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Bad Wurzach - Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn Joseph von Eichendorff mit diesem wunderschönen Gedicht auch in erster Linie weihnachtliche Sinneseindrücke beschreibt, veranschaulicht es doch gleichzeitig die aktuelle Stimmung in der leider immer noch andauernden Pandemie. Das zu Ende gehende Jahr hat uns allen erneut Einiges abverlangt und die weihnachtliche Zeit ist wie schon im Vorjahr geprägt von Abstandhalten, von Absagen, Einschränkungen und leider nicht dem sonst gewohnten freudigen vorweihnachtlichen Trubel – eben ganz in dem Eindruck „wie so weit und still die Welt!“

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, ebenfalls innezuhalten und einen Blick auf das zurückliegende Jahr zu werfen. Was waren die besonderen und erwähnenswerten Aspekte von 2021? Was wird uns in Erinnerung bleiben?

 

Auch dieses Jahr war in allen Lebensbereichen vom Thema „Corona“ geprägt. Dass viele Veranstaltungen ausfallen mussten ist hierbei nur eine Seite der Medaille. Die Pandemie hat das gesellschaftliche Miteinander zuletzt vielfach verändert. Die Durchführung des Wenigen, was zwischenzeitlich noch möglich war, war wegen Auflagen und Beschränkungen häufig mit deutlichem Mehraufwand verbunden. Innerhalb der Verwaltung gab es zusätzlich einen teilweise enormen Aufwand für Kontaktnachverfolgungen usw., nicht nur im Bereich des Ordnungsamts. Und die finanziellen Auswirkungen für alle Kommunen werden voraussichtlich noch über längere Zeit spürbar sein. Um es kurz zusammenzufassen: „Corona hat uns viel abgefordert und wird dies auch noch länger tun!“

Umso mehr freue ich mich, dass trotz verschiedener baulicher Hürden und trotz der Erschwernisse durch die Pandemie unser Großprojekt „Neues Hallenbad“ im Oktober feierlich eingeweiht und in Betrieb genommen werden konnte. Hier wurden in den letzten zwei Jahren fast acht Millionen Euro verbaut – nach Maria Rosengarten die zweitgrößte Investition der letzten Jahre in der Gemeinde. Mit dem modernen Bau können wir uns in der Region wahrlich sehen lassen – das Bad sichert die Möglichkeit, vor Ort schwimmen zu lernen, ist ein attraktives Angebot für Familien und ergänzt unsere Leistungen wie Vitalium und Gesundheitszentrum.

 

2021 war daneben insbesondere auch ein Jahr großer Fördermittelzusagen:

• Aus der Tourismusförderung des Landes haben wir Anfang des Jahres einen Zu-schussbescheid über knapp 890.000 Euro für den geplanten „Aussichtsturm im Wurzacher Ried erhalten, der Bad Wurzach als touristischen Ort noch attraktiver machen und gleichzeitig das größte noch erhaltene Hochmoor Mitteleuropas sichtbar machen soll.

• Im März haben wir die Zusage erhalten, mit dem Sanierungsgebiet „Bad Wurzach West“ in die „Städtebauförderung“ mit einem derzeitigen Zuschussrahmen von 1,2 Mio. Euro aufgenommen zu werden. Damit werden unter anderem Maßnahmen wie die Sanierung des Schulhofes im Schulzentrum oder Verbesserungen in der Verkehrslenkung in der Innenstadt gefördert.

• Und im Herbst haben wir vom Land Baden-Württemberg zum flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes (Anbindung von unterversorgten Weilern und Einzellagen im Außenbereich) die Zusage zur Ko-Finanzierung im Umfang von rund 23,1 Mio. Euro erhalten. Zusammen mit der Förderung des Bundes von über 28,8 Mio. Euro ist es uns überhaupt erst möglich, diese Mammutaufgabe finanziell zu stemmen.

 

Als wichtige Aufgabe zur Weiterentwicklung der Kommune haben wir zudem verschiedene Bau- und Gewerbegebiete auf den Weg gebracht und mit der Erschließung des Baugebiets St. Leonhard in Ziegelbach für manche junge Familie den Traum vom Eigenheim ein Stück nähergebracht.

Natürlich gab es noch zahlreiche andere Aufgaben, Herausforderungen und Ereignisse für Gemeinderat und Verwaltung, für Handel, Gastronomie und Gewerbe, aber auch für Sie als Bürgerinnen und Bürger. Hier alles zu nennen, würde den Rahmen sprengen. Zu wesentlichen Aspekten aus Gemeindesicht haben wir als Erinnerung und Nachschlagewerk dieses Jahr erstmals einen Jahresrückblick zusammengestellt, der an verschiedenen Stellen noch ausgelegt wird und auch online auf unserer Homepage www.bad-wurzach.de unter dem Stichwort „Jahresrückblick“ zu finden ist. Dieser Rückblick soll ohne Anspruch auf lückenlose Vollständigkeit an wichtige Ereignisse des Jahres erinnern und vor allem auch die große Vielfalt aufzeigen, die es in unserer Gemeinde gibt.

Das Ende eines Jahres bringt naturgemäß den Beginn eines „Neuen“ – bei allen Herausforderungen bin ich zuversichtlich, dass wir 2022 optimistisch angehen können. Dabei gehen die Aufgaben nicht aus –allein die Unterhaltung der kommunalen Liegenschaften, Straßen und Wege, der Brücken, der Kanäle, der Friedhöfe etc. ist in unserer Flächengemeinde eine stetige und enorme Herausforderung. Hier wollen wir auch weiterhin in den Bestand und Ausbau unserer Infrastruktur investieren – die Sanierung des Schulhofs am Schulzentrum, das Feuerwehrhaus in Eintürnen oder die geplante Erneuerung des Wohnmobilstellplatzes sind hier nur einzelne Beispiele.

Die finanziellen Perspektiven und Möglichkeiten werden gleichzeitig in den nächsten Jahren manches diktieren. Ich möchte dies auch im Bewusstsein des aktuell eingebrachten Haushaltsentwurfs erneut betonen: Der finanzielle Spielraum wird nicht alles Wünschenswerte ermöglichen und wir werden genau überlegen müssen, was, wann und wie umgesetzt werden kann. Durch zahlreiche bereits gefasste Grundsatzbeschlüsse ist der Rahmen hier schon in vielen Punkten vorgegeben. Vielleicht wird daher manches nicht so schnell wie erhofft realisiert werden können. Ich versichere Ihnen dabei, dass wir in Stadtrat und Verwaltung weiter stetig bemüht sind, unsere Gemeinde mit ihrer Substanz und Struktur bestmöglich zu erhalten und auch weiter zu entwickeln.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

auch wenn die Pandemie seit vergangenem Jahr Vieles schwerer gemacht hat und Manches ausfallen musste - der Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger, unserer Unternehmen vor Ort sowie der Verwaltung sorgen nach wie vor für eine gemeinschaftliche und lebenswerte Atmosphäre in unserer schönen Stadt. Ich danke entsprechend allen, die unsere Gemeinde in diesem Jahr wieder ein Stück vorangebracht haben! Und ich bin zuversichtlich, dass wir in Bad Wurzach weiterhin im guten Miteinander zusammenhalten werden, denn nur gemeinsam können wir die Herausforderungen der Zukunft bestehen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen auch im Namen des Stadtrates und der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher von ganzem Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest, einen guten Start ins neue Jahr sowie viel Gesundheit und Zufriedenheit.

 

Mit weihnachtlichen Grüßen

Ihre

Alexandra Scherer
Bürgermeisterin

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