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Bad Wurzach (Leserbrief) - Da stellt sich die Frage: ja was sollen sie denn auch sonst tun? Es wird ja immer weiter kumulativ aufaddiert! Mit dieser Zählmethode bleibt die Zahl der "Corona-Fälle" garantiert auf hohem Niveau - selbst für den Fall, dass ab morgen niemals wieder bei irgendjemandem durch einen PCR-Test das SARS-CoV-2 nachgewiesen würde und alle geheilt sind.

 

Und wenn man diese Zählmethode nur lange genug über mehrere Generationen durchhält, wird mit absoluter mathematischer Sicherheit einmal der Tag kommen, an dem die Anzahl der "Neuinfizierten" die Anzahl der Einwohner unseres Landes übersteigt. Möglicherweise wird dann in ca. 200 Jahren ein Leserbriefschreiber bemerken, dass da etwas nicht mehr stimmen kann - der Aufmerksamkeit der zuständigen Stellen wird es ja vielleicht entgehen.

 

Dem Landratsamt RV rechne ich im Unterschied zu anderen Behörden und Medien hoch an, dass in dieser Mitteilung ( Bericht in der Bildschirmzeitung ) zumindest die Zahl der Genesenen noch im gleichen Satz zu finden ist und weiter unten noch die Zahl der aktuell "gemeldeten Fälle". Trotzdem fände ich es seriöser und relevanter, wenn man die Zahl der akut Erkrankten in das Zentrum der Aufmerksamkeit stellen würde. Dadurch könnte man einen viel besseren Überblick über das epidemiologische Geschehen gewinnen.

 

Den Bürgern werden durch die amtlichen Mitteilungen zum Thema "Corona" häufig viele wichtige Informationen vorenthalten.

Um den öfters herbeizitierten sog. "Verschwörungstheoretikern" und "Leugnern" nicht noch mehr und länger Wasser auf die Mühlen zu gießen, wäre es sinnvoll und hilfreich (und nach meiner Auffassung sogar die Pflicht der offiziellen Stellen), wenn die Informationen so vollständig und aussagekräftig wären, dass sich jeder selber ein Bild vom Ernst der Pandemielage machen kann.

Bei der Relevanz des Themas und den erheblichen Konsequenzen für uns alle wäre das ein wichtiger Baustein zur Gewährleistung und Stabilisierung eines demokratischen und solidarischen Gemeinwesens.

Dazu gehören folgende Fragen beantwortet (und am besten auch mit guten Grafiken veranschaulicht):
Wie viele Tests wurden durchgeführt?
Wie hoch war die "Positivenquote" bei diesen Tests?
Wie viele der positiv getesteten Personen / gemeldeten Fälle sind tatsächlich an COVID-19 erkrankt?
Wie viele davon müssen ins Krankenhaus?
Wie viele davon müssen intensivmedizinisch behandelt werden?
Wie viele davon müssen beatmet werden?
Wieviel Prozent der Intensiv- und Beatmungsplätze sind dadurch belegt?
Wie stark ist unser Gesundheitssystem dadurch ausgelastet?

 

Es wäre hilfreich und nett, wenn unsere Behörden Ihren selbst gegebenen Ankündigungen und Versprechen bzgl. Bürgernähe und Transparenz hier auch mal konkrete Taten (bzw. aussagekräftige Zahlen) folgen lassen würden - es ist sehr zeitaufwändig (und für manche evtl. gar nicht möglich), wenn man sich diese Informationen auf den Internetseiten des RKI (samt AGI und DIVI) und des statistischen Bundesamtes mühsam "zusammenstupfen" und die Daten oft auch noch selber mit e. Tabellenkalkulation zu Grafiken verarbeiten muss, um sich ein aussagekräftigeres Bild machen zu können.

 

Peter Allgaier
Bad Wurzach

 

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