DBSZ DBSZ BadWurzach 1200v01

Bad Wurzach-Truschwende - Markus Fimpel vom städtischen Tiefbauamt stellte in Wort und Bild die verschiedenen Unterführungen und Möglichkeiten zur gefahrlosen Querung der B 465 vor, nachdem die Freien Wähler einen Antrag mit dem Titel „Umweltfreundlichen Verkehr voranbringen – Unterführung Truschwende“ bei der Stadtverwaltung eingereicht hatten.

„Bauen mit allen Konsequenzen“ nannte Markus Fimpel seine Präsentation. Denn bei einem Bau einer Unterführung, müsste die B 465 für einige Zeit (bis zu einem halben Jahr) gesperrt werden. Betroffen wären in dieser Zeit nicht nur der Verkehr nach Leutkirch und zur Autobahn, auch der Busverkehr müsste umgeleitet werden. Erfahrungsgemäß würden dadurch Schleichwege und andere Gemeinden in Mitleidenschaft gezogen. Aber ebenso die Gastronomie im T4, aber auch die Leitungen für Wasser, Strom und Glasfaser müssten eventuell verlegt werden.

Bei der Prüfung von Alternativen war etwa die Unterführung in Brugg als nicht mehr zeitgemäß angesehen worden. Eine Brücke ähnlich der beim Schulzentrum kam als zu teuer mit fast 50m Spannweite wegen des Schwerlastverkehrs auch nicht in Frage.

In dem Antrag setzen sich die Freien Wähler dafür ein, dass die von Eltern, Bürgern und Vertretern von Schulen ebenso wie von Lokalpolitikern seit Jahren geforderte gefahrlose Querung der B 465 beim T4 in Truschwende endlich in die Planungen aufgenommen wird. Für alle Arnacher Schüler, die in Bad Wurzach weiterführende Schulen besuchen ist diese Querung Teil des Schulweges. Auch für jeden Radtouristen ist die Querung ein neuralgischer Punkt. Trotz der Tempobeschränkung auf 70 km/h (viele überschreiten diesen Wert deutlich), ist bei einem Verkehrsaufkommen von fast 10.000 Fahrzeugen pro Tag – darunter viele LKW´s – eine sichere Querung nicht möglich. Trotz vieler Vor-Ort-Terminen mit Landes- und Bundespolitikern habe sich in den letzten Jahren nichts bewegt. Daher fordern die Freien Wähler, dass die Verwaltung den Bau einer Unterführung vorantreibt. Sauer stößt den Freien Wählern auf, dass in Herlazhofen und Haselburg in unmittelbarer Nähe zum Center Parcs solche Unterführungen innerhalb kürzester Zeit realisiert wurden, obwohl dort das Verkehrsaufkommen nur halb so groß oder mit Truschwende vergleichbar ist.

Der Arnacher Ortsvorsteher Michel Rauneker sagte er habe mit den Grundstückseigentümern gesprochen, die ihre Bereitschaft zum Verkauf signalisiert hätten. Bürgermeisterin Scherer sagte, das Problem sei das Radwegkonzept das sich das Regierungspräsidium ausgedacht hat: Städte, die daran nicht aufgeführt sind, deren Radwege werden nicht gebaut bzw. finanziell gefördert. Die Stadt müsste die Finanzierung komplett alleine tragen. „Verhandelbar sind nur die Planungskosten.“

Armin Willburger wunderte sich, dass es auf der Radwegeplanung des Landes so aussehe, als ob auch die Strecke entlang der B465 zwischen Diepoldshofen und Brugg mit als Radweg ausgewiesen sei. Die Bürgermeisterin verwies darauf, dass dies bereits abgefragt worden sei und es sich wohl um eine Parallelstrecke handeln müsse. Klaus Schütt bat darum zu prüfen, was ein Weiterbau des Radweges bis Brugg kosten würde. Bernhard Schad setzte dagegen, dass eine solche Strecke, wegen des großen Umweges wohl kaum genutzt werden würde. Rauneker bat darum, zu Prüfen warum bei Herlazhofen bis zu 70% Förderung möglich sei. Berthold Leupolz regte an, zwischen Truschwende und Bad Wurzach eine Verlängerung des Radweges auf der anderen Seite der B465 zu prüfen, der dann bei Niedermühle Richtung Gewerbegebiet Ziegelwiese führen könnte, wo ein Stück Weg in dieser Richtung auch bereits befestigt sei. Franz Josef Maier sieht im Gegensatz zum Regierungspräsidium durchaus eine Gefahrenlage in Truschwende. Er regte daher ein Tempolimit von 50 km/h in Truschwende an. Bürgermeisterin Scherer bestätigte, dass auch beim RP Überlegungen einer Temporeduzierung auf 60 km/h im Gange seien. Positiv äußerten sich Hermann Müller und Bernhard Schad zu dem Vorschlag von Leupolz. Schad sieht hier einen relativ geringen Aufwand. Bürgermeisterin Scherer sagte zu, die Planungskosten planmäßig in den Haushaltsplan aufzunehmen.

 

Bericht und Bild: Ulrich Gresser

 

Pin It
previous arrow
next arrow
Slider
­