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Bad Wurzach - Es stand ein außergewöhnliches Jubiläum im Friedhofweg an: Paula Kreszentia Pflug durfte ihren 95. Geburtstag feiern und bekam Besuch von Sybille Allgaier, die als Stellvertreterin von Bürgermeisterin Scherer die Glückwünsche und Geschenke der Stadt überbringen durfte.

„Lieber Herrgott, jetzd hoschd mir wieder an Dag g´schenkt“ , dieses Zitat beschreibt sehr präzise die positive Lebenseinstellung der nun 95jährigen, die gerne unter Leuten ist und sich im Großen und Ganzen noch bester Gesundheit und geistiger Frische erfreut. Einzig die Augen bereiten der gebürtigen Schussenriederin Sorgen, die seit 27 Jahren in Bad Wurzach lebt.

Seit einem guten Jahr lebt Pflug nun in der gemütlichen Eigentumswohnung im zweiten Stock (ohne ! Aufzug) ihrer Tochter Christa Rumschik, die sie auch nach ihrer Verrentung nach Bad Wurzach geholt hatte. „Damit sie sich wohnungsmäßig keine Sorgen mehr zu machen braucht.“ Selbst Einkaufen gehen, Kochen und Putzen und sich um ihre große Zahl von Pflanzen zu kümmern, sie freut sich an jedem Tag, den ihr der Herrgott schenkt. Es hatte sie schon ein wenig getroffen, dass wegen Corona der Seniorentreff nicht mehr stattfinden konnte. Dass sie dort gern gesehener Gast ist, zeigt auch dass eine Vertreterin des Treffs ihr persönlich mit einem Geschenk zum Wiegenfest gratulierte.

In Schussenried war sie bis zur Rente am Krankenhaus „Mädchen für Alles“. Dort hatte sie auch einen Garten gehabt „Den schönsten von allen“. Zuvor hatte sie schon in Aulendorf für Grünland gearbeitet. Zu Beginn ihres Berufslebens hatte sie in Otterswang-Hopfenbach eine Käserei betrieben. Aus ihrer Ehe mit ihrem Mann Albert gingen drei Kinder hervor. Der 2005 verstorbene älteste Sohn Erich Pflug besaß in Rupprechts ein Autohaus und war einige Jahre Gemeinderat in Bad Wurzach. Tochter Christa holte Paula Kreszentia Pflug, deren Gatte Albert (er war bei der Hochzeit fast doppelt so alt wie sie) 1981 verstorben war, kurz nach ihrem Renteneintritt nach Bad Wurzach, wo sie viele Jahre im Hochhaus am Lerchenweg wohnte.

Mit der lieben Verwandtschaft, aus den Ehen ihrer Kinder gingen neun Ekel und derzeit vier Urenkel hervor, wird sie am Sonntag ihr Wiegenfest noch einmal richtig im Kurhaus feiern. Mit einem Gläschen „Hugo“ stieß sie aber schon mal mit Sybille Allgaier und ihrer Tochter Christa an. Zum 100. Geburtstag werde auf jeden Fall Bürgermeisterin Scherer kommen, das habe diese der ehrenamtlichen Stellvertreterin Allgaier bereits versprochen.....

 

Bericht und Bild: Ulrich Gresser

 

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