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Bad Wurzach (Offener brief) - Sehr geehrter Herr Haser, alle guten Wünsche zur Fortsetzung Ihres Mandats zum Wohl unseres Landes und für eine glückliche Hand bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen mit den Grünen. Was die Koalitionsverhandlungen zum Thema Zubau von Wind- und Solaranlagen in Baden-Württemberg angeht, da wird von Ihnen jetzt sehr viel verlangt:

 

• Wie im verlinkten Leserbrief ausgeführt, nützen unsere Investitionen in Wind und Solar im Alleingang überhaupt nicht dem Klima. Nach dem mittelalterlichen "Allmende-Prinzip" erfreuen sich vielmehr andere Staaten am Preiseffekt, sofern wir uns aus den fossilen Energien komplett zurückziehen. Schwer denkbar ist es auch, dass die Energie-fördernden Länder uns zuliebe auf Ihre dringend benötigte Einnahmequelle freiwillig verzichten und ihre Schätze im Boden lassen. Auf jeden Fall bedeutet der Alleingang für D einen schleichenden Weg in De-Industrialisierung und Armut, weil wir uns im globalen Wettbewerb über Technologieverzicht und zu hohe Energiekosten aus dem Markt schießen.

• Falls die Mehrheit der Staaten unserem Weg der Energiewende folgt, dann werden sich logischerweise einige Staaten mit den besten klimatischen Rahmenbedingungen als die künftigen Erzeuger regenerativer Energien im globalen Wettbewerb durchsetzen. Die restlichen Bestände an Öl, Kohle und Gas blieben dann dem Klima zu liebe tatsächlich im Boden. Allerdings würden dann unsere Wind- und Sonnenanlagen konkursreif still stehen, denn im globalen Wettbewerb wären wir mit unseren klimatischen Gegebenheiten ein viel zu teurer Energieproduzent. Wir hätten dann mehrere hundert Milliarden € über die EEG-Subventionen in den Sand gesetzt.

Zu beiden Lösungswegen müsste jedoch zuerst das Speicherproblem und Transportproblem der neuen Energie gelöst werden, welches für Deutschland nicht lösbar ist und auch den globalen Ausstieg aus den fossilen Energien enorm verteuert. Rechnerisch müsste für in D produzierte Energie als Energiespeicher ein zweiter Bodensee zur Verfügung stehen, dessen Oberbecken einige hundert Meter höher liegt, eine Utopie.

 

Um das grüne Heilsversprechen der Energiewende (dem sich leider die CDU und andere Parteien aus wahltaktischen Überlegungen gebeugt haben) zu entlarven, möchte ich Ihnen die Unmöglichkeit des proklamierten Zieles einer rein regenerativen deutschen Energieversorgung mit zwei kurzen Rechnungen in den angehängten Folien verdeutlichen.

• Würde man die gesamte landwirtschaftlich nutzbare Fläche in D für Raps nutzen, dann würde der damit produzierte Bio-Diesel nicht ausreichen, um nur unseren Diesel-Bedarf (ohne Benzin) zu decken. Lebensmittel und Futtermittel müssten dann in der Dritten Welt für uns auf frisch gerodeten Flächen produziert werden, was schon jetzt schleichend mit jeder Belegung von landwirtschaftlichen Böden mit Solarfeldern geschieht.

• Würde man unseren gesamten Strom mit Windrädern erzeugen, dann steht in weniger als 1000 m Abstand flächendeckend ein 250 m hohes Windrad. Für Mensch, Tier und Umwelt bleibt da kein Platz mehr.

Fazit: Das politische Ziel einer Energieerzeugung basierend allein auf Wind und Solar in Deutschland ist ein nicht einlösbares Heilsversprechen. Sie stehen vor schwierigen Entscheidungen, folgen Sie der politischen Raison eine Bündnisfähigkeit mit den Grünen zustande zu bringen?

Oder folgen Sie rein rationalen Überlegungen, diesen Weg eines "Ausstiegs ins Nichts" unseres Landes zunächst abzubremsen und dann mitzuwirken, unseren Weg in eine neue verantwortungsgerechte Richtung zu lenken. Eine Richtung welche nicht die Erwerbsgrundlagen von 80 Mio. Menschen zerstört, welche auf industrieller Kompetenz im weltweiten Wettbewerb beruhen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Hübner

 

Landnutzung regenerativ (PDF)

https://www.diebildschirmzeitung.de/diebildschirmzeitung/bad-wurzach/bad-wurzach-le/4136-leserbrief-auf-dem-weg-zur-selbstzerstoerung

 

 

 

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