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Hauerz - Landauf – Landab gibt es sie schon: Lange Reihen von bunt bemalten Steinen, auf denen zum Ausdruck kommt: „Auch in Zeiten von Corona denken wir an aneinander.“ Susanne Sauter hat gemeinsam mit ihren Töchtern Lea und Luise die Steinschlange auf dem Randstein beim Kindergarten initiiert.

Als Susanne Sauter aus Hauerz ihren Töchtern Lea und Luise Anfang April den Vorschlag für die Aktion unterbreitete, waren diese zunächst nicht sehr interessiert. Aber als absehbar war, dass die Zeit der Trennung von ihren Klassenkameradinnen länger dauern würde, sprang der Funke doch noch über. Sie suchten (und fanden) über einen Aushang viele Mitstreiter. Und so ziert nun eine lange bunte Steinschlange – bei der letzten Zählung der Mädchen waren es schon weit über 200 bemalte Steine – den Randstein gegenüber des Kindergartens und der Festhalle. „Tschüss Corona“ oder „Auf Nimmerwiedersehen“ ist da über das Virus und seine Auswirkungen zu lesen. Oder „Stay at home“, der Satz, der international zum Symbol für die Quarantäne wurde. Aber auch viele farbenfrohe, liebevoll gestaltete und „steingewordene“ Kunstwerke, Bilder von Pferden, Marienkäfern oder Regenbogen, sind an dem Wegesrand bei der Festhalle zu bewundern.

Ein Zettel weist Kinder und Spaziergänger auf die Aktion hin, die Steine bitte liegen zu lassen und auch selbst mit zu machen. Darum ging es Susanne Sauter: „Wir wollten ein Zeichen des Zusammenhaltes setzen.“ Für die Aktion haben die Sauters schon viele positive Rückmeldungen bekommen.

Mama Susanne war froh, dass ihre Mädchen damit eine sinnvolle Beschäftigung während der Pandemie-Zeit gefunden hatten. Immer wieder gingen sie zu der Schlange und zählten die Steine und freuten darüber, dass sie länger und länger wurde. Bleibt zu hoffen, dass die Aktion auch nach dem Ende der Einschränkungen ein wenig zum Nachdenken anregt und das „an jemanden Denken“ auch weiter anhält. Lea, Luise, ihre Freundin Miriam und Mutter Susanne werden wegen der Aktion später mit „Corona“ nicht nur negative Erfahrungen verbinden.

 

Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

 

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