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Bad Wurzach - H&M Geschäftsführer Johannes Häfele und Schulleiter Dietmar Schiller unterzeichneten an diesem Montag die Urkunden für die Bildungspartnerschaft zwischen der Realschule und dem Baugeschäft mit Sitz im ehemaligen Bahnhofsgebäude.

Für die Realschule ist es nach Partnerschaften mit Lissmac, Verallia, Holzbau Weizenegger und der Volksbank Allgäu-Oberschwaben die fünfte Bildungspartnerschaft. Gemeinsam mit Frederic Charles, dem für die Berufsvorbereitung zuständigen Lehrer, war Hildegard Mühler, die Karrierebegleiterin am Schulzentrum federführend bei dem Zustandekommen der Bildungspartnerschaft.

„Warum nicht Maurer werden und dem Fachkräftemangel entgegentreten? Der Beruf des Maurers ist anspruchsvoll und vielseitig,“ sagt Johannes Häfele zu den vielen Vorurteilen, die diesem Berufsbild entgegenstehen „ Sicher ist er manchmal auch körperlich anstrengend, aber heutzutage gibt es viele Hilfsmittel, welche die Arbeit erleichtern.“ Und auch das Berufsbild habe sich gewandelt: „Heute stehen die Vorarbeiter meist mit Tablet auf der Baustelle.“ Durch die vielen neuen Vorgaben (Stichwort : Niedrigenergiehaus) ist das Berufsbild sehr fordernd geworden. „Maurer zu werden ist ein Beruf mit Zukunft.“

Einige Schüler, die ein Praktikum auf dem Bau machten, waren an dessen Ende begeistert, weil sie sich sofort einbringen konnten. Schulleiter Dietmar Schiller verwies auf das gemeinsame Schulprojekt 2019 – dem Bau eines Pavillions auf dem Schulgelände – bei dem einige Schüler in die Arbeit auf dem Bau hineinschnuppern konnten.

Für Hildegard Mühler wiederum sind die Bildungspartnerschaften mit ihren Berufspraktika wichtige Bausteine für die Entscheidungsbildung, welche Ausbildung ein Schüler macht. „Auch die Möglichkeiten zur Weiterbildung nach einer Ausbildung sind bei diesem Beruf vielfältig.“ Für sie ist so eine Bildungspartnerschaft auch ein weiteres wichtiges Argument, um Vorurteile bei den Eltern gegen einen Handwerksberuf abzubauen.

Einer der Synergieeffekte von dem beide Seiten profitieren: Bildungspartner wie H&M können jederzeit am Partnerbrett für Stellenanzeigen Angebote für Ausbildungsplätze vorstellen. Im Gegenzug bietet der Betrieb Schülerinnen und Schüler zweiwöchige Betriebspraktika an, auf welche diese mit einem Vorstellungsflyer, in dem sich die Bildungspartner und die angebotenen Ausbildungsberufe vorstellen, vorbereitet werden. Während des Schuljahres besucht auch noch ein Vertreter des Bildungspartners die Klassenstufe und stellt Berufsbilder aus dem Unternehmen vor.

 

Bericht und Bild Ulrich Gresser

 

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