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Bad Wurzach - Die Rohrbacher, besonders Rohrbach-Oberdorf sind ein spezieller Teil der Bad Wurzacher Ortschaften. Und weil sie großen Wert auf Traditionen legen wie etwa das Maibaumstellen, welches in diesem Jahr wegen der Coronabestimmungen nicht möglich war, haben sie stattdessen vor ein paar Tagen ein schönes Dorffest als Maibaumnachfest auf dem Gelände der Familie Gohm, die dafür ihr ehemaliges Gefrierhäusle zur Verfügung stellte, veranstaltet.

Mit einer Schiessbude für Kinder und den Handwerker Tafeln, die normalerweise den Maibaum zieren als Dekoration wurde es eine „richtig tolle Party“ an der alle im Dorf ihre Freude hatten.

Alle die von Der Idee des Festes hörten, waren sofort begeistert und bei der Organisation sehr engagiert. „Es war eine granatenmässige Party“ sagt Jürgen Kranz, einer der Organisatoren, zu der wir Freunde und gute Bekannte eingeladen haben. „Der große Renner waren dabei die original Thüringer Rostbratwürste aus Barchfeld.“ Darin waren sich dann alle einig: „Nächstes Jahr machen wir das wieder!“

Damit auch andere von dem Fest profitieren sollten, stellten die Organisatoren ein Spendenkässle auf, um für einen guten Zweck den einen oder anderen Euro zu sammeln.

Als es dann ans Zählen der gesammelten Spenden ging, wurde die Freude über das Fest zur doppelten Freude: sage und schreibe 2300 € kamen für den guten Zweck zusammen, die an den Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm e.V. gehen sollte.

 

Elvira Wäckerle, die Vorsitzende des Förderkreis, die um die Spende in Empfang zu nehmen, extra von Ulm nach Rohrbach gekommen war, freute sich sehr über die Spende. Sie kennt die Rohrbacher schon länger, weil auch ein Rohrbacher Kind bzw. dessen Eltern schon in den Genuss der Leistungen des Förderkreises gekommen waren.

„Seit 1984, als es im Ulmer Krankenhaus noch nicht einmal eine Kinderkrebsstation gab, hilft der Förderkreis vor allem betroffenen Eltern. Die Kinder sind gut versorgt, aber die Eltern?“ sagt Wäckerle. Inzwischen gebe es zwei Elternhäuser und 33 Apartments sowie ein eigener Geschwisterkindergarten, die mit den bis dato gesammelten Spenden errichtet werden konnten. Dort können die betroffenen Eltern ihre anderen Kinder für die Zeit des Besuches abliefern können.

Allein auf 150.000 € beziffert Wäckerle die Spendenverluste wegen Corona allein für 2020. „Und auch für dieses Jahr sieht die Bilanz noch nicht sehr gut aus.“ Aber zum Glück gebe es jetzt wieder Musikfeste bzw. Konzerte. Demnächst sei bei einem Konzert des Heeresmusikkorps 10 (aus Ulm) wieder so eine Spendenübergabe. „Es ist die einzige Kapelle, die den Marsch „Alte Kameraden“ richtig spielen kann,“ schwärmt Wäckerle über ihre Vorliebe für das Heeres-Musikkorps 10.

Und damit wir alle die Pandemie bald hinter uns lassen können, haben die Rohrbacher zum Gruppenfoto gleich noch zwei Schornsteinfegermeister eingeladen.

 

Berichtun und Bild Uli Gresser

 

 

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