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Bad Wurzach - Nach der Corona-bedingten Absage von Großveranstaltungen haben sich die Verantwortlichen des Heiligblutfestes in Bad Wurzach Gedanken gemacht, so dass die Bevölkerung nicht ganz auf das Fest und vor allem den Segen der Reliquie verzichten müssen.

 

 

Am 10. Juli, dem traditionellen zweiten Freitag im Juli, wird es zwar keine Reiterprozession geben, dafür haben sich Stadtpfarrer Stefan Maier, Pater Konrad Werder, der Superior des Gottesberges und Bürgermeisterin Alexandra Scherer eine Alternativkonzept überlegt.

 

„Nach der Absage haben wir uns in den letzten Wochen intensiv Gedanken gemacht, wie wir den Tag trotzdem würdevoll gestalten können“, erklären die drei unisono. „Wichtig war uns insbesondere, dass die Bevölkerung vor Ort an dem fest im Jahreslauf verankerten Festtag trotz aller weiterhin bestehenden Einschränkungen eine Möglichkeit hat, den Segen des Heiligen Blutes zu erhalten und dem Anlass zu gedenken.“

 

Nach einem Gottesdienst ausschließlich für die Gruppenführer der Blutreitergruppen aus der Großgemeinde in der Wallfahrtskirche, werden die Blutreiter die Heiligblutreliquie zu Fuß in die Stadtpfarrkirche St. Verena geleiten, wo dann mit den Helfern der Dankgottesdienst gefeiert wird. Zu diesem sind aufgrund der beschränkten Platzzahl (66) nur die zahlreichen freiwilligen Helfer, die das ganze Jahr über da sind, um das Fest im Juli überhaupt zu ermöglichen, eingeladen.

 

Für die Bevölkerung wird es an diesem Tag in St. Verena weitere Veranstaltungen wie eine musikalische Andacht um 15 Uhr und einen Gottesdienst um 19 Uhr geben. „Wie derzeit üblich ist bei diesen beiden Termine aber eine Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung ab 6. Juli beim Pfarramt unter Tel.: 07564/93290 möglich sein“.

 

Bürgermeisterin Scherer verweist darauf, dass bei der Teilnahme, dass bei einer Teilnahme etwa beim Geleit der Reliquie zur Kirche die üblichen Abstandsregeln eingehalten werden müssen. Außerdem sei dieser Freitag nicht wie üblich ein Feiertag, Verwaltung und Schulen hätten an diesem Tag nicht frei. Pater Konrad findet es zwar „jammerschade“ und es macht ihn traurig, dass das Fest nicht in seiner üblichen Form stattfinden kann. „Wie viele Paare mussten in der letzten Zeit ihre Trauung absagen, oder die Abiturienten ihre Abifeier und die Zumutungen des Lebens annehmen. Daher steht es uns als Kirche und den Gläubigen gut an, diese Herausforderung anzunehmen.“

 

 

Stadtpfarrer Maier erläutert „die ganz besondere Lektüre“ mit der die Gläubigen die Wallfahrt im Wortsinne „begehen“ können. Die Broschüre wird den Prozessionsweg nachzeichnen, so dass die Menschen individuell, zeitlich unabhängig und im eigenen Tempo ausgehend vom Stadtbrunnen die einzelnen Außenaltäre in Truschwende, beim Josenhof und in Reinstein abgehen können. Sie wird die jeweiligen Evangeliumsworte und Gebete enthalten. Die einzelnen Altäre werden durch Blumenarrangements angedeutet werden. Endpunkt wird die die Heilig-Blut-Kapelle in der Gottesbergkirche sein. Die genauen Ausgabestellen für die Broschüre werden zeitnah noch mitgeteilt.

 

Die Bürgermeisterin hält sie für eine hervorragende Idee und ein sehr gutes Angebot. „So kann die Bevölkerung – jeder für sich – die Prozession dennoch selbst gestalten.“

 

 

„Auch wenn in diesem Jahr vieles anders ist, wollen wir so doch ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Tages setzen und damit gleichzeitig auch den Segen Gottes erbitten für uns alle, verbunden mit der Hoffnung auf ein umso schöneres Heilig-Blut-Fest 2021“ betonen Bürgermeisterin Scherer, Stadtpfarrer Maier und Superior Pater Konrad.

 

Bericht und Bild Uli Gresser

 

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