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Bad Wurzach-Baierz - Die beiden Brüder Andreas und Christian Gregg aus Bad Wurzach-Baierz haben zu Jahresbeginn das Unternehmen Southwind Vans als GmbH gegründet. Der Verkauf der umgebauten Wohnmobile findet in Füssen-Weißensee statt, die Produktion ist in Baierz bei Hauerz.

In der Halle in Baierz rüsten die Southwind Van Eigner mit viel Handarbeit ausschließlich Ford-Transit Custom Kastenwagen zu Wohnmobilen um, die aber auch nach dem Umbau mittels eines ausgeklügelten Schienensystems und vielen anderen „Alleinstellungsmerkmalen“ weiterhin alltagstauglich bleiben.

Andreas Gregg hat in Kempten BWL studiert, war danach einige Jahre Leiter der Finanzen des Roten Kreuzes im Bezirk Ostallgäu und lebt gemeinsam mit seiner Frau Sandra – die gebürtige Leutkircherin ist in der jungen Firma fürs Marketing zuständig – in Nesselwang. Dort traf der begeisterte Camper vor zwei Jahren Joachim Eislöffel, der seit 35 Jahren Erfahrung beim Umbau von Wohnmobilen hat. Nachdem beim alten Camper von Gregg im Urlaub einige Sachen kaputt gegangen waren, brachte er ihn zu Eislöffel zur Reparatur. Dabei stellten die beiden fest, dass der Bus damals 10 Jahre zuvor von Eislöffel ausgebaut worden war. Und weil Gregg gerade dabei war, unter seine Zeit beim Roten Kreuz einen Schlussstrich zu ziehen und Eislöffel jemanden „fürs Büro“ suchte, kam eins zum anderen. Schnell wurde die Idee für eine Firma geboren. Während Eislöffel seine langjährige Erfahrung einbrachte, Andreas Gregg Struktur und Konzept der Firma gestaltete, brauchte Southwind noch einen Produktionsleiter. Und so fragte Gregg kurzerhand seinen Bruder Christian.

Christian Gregg ist der (handwerkliche) Macher hinter dem Projekt. Nach Ausbildung und Meisterprüfung zum Industriemechanikermeister bei Sycotec (ehemals KaVo) in Leutkirch, ist er federführend für die technische Seite der Umrüstung des Fahrzeuges. Wichtigste Veränderungen betreffen das Dach, die Fenster und den Innenausbau, mit dem in Nullkommanichts aus einem komfortablen Bus eine heimelige „Wohnstatt“ wird. Mit zur Wohlfühlatmosphäre trägt die Wohnküche bei, die die Southwind-Macher bei einem Schreiner aus Hopferau nach den Kundenvorgaben anfertigen lassen.

Derzeit geben die beiden Greggs und ihr Partner als Produktionsziel an, dass zwei Wohnmobile monatlich die Halle in Baierz verlassen sollen, um mit ihren neuen Besitzern auf große Fahrt zu gehen. Auf der f.re.e-Messe, Bayerns größte Reise- und Freizeitmesse, die vom 19. - 23. Februar in München stattfand, stellten sie ihren Van vor und hatten auch schnell ihre ersten Aufträge in der Tasche. Das Konzept überzeugte die Messe- und Fachbesucher: Für einen deutlich niedrigeren Preis als etwa bei einem VW-Bully erhalten die Kunden viel Individualität sowie höchste Qualität. „Da legt mein Bruder die Latte als Industriemeister ziemlich hoch, “ erklärt Andreas Gregg lachend. Natürlich kaufen die Southwind-Macher viele Komponenten zu. Das Schienensystem, mit dem der Raum im Van so individuell wie flexibel gestaltet werden kann, liefert ein Hersteller aus Augsburg.

Ihr Ruf hat sich trotz Corona-Krise schon herumgesprochen und so war es auch kein Wunder, dass sich auch der Lokalfernsehsender Regio-TV für das junge Unternehmen interessierte. Bei einer Talkrunde im Camper erläuterte Andreas Gregg die Firmenphilosophie und wie es zur Gründung des StartUp- Unternehmens gekommen war. Wer Interesse hat: die Southwind GmbH hat eine eigene Homepage. Unter south-wind.de kann sich Jeder – frei nach dem Motto der Firma „Don´t call it a Dream – Fullfill Dream“ – seinen eigenen Traum zusammenstellen.

 

Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

 

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