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Bad Wurzach (pag) - Evangelisches Krippenspiel trotzt ungemütlichem Aufgrund der aktuellen Beschränkungen mit Mindestabstand hatte der evangelische Kirchengemeinderat Bad Wurzach mit seiner Pfarrerin Silke Kuczera beschlossen, zwei Gottesdienste abzuhalten – und zwar im Freien vor der Kirche.

Der erste am Nachmittag war ein Krippenspielgottesdienst, an dem sechzehn Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren mitwirkten, und dies mit einer Begeisterung, die das feuchtkalte Wetter vergessen ließ. Aber wie hatte es Kuczera zu Beginn bemerkt: „Gott braucht keine perfekten Umstände. Er kommt gerade dort hinein, wo nichts ist, wie wir es uns vorgestellt haben. Gott kommt dahin, wo es ungemütlich ist.

Und dann geschieht das Weihnachtswunder.“ Zur Einführung erzählte Kuczera noch eine Geschichte, in der es leicht verständlich und kindgerecht darum ging, dass der allseits bekannte Weihnachtsmann in seinem roten Mantel nicht wirklich etwas mit Weihnachten zu tun hat; sie endete mit den Worten von Gott „Wir lassen einfach die Kinder von mir erzählen. Da interessiert sich doch keiner mehr für einen bärtigen Mann im roten Umhang, der vielleicht gar nicht existiert.“

Und das taten die Kinder dann unter der engagierten Leitung von Pfarrerin Cora Böttiger, Inga Wegele, Elisabeth Gottschling und Ramona Herrmann, die auch die vielen Ideen der Kinder aufgegriffen hatten. Souverän agierte Erzählerin Josefine Heine; Alessia Meyer und Silas Menig überzeugten als Maria und Josef. Kreativ die Requisiten bei der Szene, in der die beiden an die Gasthäuser von Bethlehem klopfen. Herrlich anzuschauen, wie die Lämmer der Hirten über Stöcke und Steine hüpfen – eine Idee der Kinder, den Text in die Tat umzusetzen.

Und bemerkenswert, dass sich die drei kleinen Engel Klara Menig, Mia Gottschling sowie Elisa Wegele getraut haben, auf ihren Blockflöten „Vom Himmel hoch da komm ich her“ vorzutragen. Die Schluss-Szene, bei der alle Hirten, Schafe, Lämmer, Hunde, Engel und selbst die Wirte um die Krippe geschart „Jesus ist geboren“ rufen, ging in großen Applaus der Zuschauer über. Nachdem der Regen immer weiter zunahm, wurde kurzerhand beschlossen, den folgenden Predigtgottesdienst dann doch in der Kirche abzuhalten – auch wenn das bedeutete, dass die Gemeinde nicht singen durfte.

Einen Ausgleich schuf Organistin Verena Stei, die auch schon das Krippenspiel am Piano begleitet hatte, mit ihrer kraftvollen und wunderbaren Stimme, beim Vorspiel unterstützt von Frieder Krattenmacher an der Trompete.

 

Bericht und Bilder Patricia Gragnato

 

 

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