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Seibranz - Bei der Ortschaftsratsitzung in Seibranz erläuterte Bürgermeisterin Alexandra Scherer u.a. dem Rat, wie es mit der Dorfentwicklung weitergehen soll.

+++ Seibranz hatte bei Unwettern Glück +++Bürgermeisterin Scherer berichtet über Haushalt(seinsparungen), Großprojekte und Dorfentwicklungskonzept +++
Wasserspielplatz nimmt Formen an +++ Ortschaftsrat stimmt Bauvorhaben vorbehaltlich der baurechtlichen Prüfung zu+++

TOP 1: Bericht der Ortsvorsteherin

Ortsvorsteherin Petra Greiner begann ihren Bericht mit den aktuellsten Ereignissen, den Unwetterfolgen der letzten Tage. Dabei zeigte sie sich dankbar, dass in Seibranz dieses Mal nichts schlimmeres passiert war, im Gegensatz zu den umliegenden Ortschaften. Die Seibranzer Feuerwehr sei zwar auf Abruf bereitgestanden, musste jedoch nicht ausrücken.

Greiner wies daraufhin, dass die Rabatten und die durch die schwere Belastung bröckelnden Stützmauern bei den Sickermulden im Oberdorf aufgrund der privaten Bebauung nicht vom Bauhof repariert werden.

Die Schmierereien, die vor 1 1/2 Jahren in der Hütte am Freizeitplatz festgestellt wurden und vom Bauhof beseitigt worden waren, konnten ihren Urhebern zugeordnet werden. Die Polizei habe die Personen vorgeladen.

Danach sei die Hütte von den Kümmerern gründlich gereinigt worden, wobei manch unappetitliches zutage gefördert worden sei, und man habe die Sitzmöbel, die im ganzen Ort verstreut gefunden wurden, wieder an Ort und Stelle gebracht.

Ortsvorsteherin wies darauf hin, dass ab sofort unter entsprechenden Auflagen wieder Musikproben stattfinden können.

TOP 2: Fragen der Bürger

Es wurden keine Fragen gestellt

TOP 3: Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung
Es gab keine Einwände, damit gilt das Protokoll als genehmigt.

TOP 4: Bericht der Bürgermeisterin und Fragen der Ortschaftsräte hierzu
Auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer begann ihren Bericht mit den Schäden, die die Unwetter der letzten Tage angerichtet hatten. „Container, Autos, sogar ein Krankenwagen wurden von den Wassermassen weggeschwemmt.“ Personenschäden habe es gottseidank keine gegeben, wenn auch eine Frau in Hauerz bei dem Erdrutsch sehr viel Glück gehabt habe.
In Eggmannsried habe allein das Wasser, das auf der Straße zusammenlief zur Katastrophe geführt und die Keller überflutet, nachdem alle Rechen zu gewesen seien. Für sie ist die Häufigkeit dieser Starkregenunwetter ein Zeichen dafür, dass sich etwas verändert habe. Es sei frustrierend, wenn man hier mit viel Aufwand ein Regenrückhaltebecken baue und im nächsten Jahr kommt es 100 m weiter zum GAU. Was die Verwaltung in den letzten Monaten massiv beschäftigt habe, sei die Auswertung der Corona-Kontaktverfolgung, nachdem der Landkreis diese auf die Schultern der Kommunen gelegt habe. „Es war in der Hoch-Zeit eine Wahnsinnsarbeit für die Verwaltung.“ Der Aufwand sei so hoch gewesen, dass sie von jedem Fachbereich Personen abziehen musste, wodurch dann die Leistungsfähigkeit gelitten habe. Sie erklärte auch den Begriff des diffusen Infektionsgeschehens, das Leutkirch und Bad Wurzach kreisweit zu Spitzenreitern mache: Es gebe in jeder Alters- und Berufsgruppe Infizierte, es sei alles dabei. „Wir können noch nicht Entwarnung geben.“

Zum Thema Haushaltsplan sagte sie, für dieses Jahr werde es mit einem Minus von 3,2 Mio. ein negatives Ergebnis geben. Zur Konsolidierung habe man auf Wunsch des Gemeinderates eine Haushaltsstrukturkommission gebildet, um strukturelle Änderungen einzuleiten. Nach drei Tagungen mit zähem Ringen habe man so Einsparungen von 1,1 Mio. erzielen können. „Ein negatives Ergebnis können wir einmal verkraften, aber wir können nicht auf Dauer über unsere Verhältnisse leben.“ Ein Spardruck sei aber auch nicht immer mit einer Verbesserung gleich zu setzen. „Wir wollen uns nicht kaputtsparen, sondern in einer sinnvollen Weise sparen.“

Bei dem Seibranzer Thema, „Dorfentwicklungskonzept in Seibranz“ riet sie dem Ortschaftsrat und den anwesenden Vertretern im Gemeinderat vor allem mit Blick auf die Förderantragstellung lieber noch ein Jahr zu warten, um ein ausgereiftes Konzept einreichen zu können. Was sie auf keinen Fall wolle, dass alle Jahre wieder und das 10 Jahre lang ein ELR-Förderantrag gestellt werde. Ihr Credo lautet in Diesem Fall: „Mehr Zeit ergibt ein besseres Ergebnis.“ Man dürfe sich bei dem Konzept nicht unter Druck setzen lassen. Renate Bitterwolf fragte, ob für die Antragstellung ein Architektenplan erforderlich sei. „Es brauchen keine Bauantragsunterlagen sein, aber man muss wissen, was wohin kommen soll.“ Denn die Höhe des Zuschusses werde fest sein.

