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Bad Wurzach - Frischgebackene Müllerinnen und Müller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – jeweils die Besten Ihres Jahrgangs – traten zum „MühlenMasters 2021“ in der Stelzenmühle in Bad Wurzach an.

Sieger wurde Sebastian Ruß von der Stelzenmühle in Bad Wurzach. Der zweite Platz ging mit Carina Grittner von der Frießinger Mühle in Bad Wimpfen ebenfalls nach Baden-Württemberg. Drittplatzierter ist Jonathan Gutting aus der Saalemühle in Alsleben.

Ruß´ Sieg war bereits der zweite in Folge für die Müller aus Baden-Württemberg. Norbert Lins, Vorsitzender des Agrarausschuss im Europäischen Parlament gratuliert den Siegern des diesjährigen Wettbewerbs und betont: „Der Müllerberuf ist traditionsreich und modern und auch in Zukunft unentbehrlich. Ohne Müller gäbe es viele Lebensmittel, die wir kennen und schätzen, nicht. Das Know-how der Müller ist gefragt, wenn es um die Lösung aktueller und zukünftiger Herausforderungen der Agrar- und Ernährungswirtschaft geht.“

Auch der Landtagsabgeordnete des Wahlkreises, Raimund Haser, kam an diesem Tag zu einer Stippvisite in die Stelzenmühle. Ihm trug Inhaber Hermann Gütler die drückenden Sorgen über die Kostenexplosion bei der Energieversorgung der Mühlen vor.

Neun Müllerinnen und Müller aus Deutschland sowie je ein Müller aus der Schweiz und aus Österreich sind in in der Stelzenmühle in Bad Wurzach-Eggmannsried zum diesjährigen MühlenMasters angetreten, um den besten ihres Jahrgangs zu ermitteln. Die Teilnehmer mussten ihr Können an sechs unterschiedlichen Stationen beweisen. Besonders spannend war in diesem Jahr die Station an der Getreidereinigung.

Hier wurde ein Ausfall der Technik simuliert und die Prüflinge mussten händisch die Netzwassermenge berechnen. Auch im Bereich Futtermüllerei hatte die Stelzenmühle zusammen mit der Firma Bühler einiges auf die Beine gestellt. Bühler, Anlagenbauer für die Lebensmittelwirtschaft hat die modernste Hammermühle aus seinem Programm ausgeliehen. Hier mussten die Prüflinge zeigen, wie die Hämmer auszuwechseln sind. Auch im Labor, am Walzenstuhl und am Plansichter wurden zahlreiche müllerische Kenntnisse abgeprüft. Das MühlenMasters zeigt, wie vielfältig und abwechslungsreich der Beruf des Müllers ist.

Die Siegerehrung, für den Wettbewerb, die im Gesundheitsresort FeelMoor stattfand, übernahm der diesjährige Schirmherr MdEP Norbert Lins. Er gratulierte den Siegern herzlich und sagte: „Ihr alle seid Gewinner, denn ihr habt einen Beruf gewählt, der Zukunft hat.“ Überraschungsgast Michael Gutting, Sprecher des Vorstandes im Verband Deutscher Mühlen, schloss sich der Laudatio an. „Es freut mich, hier so viele engagierte junge Menschen zu sehen, die mit Leidenschaft den Beruf leben. Ihr tragt Verantwortung für die tägliche Ernährung von über 80 Millionen Menschen. Darauf könnt ihr stolz sein.“

Stolz war auch Bürgermeisterin Scherer, die bei der Siegerehrung und bei der „Kennenlernrunde“ am Vorabend des Wettbewerbes mit dabei war. Denn die Teilnehmer waren mit der Unterbringung und der Verpflegung in dem Hotel, das nach dem Umbau und – Lockdown bedingt – erst seit wenigen Monaten wieder geöffnet hatte, hochzufrieden. Selbiges gilt auch für die Familie Gütler, die für das Organisationskommitee „ihre gute Stube“ zu Verfügung stellte. Die Teilnehmer wie die Jury lobten die perfekte Organisation und besonders die familiäre Atmosphäre, in der das diesjährige MühlenMasters in Eggmannsried stattfand.

Dass Sebastian Ruß ein sehr kompetenter Vertreter seines Standes ist, zeigte er auch bereits am Nachmittag nach Ende des Wettkampfes, als die Jury die Sieger ermittelte und er MdEP Norbert Lins bei einer Führung durch die modernen Betriebsanlagen der Stelzenmühle Rede und Antwort stand.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

 

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