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Bad Wurzach - Mit 32 Musikerinnen und Musikern eröffnete die Stadtkapelle Bad Wurzach den Reigen der diesjährigen Kurkonzertreihe mit Bravour – und präsentierte sich unbeeindruckt von der langen Zwangspause bereits in musikalischer Hochform, was Dirigentin Petra Springer ihren Musikern am Ende des Auftritts bestätigte.

„Endlich – endlich – endlich finden wieder Konzerte statt, endlich sitzen wir hier und können unser erstes Kurkonzert für sie spielen,“ Petra Springer freute sich riesig und mit ihr die zahlreichen Zuhörer vor und hinter der Umzäunung. Denn nach wie vor musste die BWI gemeinsam mit der Stadtkapelle für einen abgetrennten Sitzplatzbereich sorgen, wo die drei G´s (geimpft, getestet und genesen) für den Zutritt geprüft werden mussten.

Natürlich ließ es sich Bürgermeisterin Alexandra Scherer nicht nehmen, die vielen Zuschauer rund um den Musikpavillon zu begrüßen: „Mir geht das Herz auf, zu sehen, dass mit der Musik auch das Leben wieder nach Bad Wurzach zurückkehrt.“ Sie bat die vielen Zaungäste auch, das gastronomische Angebot des Kurhauses und der anderen Gastronomiebetriebe wahrzunehmen.

Mit der Polka „Jubiläumsklänge“ des weit über die Region bekannten Bad Wurzacher Musikers und Komponisten Peter Schad eröffneten Petra Springer und ihre glänzend aufgelegten Musiker das Konzertprogramm und begeisterte vom ersten Ton an das Publikum. Ob Polkas wie „Ein halbes Jahrhundert“ oder von „Freund zu Freund“ im ersten Teil oder Märsche wie „Kaiserin Sissi“ oder „Der Deutschmeister Regimentsmarsch“ ließen den Funken gleich überspringen.

Aber nicht nur die Gesamtkapelle begeisterte, auch die verschiedenen Register hatten sich für ihren ersten Auftritt etwas besonderes überlegt: Das Horn-Ensemble begeisterte mit seinem Solostück „Fidele Grünröcke“ ebenso wie das Saxophon-Ensemble mit dem großen Youtube-Hit „Wellerman“. Da wollte das Schlagzeugregister nicht nachstehen und schickte mit Felicitas Vincon und ihrer „Zirkus Renz“-Interpretation ebenfalls eine ganz besondere Solistin an den Start. Diese durfte natürlich nicht ohne Zugabe abtreten.

„Oine gohd no“ schallte es dann auch nach dem epischen Konzertmarsch „Abel Tasman“, mit dem Dirigentin Petra Springer eigentlich dieses geschichtsträchtige Konzert beenden wollte, aus vielen Kehlen gen Musikpavillon. „Ihr habt mich heute schwer beeindruckt. 9 Monate ohne Gesamtprobe, keine Auftritte und trotzdem fit bleiben war sicher für Euch oft sehr mühsam. Und eine Dirigentin die keine Ruhe gibt und immer fordert und fordert, “ sprach sie ihren Musikern ein ganz großes Lob aus.

Die Musiker ließen mit der „Böhmischen Liebe“ und „Wir Musikanten“ dafür noch zwei Zugaben folgen. Das Konzert machte richtig Appetit auf mehr, am 27.06. folgt nach diesem gelungenen Auftakt mit der Musikkapelle Eintürnen das nächste Kurkonzert.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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