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Bad Wurzach - Bei der österlichen Auferstehungsfeier auf dem Klosterplatz vor St. Verena symbolisierten die Christusfigur und der Auferstandene nicht nur die Hoffnung der Christenheit, sondern durch eine geschickte Licht- Schattenprojektion auf den Kirchturm auch den Mahner in den schwierigsten Zeiten seit dem Zweiten Weltkrieg.

Auch in diesem Jahr feierten die vielen katholischen Gläubigen von St. Verena die Auferstehung Christi mit dem Osterfeuer am Karsamstagabend auf dem Klosterplatz. Nicht zuletzt auch deswegen, damit der gesamte Jugendchor, der für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes sorgte, sich an der Feier beteiligen konnte.

Nachdem der gesamte Platz zu Beginn der Feier noch im Dunkeln lag, wurde nach der Segnung des Osterfeuers durch Stadtpfarrer Stefan Maier zunächst die große Osterkerze entzündet, die das ganze Jahr über während der Gottesdienste in der Kirche leuchten wird. Von der Flamme der Osterkerze wurden danach durch die Ministranten die Kerzen der Gläubigen entzündet.

Schon die erste Lesung aus dem Buch Exodus machte deutlich, wie in diesen Krisenzeiten Ostern gefeiert werden sollte: Dass Gott beim Auszug der Israeliten aus Ägypten durch Mose für sein Volk ein großes Zeichen setzte: Durch das sich teilende Rote Meer führte er sein Volk in die Freiheit, während seine ägytischen Verfolger in den Fluten den Tod fanden.

Im vergangenen Jahr hatten die Helfer bei der Vorbereitung der nächtlichen Osterfeier auf dem Kirchplatz durch Zufall eine Lichtprojektion mit großer Symbolkraft an den Kirchturm projeziert. Diese Symbolkraft wollten sie laut Pfarrer Maier, nach den kriegerischen Auseinandersetzung die seit knapp zwei Monaten in der Ukraine stattfinden, in diesem Jahr mit voller Absicht Nutzen.

Die Figur des Auferstandenen, die üblicherweise den Hochaltar von St. Verena ziert, wurde während des Gloria für einige Sekunden durch einen Spot angestrahlt und warf einen riesigen Schatten auf die Frontseite des Kirchturms.

Die zum Siegeszeichen über den Tod erhobene rechte Hand der Figur wurde im Schatten zum erhobenen Zeigefinger, also zur Mahnung für den Frieden. So als wollte Christus sagen: Seht dieses Zeichen für den Frieden!

 

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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