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Bad Wurzach - Für den in der Region bekannten und beliebten DJ ist jetzt Schluss: Nach fünf Jahren – eigentlich wegen der langen Umbauphase zu Beginn nur vier Jahre – schließt er die Türen seines Clubs „Shorty´s Lounge“ für immer. Dabei war Corona nur das I-Tüpfelchen für das Aus gewesen.

Nicht betroffen von der Aufgabe ist seine Tätigkeit als DJ ShoR-T, wo er hauptsächlich bei Hochzeiten und Hallenparties auflegt. Unvergessen sind seine aufwendigen Events an den Stadtfesten oder den „Schools-Out-Parties“ auf dem Klosterplatz. Der 36jährige gelernte Einzelhandelskaufmann konnte in dem Gebäude des ehemaligen „Lindenkeller“, das er auf Vermittlung des regionalen Meckatzervertreters anpachten konnte, in seinem Club während der letzten Jahren mit bis zu 200 Gästen so manches tolles Fest feiern. Zum Beispiel eine sehr gut besuchte Halloween Party, für das er und sein Team zwei ganze Tage in die Deko investiert hatten.

Das Ende habe sich aber in den letzten Monaten bereits angekündigt „Oft habe ich bei Events Ideen meiner Gäste umgesetzt,“ sagt er, „und dann war nichts los.“ Auf seinen Versuch, Live-Bands auftreten zu lassen, habe er zwar ein positives Feedback unter seinen 1.700 Followern erhalten, aber „nur 10 Prozent davon hätten gut gereicht.“ Dass es den Bands bei ihm gefallen habe, bestätigten sie immer und seien wegen der Gagenhöhe dann hinterher von sich aus auf ihn zugekommen.

Als DJ wird er weiterhin vor allem bei Hochzeiten und anderen Festivitäten auflegen, auch wenn wegen Corona manche Termine durcheinander geraten sind. Shorty sieht nach Corona keine Zukunft mehr mit dem Club als „zweite Wahl“ für Veranstaltungen. „Denn dann werden Vereinsfeste bei den Leuten absolute Priorität haben.“ Und so war die Geburtstagsfeier seiner Schwester wohl die letzte Feier in seinem Club, in dem zweimal im Monat in familiärer Atmosphäre bisher gefeiert werden konnte. Das dies möglich war, dafür sorgten tatkräftig seine Mutter Ingrid und Vater Georg, seine Geschwister, seine Tante, seine Ehefrau und weitere Freunde und Helfer aus seinem Team.

Angesichts der Werbe-Aufkleber an seinem Wagen, die er in den nächsten Tagen und Wochen entfernen wird, befällt den DJ und (ehemaligen) Clubbetreiber eine gewisse Wehmut: „Wenn es das Shorty´s nicht mehr gibt, werden die Leute merken, dass man geile Partyatmosphäre nicht aus dem Netz herunterladen kann.“

 

Bericht: Ulrich Gresser
Bild und Video: Michael Staudt

 

 

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