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Bad Wurzach – Schulen geschlossen, Betriebe in Kurzarbeit, Arztpraxen nur mangelhaft mit Schutzausrüstungen versorgt: An vielen Ecken und Enden hat es im Lauf der Coronakrise gehapert. Die Verallia Deutschland AG sprang spontan ein, wo es ihr möglich war.

Der bundesweit tätige Behälterglashersteller unterstützte Tafelläden mit tonnenweise Nudeln; er gab Schutzkleidung, die sonst für Besuchergruppen eingesetzt wird, an Krankenhäuser weiter; Kinderheime und Schulen bekamen Laptops und Tablets gespendet, um die Aufgabe des digitalen Lernens bewältigen zu können.

Die Verallia Deutschland AG ist als Zulieferer für die Getränke- und Lebensmittelindustrie mit verantwortlich für die reibungslose Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln. An Arbeit hat es dem Unternehmen also in den vergangenen Monaten nicht gefehlt. Im Gegenteil: Durch außergewöhnlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen musste der laufende Betrieb sichergestellt werden. Dennoch nahmen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Zeit, mit guten Ideen und praktischen Hilfen Betroffene, die Hilfe in der Corona-Krise benötigen, zu unterstützen.

Das Top-Mangement des Verallia Konzerns – der Muttergesellschaft der Verallia Deutschland AG – hatte gleich zu Beginn der Krise für sich beschlossen, auf einen Teil seines Jahresgehalts zu verzichten. Diese Gelder werden nun Zug um Zug für soziale Zwecke in Form von Sachspenden verwendet. „Mit diesem Beitrag möchten wir diejenigen in unseren Gemeinden unterstützen, die es in der Krise besonders hart getroffen hat“, erklärte der Vorstandsvorsitzende von Verallia Deutschland, Hugues Denissel, dazu. An allen vier deutschen Standorten von Verallia in Bad Wurzach, Essen, Wirges im Westerwald und Neuburg an der Donau wurden Sachspenden organisiert. Sie wurden dabei unterstützt von Mitgliedern der Betriebsräte sowie der Verallia-Werkfeuerwehren, die bei der Verteilung behilflich waren.

Als Beispiele seien genannt:

• In Bad Wurzach und Neuburg erhielten die örtlichen Tafeln eine Tonne Nudeln sowie Kekse und Schokoriegel. Ein Secondhand-Laden, der ehrenamtlich arbeitet und über wachsende Nachfrage berichtete, wurde mit Sachspenden unterstützt.

• Schulen in Bad Wurzach wurden mit Desinfektionsspendern und -mittel ausgestattet und erhielten insgesamt Laptops und IT-Ausstattung in Höhe von rund 25.000 Euro, um dadurch mehr Schülerinnen und Schülern das digitale Lernen ermöglichen.

• Darüberhinaus erhielt das Kinder- und Jugendzentrum St. Josef in Schrobenhausen bei Neuburg je sieben neue Laptops und WLAN-Router im Wert von insgesamt ca. 5.000 Euro, um auch hier die Lernsituation zu erleichtern.

• In Essen ging ein Teil der Hilfe an das Brückenteam der Uni-Klinik Essen, das mit den von Verallia gespendeten Geräten nun Blutuntersuchungen bei schwerkranken Kindern und Jugendlichen vor Ort zu Hause machen kann und sie somit hierfür nicht regelmäßig in die Klinik kommen müssen. Zusätzlich gingen Spenden an das Friedensdorf International, das sich um Kinder aus Krisengebieten kümmert, die in Deutschland medizinische Betreuung brauchen. Hierfür wurde dringend benötigte Kleidung und jede Menge Waschmittel beschafft.

• In Wirges im Westerwald erhielt die dortige Theodor-Heuss-Realschule 20 neue Laptops im Wert von 9.000 Euro, um besser für den digitalen Unterricht gerüstet zu sein. Altersheime und Arztpraxen in der Umgegend bekamen vorrätige FFP2-Masken, damit sie ihre Arbeit aufrecht erhalten konnten. Einweg-Schutzmäntel, die für eine interne Veranstaltung vorgesehen waren, die nun auf nächstes Jahr verschoben wurde, konnten einem Krankenhaus in Paris gespendet werden, das keine Schutzausrüstung mehr hatte.

• Mitarbeiterinnen an mehreren Standorten nähten darüber hinaus in ihrer Freizeit Nase-Mund-Schutz nicht nur für die eigene Belegschaft, sondern auch für eine Kinderarzt-Praxis und weitere Einrichtungen.

Die Maßnahmen werden als Teil der sozialen Verantwortung gesehen, die das Unternehmen für die Standorte mitübernimmt, in denen es tätig ist. Die Verallia Deutschland AG entspricht damit den selbstgesetzten Zielen, durch Spenden und gesellschaftliches Engagement die Entwicklung dieser Kommunen zu fördern. Ähnliche Maßnahmen wurden auch an den drei osteuropäischen Standorten in der Ukraine und Russland organisiert.

 

Pressemitteilung der Verallia Deutschland AG

 

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Von links: Kim Jacob (Projektkoordinatorin Brückenteam), Joachim Böttiger (Personalvorstand und Arbeitsdirektor Verallia Deutschland AG), Prof. Dr. Dirk Reinhardt (Direktor Klinik für Kinderheilkunde III, Universitätsklinikum Essen), Dieter Müller (Arbeitnehmervertreter Mitglied im Verwaltungsrat Verallia S.A.), Hugues Denissel (Vorstandsvorsitzender Verallia Deutschland AG)

 

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Der Schulleiter der Theodor-Heuss-Realschule plus Wirges in Wirges, Kai Liebe (links), bei der Entgegennahme der Laptops für den Schulbetrieb. Daneben v.l.n.r.: Nico Zollmann IT-Fachmann seitens der Verbandsgemeinde Wirges und für Verallia Deutschland Ausbilder Stefan Schwickert und Werkleiter Michael Breuer sowie der Betriebsratsvorsitzende Franz Helmut Glöckner.

 

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Peter Schönherr (li.), der Einrichtungsleiter des Kinder- und Jugendhilfezentrums St. Josef in Schrobenhausen nimmt vom neuen Werkleiter des Standorts Neuburg, Volker Pukrop, symbolisch und in korrekter Corona-Manier je 7 neue Laptops und WLAN-Router entgegen. Im Hintergrund Erwin Scherf (Mitte), Personalleiter und Betriebsratsvorsitzender Bernhard Dausend (re.), die diese Spende unterstützen.

 

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Mitglieder der Wäschekammer am Standort Essen nähen Mund-Nasen-Schutzmasken. Die wurden nicht nur für den Eigenbedarf im Betrieb gebraucht, sondern auch an Einrichtungen verteilt, die vor allem in der Anfangsphase nicht über genügend Schutzausrüstung verfügten.

 

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