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Leutkirch/Bad Wurzach – Susanne Pfeffer freute sich sehr über den Besuch von Fuat und Faruk Karaismailoglu, denn sie hatten 500 nicht-medizinische Atemschutzmasken für den Tafelladen Bad Wurzach, Isny, Wangen und Leutkirch dabei.

„Am Montag haben wir 2000 solcher Masken erhalten“, berichtete Fuat Karaismailoglu, Vorsitzender des Türkischen Kultur- und Bildungszentrums Bad Wurzach. „Und davon erhält der Tafelladen 500 Stück, damit sich die Ehrenamtlichen und Menschen in Not vor dem Coronavirus schützen können“, ergänzte Faruk Karaismailoglu, der im Verein für die Jugendarbeit zuständig ist.

Der Tafelladen Bad Wurzach gehört zu den Tafeln im Altkreis Wangen. Dieser vertritt die Meinung, dass es in Deutschland Lebensmittel im Überfluss gibt. Dennoch können sich viele Menschen diese einfach nicht leisten. Deshalb sammeln Ehrenamtliche überschüssige, aber einwandfreie Lebensmittel bei Erzeugern und Herstellern ein und geben diese an Bedürftige weiter. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Caritas und dem Deutschen Roten Kreuz.

 

Susanne Pfeffer bestätigte, dass großer Bedarf an Masken bestehe, denn aktuell gebe es bei den Tafeln noch keine. Sie meinte, dass es Not schon immer gegeben habe. Es sei schön, dort helfen zu können, wo Menschen aktuell in einer Notsituation sind. Faruk Karaismailoglu bot an, dass er sich um weitere Masken kümmern wolle, falls noch welche benötigt werden. Er und Fuat Karaismailoglu waren berührt von der Arbeit der Tafeln und auch glücklich, dass sie ein wenig helfen und Not lindern konnten.

Im Gespräch mit Susanne Pfeffer über Solidarität und gegenseitige Unterstützung waren die Beiden überrascht, dass auch die Tafeln kritisiert werden. „Das ist mir unverständlich“, meinte Fuat Karaismailoglu nachdenklich. Er erzählte davon, dass sich die Bad Wurzacher Muslime einen Gebetsruf im Ramadan gewünscht haben. Susanne Pfeffer war im März von einem schönen Türkei-Urlaub zurückgekommen und hatte dort solche Gebetsrufe gehört. Zuhause in Deutschland hörte sie die Kirchenglocken und meinte, dass sie die Gebetsrufe nicht als störend empfunden habe: „Man ist es hier halt nur nicht gewohnt.“

Nach dem Besuch bei den Tafeln waren sich Fuat und Faruk Karaismailoglu einig, dass es richtig war, gerade hier zu helfen. Denn die Stärke einer Gesellschaft zeigt sich darin, wie sie mit ihren Schwachen und Hilfsbedürftigen umgeht.

 

Pressemitteilung des Türkischen Kultur- und Bildungszentrums e.V. Bad Wurzach

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