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Bad Wurzach - Nach zweijähriger coronabedingter Pause wurde in diesem Jahr wieder das traditionelle Erntedankfest in der polnischen Partnergemeinde Popielów gefeiert. Eine kleine Delegation aus Bad Wurzach mit Bürgermeisterin Alexandra Scherer folgte zuletzt vom 2. – 5. September der Einladung von Sybilla Stelmach, der Bürgermeisterin aus der Partnerstadt.

Nach der Ankunft am Freitagabend fand im Kulturzentrum von Popielów zunächst ein erstes Treffen mit Vertretern des Gemeinderats und der Stadtverwaltung sowie der slowakischen und der tschechischen Partnerstädte Popielóws und der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin statt, deren Feuerwehr enge Beziehungen zum Ortsteil Karłowice hält.

Bei bestem Wetter führte das Programm am Samstag die Besuchergruppe zum Schloss Moszna. Eine Besichtigung des im Barock-, Neogotik- und Neorenaissance-Stil erbauten Schlosses mit seinen 99 Türmen sowie ein Spaziergang in den weitläufigen Parkanlagen hinterließ bei allen Beteiligten bleibenden Eindruck. Nicht weniger interessant war der nachmittägliche Stadtrundgang in Opole (Oppeln), der Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft und römisch-katholischer Bischofssitz. Zentraler Platz der rund 130.000 Einwohner zählenden historischen Hauptstadt Oberschlesiens ist der „Ring“ mit seinen barocken Bürgerhäusern und dem Rathaus im Stil des florentinischen Palazzo Vecchio.

Zurück in Popielów zeigte Bürgermeisterin Stelmach den Besuchern das neu gestaltete Freibad der Gemeinde. Ein großer Schwimmbereich in einem See, der über einen breiten Sandstrand erreichbar ist, sowie Spiel- und Sportmöglichkeiten auf dem Gelände machen das Bad in den Sommermonaten zu einem Treffpunkt für Jung und Alt.

Ebenfalls ein besonderes Erlebnis waren die Feierlichkeiten des Erntedankfestes am Sonntag, das in diesem Jahr in der Teilgemeinde Kaniów stattfand. Den Auftakt bildete eine festliche Heilige Messe unter freiem Himmel, in deren Mittelpunkt die Segnung des Erntedankbrotes, und die kunstvollen Erntekronen standen, die der Tradition folgend von den einzelnen Teilgemeinden zum Fest angefertigt werden. Danach folgte ein Umzug durch die Gemeinde Kaniów, an dem sich auch die Bad Wurzacher Delegation beteiligte und zu dem viele örtliche Vereine eigene Festwagen geschmückt hatten.

Bei einem kurzen offiziellen Festakt im Festzelt überbrachte Bürgermeisterin Alexandra Scherer herzliche Grüße aus Bad Wurzach und überreichte der polnischen Kollegin ein eigens zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft gefertigtes Bild mit dem Umriss der Großgemeinde Bad Wurzach für das Rathaus in Popielów. Mit sehr persönlichen Worten bedankte sich Sybilla Stelmach für die große Unterstützung durch die Spendenaktion des Partnerschaftsvereins „Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge in Popielów“ und bat darum, diesen „tiefempfundenen Dank“ an alle Bürgerinnen und Bürger in Bad Wurzach zu übermitteln. Mit den Spenden, so Sybilla Stelmach, konnten unter anderem Projekte vor allem für geflüchtete Kinder und Jugendliche finanziert und verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten für geflüchtete Familien geschaffen werden.

Während des Festnachmittags präsentierten sich zahlreiche Gesangs-, Tanz- und Sportgruppen mit ihren abwechslungsreichen Darbietungen den Festbesuchern, bevor ein geselliger Tanz- und Unterhaltungsabend am Sonntagabend eine von allen Teilnehmern als sehr gelungen empfundene partnerschaftliche Begegnung abrundete.

 

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Bericht: Martin Tapper

Fotos: Stadt Bad Wurzach

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