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Bad Wurzach - 03.09. – 10.09.22 - 3 Länder – 8 Etappen – 286 km – 17070 Höhenmeter. Läuferin Silvia Gropper und Teampartner Günter Leykum von Biggis Laufoase aus Bad Wurzach finishten erfolgreich im Zweierteam nach 8 Etappen den diesjährigen Trans Alpine Run mit 286 km und 17.070 Höhenmetern.

Gestartet wurde die 1. Etappe in Garmisch Partenkirchen bei strahlendem Sonnenschein am 03.09.22. Auf der ersten Etappe führte die Strecke über die schönsten Trails unterhalb der Zugspitze in stetigem auf- und ab über das Marienbergjöchl nach Nassereith in Österreich. Die ersten 43 km und 2.200 Höhenmeter waren geschafft. Die 2. Etappe hatte es in sich. Über den panoramareichen Weiterweg führte der Anstieg zum höchsten Punkt, dem Ostgipfel des Tschirgant, auf 2270 Metern Höhe.

Über steile technische Downhills ging es flink bergab und führte ins Etappenziel in Imst. Wieder wurden 31 km und 1770 Höhenmeter bewältigt. Tag 3 – die diesjährige Königsetappe! Mit 54 km und knapp 3000 Höhenmetern eine echte Herausforderung für die Läufer. In einem welligen Auf- und Ab mit vielen technischen Auf- und Abstiegen führte die Route über die besten Pitztaler Trails nach St. Leonhard. Von dort verlief ein leicht ansteigender Talweg nochmals mit 12 km bis ins Ziel nach Mandarfen. Tag 4 – der Bergsprint - auch „Ruhetag“ genannt, da dies das kürzeste Rennen der Woche ist und die Läufer an diesem Tag mehr Zeit haben, sich zu erholen. Die kurze und knackige Runde startete im Tal in Mandarfen, kurzes Einlaufen im Ort, dann ging es steil und direkt über einen Wurzelweg mit hohen Stufen bis zur Rifflseehütte und direkt weiter zum Rifflsee. Dessen Umrundung und noch ein kurzer letzter Anstieg und das Ziel war in Sicht.

Die 5. hochalpine Etappe führte von Mandarfen über herrliche Trails hoch zur Braunschweiger Hütte und weiter zum Pitztaler Jöchl. Hier eröffneten sich atemberaubende Panoramen auf Gletscher und eisbedeckte Gipfel. Die ursprünglich geplante Route über den Rettenbachferner Gletscher konnte wegen zu eisigem und gefährlichen Gelände nicht begangen werden. Von der Verpflegungsstation an der Talstation des Gletschers ging es flott über die Skipiste bis ins Tal, um noch einmal erneut aufzusteigen bis zum Niedersee. Von dort folgten flowige Downhills ins Tal und dem Etappenziel Obergurgl im Ötztal. Nach einem Wetterumschwung und einer sehr schlechten Wettervorhersage musste die 6. hochalpine Etappe abgesagt werden. Dank der hervorragenden Organisation des Veranstalters des TARs wurden die Läufer mit Bussen ins Stubaital nach Neustift geshuttelt.

Spontan wurde dort eine neue 6. Etappe organisiert : auf der Weltmeisterschaftsstrecke der Berglaufweltmeisterschaft 2023 durften sich die TAR Läufer austoben. Die Route führte über einen steilen Wurzelpfad und dann eine immer steiler werdende Skipiste uphill und wieder in schnellem Tempo downhill über technische Trails ins Tal. 13 km und 1020 Höhenmeter wurden wieder absolviert. Tag 7 startete dann bei vorgezogenem Start um 06:30 Uhr bei Dauerregen und Nebel im Stubaital. Beim Start war es noch halb dunkel und so liefen die Läufer hinauf in hochalpines schwieriges Gelände. Auf dem Stubaier Höhenweg ging es stetig auf und ab, teilweise mit Kletterpassagen und Verseilungen, bei diesem Wetter eine echte Herausforderung. Höchster Punkt der Etappe war das Simmingjöchl auf 2760 Meter. An diesem höchsten Punkt entschied der Rennleiter, dieses Rennen an der Verpflegungsstation 2 Bremer Hütte abzubrechen.

Das Wetter hatte sich nochmal verschlechtert, es waren Gewitter und Graupelschauer angesagt. Die richtige Entscheidung, da die Kälte und die Gefahren zu groß für ein Fortführen des Rennens gewesen wären. Die 8. und letzte Etappe zeigte sich dann noch einmal von der Sonnenseite. Mit 34 km und nochmal 2700 Höhenmetern eine harte Schlußetappe – wahrlich kein Zuckerschlecken. Aufstieg zum Schlüsseljoch und über schöne Pfade abwärts. Dann der letzte sehr steile Anstieg ins hochalpine Gelände auf das Sandjoch auf 2642 Metern Höhe. Die letzten Kilometer bergab führten über Trails und die Ochsensprung–Schlucht ins ersehnte Ziel in Vals.

Nach 8 erlebnisreichen Tagen, durch 3 Länder, 286 km und 17.070 Höhenmetern haben die Läufer das Ziel gesund und überglücklich erreicht. Ein wunderbares hartes und traumhaftes Erlebnis. Silvia Gropper und Günter Leykum liefen in ihrer Klasse in einer Zeit von 42 h 10 min auf den 9. Rang von 26 gestarteten Teams.

 

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Text Gerhard Reischmann

 

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