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Bad Wurzach - Gemeinsam mit ihren Schwiegertöchtern, von denen eine aus der Ukraine stammt, ihren Söhnen und ihrer Verwandtschaft in Rohr organisiert die gelernte Sozialwirtin einen Hilfstransport für die Menschen in der Ukraine.

Über Whats App hat Karin Steinbach die Menschen hier zur Solidarität mit der Ukraine aufgefordert, mit der Bitte, dringend benötigte Sachen für die vom Krieg betroffenen Menschen zu spenden. Nach dem Aufruf von Montagnachmittag stapeln sich in der Garage in Rohr inzwischen viele Kartons mit Thermounterwäsche, Kinderkleidung, Socken und Handschuhe, aber auch Zelte, Decken Schlafsäcke und Isomatten.

Lena Schieren ist die andere Schwiegertochter von Karin Steinbach, gemeinsam mit ihrer Stieftochter Enya Schieren und ihrer Mutter Elisabeth Geray haben sie an diesem Dienstag alle Hände voll zu tun, um die angelieferten Gegenstände zu sortieren. Auch Lebensmittel wie Reis und Nudeln, aber auch Babynahrung, Milchbrei und auch Babyfläschchen werden in der Ukraine dringend benötigt. Elisabeth Geray berichtet, dass alle Saulgauer Apotheken Medikamente und Verbandszeug gespendet haben, die Ärztin Dr. Anca Jung beteiligte sich mit einer Spende von 500 €, weitere 500 € sammelte sie bei ihren Kollegen ein.

Zusätzlich haben sie und ihr Mann alles was sie an Medikamenten und Verbandszeug in ihrer Gemeinschaftspraxis entbehren konnten, nach Rohr gebracht. Denn Anca Jung kennt auch die andere Seite, denn vor 32 Jahren kam sie nach dem Zusammenbruch des Ceausescu-Regimes nach Deutschland.

Wer ebenfalls Geld spenden möchte, kann dies über das PayPal-Konto Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! tun.

Veronika Herberger, eine Freundin von Lena Schieren hatte, nachdem sie von dem geplanten Hilfstransport erfahren hatte, ihren Mini bis unters Dach mit Rucksäcken, Zelten, Taschen voller Socken und Handtüchern vollgestopft und war damit nach Rohr gefahren.Die große Hilfsbereitschaft, die ihnen von allen Seiten entgegen gebracht wird, erfreut und überwältigt die Frauen gleichzeitig.

Mit zwei Sprintern und ihrem Wohnmobil will Karin Steinbach mit ihren Söhnen zu ihrem ersten Transport an die polnische Grenze starten, sobald diese beladen sind. „Wohin genau wissen wir noch nicht, das wird die Schwiegertochter, die sonst in Friedrichshafen lebt und derzeit mit ihrer Schwester von Stuttgart aus zu ihrer Verwandtschaft Kontakt hält, festlegen,“ sagt Karin Steinbach, die mit ihrem Wohnmobil auf der Rückfahrt eine Flüchtlingsfamilie mitnehmen und eventuell bei sich in Rohrbach aufnehmen möchte. Dies unter dem Vorbehalt, dass viele Ukrainer ihre Heimat nicht verlassen wollen.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

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Bild: Drei Generationen ziehen an einem Strang: Schwiegertochter Lena Schieren, deren Stieftochter Enya Schieren und die Initiatorin des Hilfstransportes, Karin Steinbach

 

 

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Bild: Am frühen Nachmittag war fast kein Durchkommen mehr zum provisorischen Lager in der Garage, so überwältigend war die Spendenbereitschaft der Menschen

 

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