Das Großprojekt Hallenbad sei „für alle Beteiligten anstrengend“, denn Ende Mai hätte die Übergabe sein sollen, am 29. Mai habe sie vom Architekten eine Mail erhalten, dass daraus nichts werde.

Für den Turm im Ried warb das Stadtoberhaupt auch im Ortschaftsrat Seibranz. Dieser stelle einen echten Mehrwert dar, weil er mitten im Ried stehen wird. Viele -vor allem ältere Bad wurzacher ärgerten sich darüber, dass das Ried nicht mehr betreten werden kann. Aber der Naturschutz stehe dem Projekt offen gegenüber.

Dennoch müsse der Bau mehr Auflagen erfüllen als ein Baugebiet. Die Finanzierung stehe allerdings, ohne zu Lasten des städtischen Haushaltes zugehen: Einem hohen Landeszuschuss stehen zweckgebundene Verkaufserlöse von Grundstücken zur Seite, mit denen die Stadt ihren Eigenanteil finanzieren werde. Auf die Frage von Roland Eisenbarth, welches denn Der größte Einsparungsbrocken der Strukturkommission sei, sagte Scherer zunächst„Kleinvieh macht auch Mist!“ soll heißen: „Es wird viele kleine Einsparungen geben, aber vor allem die EDV wird geprüft werden, egal ob bei den Schulen oder den Ortsverwaltungen. Bei diesen strukturellen Überlegungen soll z.B. geklärt werden, was wo am sinnvollsten erledigt werde. Auch Feuerwehrbeschaffungen werden geschoben werden.“ Bernd Hierlemann fragt, ob es bei der Stadt Überlegungen gebe, wie man sich vor der nächsten Corona-Welle schützen wolle. Man werde etwas bei den Lüftungen in den Schulen machen, in den Kindergärten durch regelmässige Testungen das Risiko minimiert.

Wolfgang Sauter fragte an, ob der Winterdienst nicht von Split auf Salz umgestellt werden können. Split in der ersten Maht des Jahres schade den Tieren und sei für die Landwirte eine wirtschaftliche Katastrophe. Scherer versprach mit dem Bauhofleiter zu sprechen. Sie selbst würde es auch gerne ändern, weil damit auch die zusätzlichen Kosten für den Kehrmaschineneinsatz wegfallen würde. Dazu müssten die Gerätschaften des Bauhofes umgestellt werden. ein Weiteres Problem war bisher auch, dass die Stadt kein eigenes Salzlager habe.

TOP 5: Vorstellung 1. Skizze Wasserspielplatz am Weiher durch Lothar Thiedmann

Lothar Thiedmann war im April mit seiner Idee von eines Wasserspielplatzes auf den Ortschaftsrat zugekommen. Er wird das Projekt, das auf städtischem Grund realisiert werden soll, auch finanzieren. Nachdem er vom OR grünes Licht bekommen hatte, hat er von einem Architekten eine Skizze nach seinen Vorgaben anfertigen lassen, die er dem OR nun präserntierte. „Da sich die Firma, die solche Spielgeräte und -Plätze herstellt, bisher nicht gerührt hat, bin ich überzeugt, dass wir das mit einigen guten Handwerkern und Fachleuten auch selbst hinkriegen,“ sagte Thiedmann in der Sitzung. Für die Wasserzuführung schlug er vor, den Ulrichsbrunnen anzuzapfen, und eine Schlauchleitung zu verlegen. Reinhold Butscher schlug vor, für die Manpower einen Aufruf im im Gemeindeblatt zu bringen. Wenn das erforderliche Personal gefunden sei, sei ein Treffen vor Ort sinnvoll, damit jeder seine Ideen einbringen könne, spann Lothar Thiedmann den Faden fort. „Es soll ja was gescheites werden.“

TOP 6: Sanierungsliste Gebäudemanagement
Die Ortschaftsräte wünschen sich Lasurfarbe für den Anstrich der Freizeithütte sowie einen (gebrauchten) Rasenmäher, so dass die Kümmerer nicht mehr ihre eigenen Gerätschaften mitbringen müssen. Weitere Punkte waren die Sanierung der Kapelle in Wengenreute sowie die Friedhofsbepflanzung. Ebenfalls auf die Liste gesetzt wurde ein Riss im Gemäuer der Starkenhofener Kapelle. Hierzu herrsche Einstimmigkeit im Ortschaftsrat.

TOP 7: Hausnummernvergabe Flst.171
Nach der Umnutzung eines Ökonomiegebäudes in ein Wohnhaus wurde die Nummernvergabe erforderlich. Der Rat stimmte dem Vorschlag der Ortsvorsteherin auf Hausnummer 4/2 einstimmig zu.

TOP 8: Erweiterung einer Heu- und Strohballenlagerhalle auf Flst. 212/1

Der Rat stimmte vorbehaltlich der baurechtlichen Prüfung und Zustimmung dem Vorhaben zu.

Der Rat stimmte vorbehaltlich der baurechtlichen Prüfung und Zustimmung dem Vorhaben zu.

TOP 9: Verschiedenes

Torsten Menig meinte, am Einmündungsbereich der Talacker Straße sei die Verkehrssituation wegen des hohen Grases unübersichtlich und mahnte hier einen Mäheinsatz des Bauhofes an.

 

Tops der Sitzung

 

Bericht und Bild Ulrich Gresser

 

 

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