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Bad Wurzach - An der deutschlandweiten Aktion waren auch Eltern und Kinder in Bad Wurzach beteiligt, die am 1. April um 8.00 Uhr im Rahmen der von corona-blog.net propagierten Aktion Kinderschuhe, Spielsachen wie Puppen und Stofftiere sowie Protestplakate beim Stadtbrunnen in Sichtweite des Rathauses deponierten.

 

„Wir tragen am 01. April Schuhe vor unsere Rathäuser.
Kerzen, Blumen, Bilder, Kuscheltiere, Briefe – was immer wir verbinden mit der Forderung nach Wiederherstellung von Freiheit, legen wir zu den Schühchen,“ heißt es in der Ankündigung des Corona-blog.net Teams. Ziel der Aktion:

 

„Wir werden im Laufe des 01. Aprils unseren Lokalpolitikern zeigen, wem und wie vielen die Zukunft gestohlen wird durch einen nicht mehr vermittelbaren Maßnahmen-Irrsinn, der unsere Kinder quält und die Realität aller anderen dauerhaft zerstört. Stoppt die Maskenpflicht an Schulen, Stoppt den Lockdown,
Stoppt die Isolation!“ Eine direkte Ansprechperson oder einen Verantwortlichen in einem Impressum sucht man auf der Seite, auf der diese Aktionen angestoßen werden, vergeblich.

„Kinder brauchen Nähe, keine Distanz.“ Oder: „Kinder brauchen Mimik, keine Masken“ ist auf den Transparenten zu lesen. „Bildung statt Blockade, Vereine statt Verbote, Turnen statt Tablet,“ auf einem anderen.

 

Zurück zum Stadtbrunnen. Eine zufällig ebenfalls die abgelegten Gegenstände betrachtende und die Meinungsäußerungen lesende Lehrerin einer weiterführenden Bad Wurzacher Schule widerspricht den bei der Aktion geäußerten Thesen: „Die Kinder freuen sich auch mit Maske darüber, wieder in die Schule gehen zu können und sich dort zu treffen. Die spüren die Maske gar nicht mehr.“ Ganz im Gegenteil, sie lobt die Kinder für ihr rücksichtsvolles und verständnisvolles Verhalten.

Eine Anfrage bei der Stadtverwaltung, ob diese Aktion angemeldet und genehmigt war, beantwortet der Pressesprecher Martin Tapper im Auftrag von Bürgermeisterin Alexandra Scherer so: „Das ist einfach eine private Protestäußerung in Sachen gegen die Maskenpflicht und für die Belange von Kindern in der Corona-Pandemie. An sich ist gegen die Aktion auch nichts einzuwenden, diese war allerdings nicht angemeldet und entsprechend auch nicht „genehmigt“. Laut Frau Scherer werden wir die Plakate und Gegenstände nun den Tag über noch so belassen. Gegen Abend werden wir sie wegen der anstehenden Feiertage aber vom Bauhof entfernen lassen , es sei denn, dass bis dahin wieder alles weggeräumt wurde.“ Was die Organisatoren auf ihrem Infotext auch versprachen.

 

Bericht und Bilder Uli Gresser

 

 

 

 

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