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Bad Wurzach (Leserbrief) - Anfang Dez. 2021: Versuch, einen neuen Stromlieferungsvertrag über ein Vergleichsportal abzuschließen.

Durch die Bestätigung des nachfolgenden Links bevollmächtige ich, Hans-Joachim Schodlok, die Firma Lekker Energie GmbH bzw. eine von der Firma Lekker Energie GmbH beauftragte Person, zur Vornahme aller Handlungen sowie Abgabe und Entgegennahme aller Erklärungen, die im Zusammenhang mit einem Wechsel des Stromversorgers erforderlich werden, etwa einer Kündigung des bisherigen Liefervertrages sowie der Abfrage der Vorjahresverbrauchsdaten, soweit mir dadurch keine Kosten entstehen. Soweit und solange für Sie ein Dritter für die Zählerablesung zuständig ist, bevollmächtigen Sie die Lekker Energie GmbH auch zur Abfrage des Zählerstandes bei diesem Dritten. Die Widerrufsfrist bleibt davon unberührt.

Angenommenes Angebot vom Dezember 2021
gültig für 2. Jahre fest
Arbeitspreis 29,39 Cent/KWh
Grundgebühr. 10,69 Cent/Mon.

Mitteilung von Lekker-Energie einige Wochen später per Email: Leider können wir diesen Vertrag zu den genannten Bedingungen nicht bedienen.

Neues Angebot von Lekker-Energie, Angebot vom 12.01.2022 per Internet:

Arbeitspreis: 73,50 Cent/KWh
Grundgebühr 9,29 €/Monat

 

Mein bisheriger Stromlieferant Maingau Energie wirbt immer noch mit „günstigen“ Strompreisen. Die KWh kostet dort gegenwärtig 70,62 Cent.

Lechwerke Augsburg: Auf Grund der unsicheren Entwicklungen auf dem Energiemarkt können wir Ihnen derzeit kein Angebot unterbreiten.

Stadtwerke Augsburg: Kein Angebot möglich.

Stadtwerke Krefeld. „Wir beliefern nur noch Stammkunden aus der näheren Umgebung.“

 

Liebe Leser,
So ähnlich könnte es auch Ihnen ergehen. Spätestens, sobald Ihr jetziger Vertrag ausläuft. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen.
Ein Stromverkäufer sagte zu mir, intern halte man einen KWh-Preis von 1€ in näherer Zukunft nicht für ausgeschlossen.

Haben uns unsere Politiker nicht jüngst erklärt, die „Erneuerbaren“ seien viel günstiger als die Atomkraft. Unisono hören wir, die Vernichtung der letzten deutschen Atomkraftwerke sei ein richtiger Schritt.

Bei der ENBW ist der Strom mit ca. 50 Cent/KWh gegenwärtig noch vergleichsweise günstig.
Der in den Vergleichsportalen genannte, äußerst günstig erscheinende Tarif „ENBW Komfort HH“ ist ein „Fake“. Versuchen Sie doch, einen Vertrag zu diesem Tarif abzuschließen! Handwerksbetriebe mit hohem Strombedarf haben bei 50 Cent/KWh wenigstens etwas mehr Zeit, sich auf die Insolvenz vorzubereiten.

Allen, die meinen, das sind „Verschwörungstheorien“ sei der Faktenscheck empfohlen: Lassen Sie sich ein reales Angebot geben und nehmen Sie es schnell an, falls es Ihnen zwar hoch, aber noch vertretbar erscheint. Wenn Ihnen der Anbieter den Vertrag rechtsgültig bestätigt, haben Sie Glück gehabt. Das brauchen Sie auch, denn es könnte dieser Anbieter während der Vertragslaufzeit insolvent werden, was in jüngerer Zeit bereits häufiger eingetreten ist.
Während ich diese Zeilen tippe, erscheint bei check24 de ein Laufband, dass die Fa. Grünwelt/Stromio bundesweit die Belieferung mit Strom eingestellt hat. Dass die zuvor genannte theoretische Prognose eines Stromverkäufers keine Übertreibung ist, zeigt folgende Meldung im Zusammenhang mit der Stromio-Insolvenz
https://www.inside-digital.de/news/99-cent-kwh-stromanbieter-erhoehen-strompreise

Ein Trost für Hunderttausende von geprellten Stromkunden: Bis zum Eingang der Insolvenzerklärung können diese Schadenersatzklagen gegen Grünwelt/Stromio einreichen. Die Erfolgsaussichten dürften nach 0 tendieren.

Knapp kalkulierenden Privathaushalten, die diese hohen Stromrechnungen nicht mehr zu bezahlen in der Lage sind, könnte demnächst der Strom abgestellt werden. Dann also ohne Licht, Telefon, Heizung, Waschmaschine, Trockner, Geschirrspülmaschine, Kühl- und Gefrierschrank, warmes Wasser für die Körperhygiene und häufig auch ohne Kochmöglichkeit.

Bei steigendem Kaufkraftverlust infolge einer wachsenden Inflation, steigenden Zinsen für das noch nicht abbezahlte Wohneigentum und drohendem Arbeitsplatzverlust dürfte der „Wohlfühlfaktor“ für eine größere Zahl von Bundesbürgern schnell gegen Null absinken.

Wie sieht das in Europa aus? Quelle: Strompreise in Europa Tabelle 2022, Auszug: Preis pro KWh:
Belgien 27,0; Tschechien: 18,0; Frankreich 19,3; Italien 22,6; Österreich 22,2; Polen 15,5; Ungarn 10,0;

Die jetzigen Strompreise in Deutschland sind zweifellos ganz wesentlich auf die erfolgten politischen und teilweise auch ideologisch motivierten Eingriffe in den Energiesektor zurückzuführen. Zu erkennen, dass sich dieses Geschehen auf unsere Konkurrenzfähigkeit und die Sicherheit unserer Arbeitsplätze auswirken wird, bedarf keines Abschlusses in Volks- oder Betriebswirtschaft.
Mit welchem Strom sollen zukünftig die Elektrowämepumpen oder die Elektroautos betrieben oder „grüner“ Wasserstoff für die Stahlherstellung und Zementproduktion und, ganz speziell für Bad Wurzach, für die Glasschmelze gewonnen werden?

Bisher ist der Normalbürger auf die Coronaproblematik fixiert und hat häufig nicht mitbekommen, wie schnell wir in eine wirtschaftliche Katastrophe hineinschlittern. Der von uns vorhergesagte technische Blackout ist glücklicherweise bisher ausgeblieben, wird aber heute durch einen schleichenden wirtschaftlichen Blackout ersetzt.
Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 14.01.2022: Die Stadtwerke Pforzheim berechnen für Neukunden, die auf Grund der Kündigung ihres bisherigen Stromlieferanten in die gesetzliche Grundversorgung fallen, 1,08 €/KWh.

 

Eine Vision: Protestzüge geschädigter Bürger, deren Existenz auf dem Spiel steht, ziehen durch unsere Straßen. Gegen diese Protestzüge werden unsere heutigen Anti-Corona-Demonstrationen wie ein laues Lüftchen wirken.

 

Hans-Joachim Schodlok
Bad Wurzach

 

 

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