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Bad Wurzach/Bad Waldsee - Es wäre nun die Zeit, in der bei den Musikkapellen die Spannung steigt; die Jahreskonzerte stünden bevor, Konzerte, in denen die Musikanten mit konzertanter Blasmusik ihr Können präsentieren und alljährlich das Publikum aufs Neue begeistern.

In diesem Jahr ist nun alles anders, wie Klaus Wachter, stellvertretender Vorsitzender des Blasmusikkreisverbandes Ravensburg und selbst engagierter Dirigent der Musikkapelle Haidgau, feststellte. „Alternative Lösungen sind in diesem Jahr besonders gefragt.“, berichtete er über die derzeitigen Planungen der umliegenden Kapellen. Er selbst plane eine Art „Musikkino“, in dem Filmaufnahmen einem kleineren Publikum präsentiert werden sollen. Ähnliches haben sich die Musikkapellen Dietmanns und Eintürnen vorgenommen. Dort erwägt man Livestreams, die am heimischen Tablet verfolgt werden können.

Der Blick richtet sich ebenfalls auf die beiden Stadtkapellen von Bad Waldsee und Bad Wurzach. Während in Bad Wurzach ein Kirchenkonzert in kleinerer Besetzung gespielt werden soll, plant Bad Waldsee keinerlei Veranstaltung. Die Dirigenten von Eggmannsried und Arnach nehmen mit weiteren Musikern aus Allgäu-Oberschwaben eine CD auf, um ihren Hörern den entsprechenden Musikgenuss anbieten zu können.

Laut Klaus Wachter macht sich, trotz aller Planung, Resignation und ein stückweit auch Frust bemerkbar, denn, seit März herrsche vielerorts schlichtweg Stillstand, bzw. werde gerade, wie in Reute, mit der Probenarbeit erst langsam wieder begonnen. Die Jugendarbeit leidet unter der ganzen Situation und die wirtschaftlichen Komponenten sind verheerend. Sein großer Dank gilt der Stadtverwaltung und den Ortsverwaltungen rund um Bad Wurzach, die sehr pro Musik agieren und stets kompromissbereit die Musikkapellen unterstützen.

„Ein Jahr ohne Einkünfte kann man als Verein schon abfangen, aber länger sollte die Zeit dann doch nicht andauern“, sagte Wachter und fügte jedoch dazu, dass seiner Einschätzung nach, frühestens im Sommer 2021 wieder mit Konzerten vor Publikum begonnen werden könne.

 

Bericht und Foto: Christine Hofer-Runst

 

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