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Bad Wurzach - Bei der Jahreshauptversammlung des Partnerschaftsvereins im Sitzungssaal von Maria Rosengarten konnten Vorstand und Kommiteevorsitzenden nur von ganz wenigen Aktivitäten berichten – da Corona so gut wie nichts zuließ.

Ulrika Stützle, Vorsitzende des Partnerschaftsvereines, bat nach der Begrüßung der unter Einhaltung der 2G-Regeln gekommenen Mitglieder, sich zum Totengedenken für die im vergangenen Vereinsjahr Verstorbenen zu erheben.

Ihr Rechenschaftsbericht fiel den Umständen entsprechend kurz aus: Es konnten nur sehr wenige Treffen stattfinden. Dafür wurden die Ortseingangstafeln, deren Farben sehr verblasst waren und die Wappen kaum noch erkennbar waren, neu beschichtet. Der Preis des Partnerschaftsvereines für die besten Leistungen in Englisch und Französisch habe sich etabliert. „Die Preisträger freuen sich darüber, wenn dieser bei den Schulfeiern von Werkreal-, Realschule und Salvatorkolleg übergeben wird.“

Eine Vorstandssitzung habe im Stadtarchiv stattgefunden, wo Jürgen Schumacher die Historie des Vereines in vielen Arbeitsstunden aufgearbeitet hatte. Stützle bat darum, für diese Arbeit auch weiterhin Fotos zur Verfügung zu stellen. Ihr Dank galt auch allen Mitgliedern für ihre Treue und Zuwendungen.

Für Jochen Martiny, dem langjährigen Luxeuil-Kommiteevorsitzenden, wurde sein letzter Rechenschaftsbericht zu einem traurigen: Kaum ein Treffen habe stattfinden können, einzig zur Eröffnung des Museums Ecclesiae über die 2000jährige Stadtgeschichte konnten Beate Ebel und Gundula Blattner beim Festakt die Bad Wurzacher Farben vertreten und später der Eröffnung der „Via Columban“ beiwohnen.

Auch Norbert Fesseler, Vorsitzender des Polielow-Kommitees, konnte nur von Null-Aktivitäten berichten, obwohl das 20jährige Jubiläum gefeiert werden sollte.

Hoffnung macht ihm ein Telefongespräch mit der Bürgermeisterin Sybilla Stelmach, die wie die Bad Wurzacher sobald als möglich wieder die Aktivitäten aufnehmen möchte.

Gisela Rothenhäusler konnte zwar ebenfalls von nur geringen Aktivitäten berichten. Dennoch konnten zwei Mitglieder Jersey einen Besuch abstatten. Simone Menig konnte dort erste Vorbereitungen treffen, denn im September hofft Rothenhäusler auf den Besuch einer Gruppe aus Jersey-eventuell mit ehemaligen Internierten - um das 20jährige Jubiläum der Partnerschaft nach zu feiern und eine Ausstellung zum 80. Jahrestag der Verschleppung der Internierten präsentieren zu können.

Ob der Liberation Day am 09.Mai stattfinden kann, darüber hätten sich Bürgermeister und Bailiff vor kurzem ausgetauscht, bisher jedoch noch ohne konkretes Ergebnis. Das Youtheatre habe interesse gezeigt, wieder in Bad Wurzach aufzutreten, konkrete Überlegungen seien wegen der aktuellen Coronalage nicht möglich. Dasselbe gelte für den Plan, junge Bad Wurzacher Musikerinnen und Musiker auf der Kanalinsel auftreten zu lassen.

Aufgrund der geringen Aktivitäten konnte Kassierin Charlotte Schick von wenig Ausgaben berichten. Aufgrund von Spenden und Zuschüssen wuchs dementsprechend das Vermögen des Vereines an.

 

Dr. Rudolf Ebel, der gemeinsam mit Karlfried Spieler die Kasse geprüft hatte, bescheingte der Kassierin eine saubere Kassenführung, appellierte aber auch an die Belegeinreicher, ihren Beleg einer Ausgabe zuordbar zu kennzeichnen. Somit wurde die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft, vorgenommen durch Peter Dewor, zur Formsache.

Bürgermeisterin Alexandra Scherer sagte in ihrem Grußwort, das „Nichtstun“, das „was nicht geht“ zu organisieren sei oft viel zeit- und arbeitsaufwendiger. Sie dankte allen, die den Kontakt mit den Partnerstädten aufrecht erhielten. Sie war dankbar, dass Beate Ebel und Gundula Blattner Bad Wurzach vertraten, sie selbst sei an diesem Termin wegen des Blutrittes in Bad Wurzach gebunden gewesen.

 

Peter Dewor leitete die anschliessenden Wahlen. An der Spitze des Luxeuil-Kommitees gab es einen Wechsel: Jochen Martiny tauschte mit seiner bisherigen Stellvertreterin Gundula Blattner die Position, Steffi Jehle tritt als Beisitzerin neu in den Vorstand ein.

Da die Partnerschaft mit Wallingford weiterhin ruht bleibt Gisela Schulze-Bonsel kommissarische Kommiteevorsitzende.

Einen neuen Stellvertreter bekam Norbert Fesseler mit Josef Utz an seine Seite. Erich Lacher, der Ehrenvorsitzende des Partnerschaftsvereines muss aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als stellvertretender Vorsitzender des Popielowkommitees abgeben.

Gisela Rothenhäusler bildet weiterhin mit Simone Menig die Spitze des Jerseykommitees. Als Beisitzerin stößt Christine König zum ansonsten unveränderten Vorstand.

Beim Gesamtvorstand – die Position der Vorsitzenden Ulrika Stützle stand nicht zur Wahl an – gab es eine Veränderung an der Spitze: Beate Ebel übernimmt von Jochen Martiny das Amt des Stellvertreters zusätzlich zu ihrer Funktion als Schriftführerin. Als Vertreterin der Schulen rückte Christine König in den Vorstand auf.

 

Zum Abschluss der Sitzung war es an der Zeit für Danksagungen und Geschenke. Gundula Blattner stimmte auf Jochen Martiny ein Loblied an: „Aus Arbeit ist Freundschaft geworden.“ Sie lobte seine ruhige Art, Vorstandssitzungen zu leiten, auch wenn einmal die Emotionen (vor allem die weiblichen) hochkochten. Martiny habe immer auch als Dolmetscher sehr gut gearbeitet. „Ich hoffe das bleibt auch weiterhin so.“

Martiny wiederum hielt eine Laudatio auf Beate Ebel, die im Kommitee ihren Posten als Schriftführerin an Ingrid Dewor weitergibt. „Namen, Statistiken – wenn man etwas von ihr brauchte – man bekam es prompt.“ Sie sei immer dabei gewesen, selbstlos und ohne Profilierungsversuche. „Kurz: Sie war und ist der Motor der Partnerschaft.“ Drei Bürgerreisen habe sie organisiert, die Chronik des Partnerschaftsvereines „1988-2008“ sowie die Festschrift zum 25jährigen Jubiläum erstellt.

Beate Ebel appelierte zum Abschluss der Sitzung an ihre Mitstreiter, als Verein eines der Friedensgebete zuübernehmen.

 

Bericht und Bild Uli Gresser

 

 

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