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Bad Wurzach - Die große Fichte, die in diesem zweiten Corona-Jahr als großer Christbaum in der Stadtmitte steht, stammt wie diejenige im Vorjahr von einem städtischen Grundstück: Sie wurde in etwa zur gleichen Zeit auf der Verkehrsinsel zwischen Bauhof und der Zimmerei Dangel angepflanzt wie der Vorjahreschristbaum schräg gegenüber beim alten Hallenbad.

Rund 15 Meter hoch, dreieinhalb Tonnen schwer mit einem Stammdurchmesser wird die knapp 50 Jahre alte Fichte nun in den nächsten sechs Wochen ein wenig Lichterglanz in die dunkle Jahreszeit bringen.

Was den diesjährigen Christbaum, zu dessen Fällung die Bauhofmitarbeiter – wie schon im Vorjahr zu Fuß gehen konnten, denn er stand nur einen Steinwurf entfernt vom städtischen Bauhof – so besonders machte, war sein ausladendes Geäst.

Als sich der Tross mit Polizei, Autokran samt Materialbegleitfahrzeug, sowie den Bauhoffahrzeugen rund den Unimog um 13.20 Uhr vom Hallenbad Richtung Innenstadt in Bewegung setzte, begann für den „Expeditionsleiter“ , den stellvertretenden Bauhofleiter Dirk Fietkau der nervenaufreibendste Teil der Aktion: Der Baum musste schließlich ohne diverse Laternen und Straßenschilder abzuräumen an seinen Bestimmungsort gebracht werden.

Seit Tagen wiesen zahlreiche Verbotsschilder daraufhin, dass in sämtlichen Parkbuchten am Transportweg absolutes Halteverbot herrschte und – o Wunder – wurde es auch in diesem Jahr tatsächlich eingehalten, wenn auch die städtische Vollzugsbeamtin mit sanften Hinweisen nachhelfen musste.

Die kitzligste Stelle des Weges, die Engstelle beim Postplatz wurde dank der im Wortsinne „Manpower“ des Bauhofes einigermaßen problemlos gemeistert. Für den Rest des Weges mussten die Männer in Orange nur noch die Halteverbotsschilder zur Seite räumen.

Auf dem Weg zum Zielpunkt der (vor)letzten Reise der Fichte wurden zahlreiche Smartphones gezückt und auch rund um den Marienbrunnen versammelte sich eine Menge Zuschauer, um das Aufrichten und die diffizile Ausrichtung festzuhalten.

Das eigentliche Aufstellen war dank der guten Vorarbeit bereits beim Fällen – der Stamm war bereits exakt auf den Durchmesser der 3 Meter hohen Metallröhre gestutzt, in die der Stamm aus Sicherheits- und Stabilitätsgründen gesteckt wurde rasch erledigt.

Mit fingerdicken Stahlseilen wird der Baum an den umliegenden Gebäuden so fixiert, dass ihm bis nach Dreikönig kein Wintersturm etwas anhaben kann. Mit der Feuerwehrdrehleiter werden die Stadtelektriker diesem wie den anderen vor der Stadtpfarrkirche, beim Postplatz und vor dem Schloss aufgestellten Bäume den weihnachtlichen Lichterglanz verleihen. Auch nach der erneuten Corona-bedingten Absage des Weihnachtsmarktes wird er in der Adventszeit

 

Text und Bilder Uli Gresser

 

 

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