bei uns. Nun ja und auch eine Moorhexe geistert schon seit einiger Zeit durchs Ried, die man rufen kann, wenn man sie braucht.

Um das Projekt Kinderkonzert und Buch zu realisieren, brauchte die Stadtkapelle Hilfe: Finanziell unterstützt wird das Projekt Impuls, ein Förderprogramm mit dem die Bundesregierung Chöre und Musikkapellen zu einem gelungenen Neustart verhilft.

Einen wahren Glücksgriff taten Petra Springer und ihre Mitstreiter, als sie Julia Kiebler, die Schulleiterin der Werkrealschule um Malräume für das Ferienprogramm in den Sommerferien fragten, wo viele Bilder von den Kindern entstanden sind. Julia Kiebler outete sich, dass sie gerne Kinderbuch-Illustratorin geworden wäre und war natürlich gerne bereit, ihre zeichnerischen Qualitäten der Stadtkapelle, zur Verfügung zu stellen. „Sie malt einfach genial und hat viele schöne Detailzeichnungen beigetragen,“ ist Springer begeistert: Herrlich das Bild der beiden Pfarrer – den katholischen Stadtpfarrer Stefan Maier und die evangelische Pfarrerin Silke Kuczera – wie diese an den Glockenseilen hängen.

Großes Lob verdiente sich auch Lukas Vincon, ebenfalls ein Wurzacher Eigengewächs, der Als Grafiker die vielen schönen Bilder sowie die Texte von Petra Springer in die schönste Form goss. Dass am Ende eines solches Projektes ein wenig Hektik aufkommt, ist beinahe Normalität. In diesem Fall konnten die Akteure in Bad Wurzach nicht einmal etwas dafür: Die beauftragte Druckerei avisierte Ostern als Liefertermin, passend zur Eröffnung der Kurkonzertsaison durch die Stadtkapelle, für das Petra Springer einige Stücke aus dem Kinderkonzert einstudieren ließ.

Dann hieß es seitens der Druckerei: „Die Bücher kommen erst nach Ostern.“ Also warf die Dirigentin das Programm für das Konzert noch einmal über den Haufen. Um dann am Ostersamstag – passend zur Auferstehung – kam die erlösende Nachricht von Isolde Münsch, die die Hauptlast bei der Organisation von Kinderkonzert und Buch trug: Die Bücher sind da!!!

Auf diesen „Lorbeeren“ wird sich Petra Springer, werden sich ihre kreativen Mitstreiter, nicht ausruhen. Demnächst wird die Musik zum Kinderkonzert „Mimo und das gefährliche suriV“ auf der Homepage der Stadtkapelle abrufbar sein.

Neue Geschichten zu „Mimo“ hat Petra Springer jedenfalls schon im Kopf. „Mal sehen was die Zukunft bringt – aber bitte ohne Corona!“

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

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