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Bad Wurzach - Erstmals seit 2019 konnte die Torfbähnlesfahrer wieder ihre traditionelle Torfwerkshockete veranstalten, mit großem Erfolg wie die große Zahl an Besuchern zeigte.

Nach dem Aufruf im Frühjahr hatten sich viele und vor allem jüngere Freunde der Torfbahn gemeldet. So kommen viele Helfer der Torfbahnbauer, die sich aktiv in den Verein einbringen, inzwischen aus ganz Oberschwaben etwa aus Aulendorf, Baindt, Aichstetten, ja sogar bis aus Maselheim,. Und auch in Bad Wurzach kommen viele Mitglieder nicht mehr nur aus der Kernstadt, sondern es haben sich auch viele aus den Ortschaften dem Verein angeschlossen, worüber sich Markus „Finne“ Vincon, Vorstand und Motor des Vereines, ganz besonders freut.

Als Zeichen der Verbundenheit zu Bad Wurzach hat Vincon zum großen Fest der Torfwerker in diesem Jahr erstmals die Stadtfahne in den Stadtfarben Rot-gelb-blau aufgezogen und musste sich dafür mächtig strecken, nicht dass sie sonst auf halbmast gehangen wäre.

Über die Stadtfahne freute sich auch ganz besonders Bürgermeisterin Alexandra Scherer, die sich gemeinsam mit ihrem Gatten zum Mittagessen einfand.

Was Markus Vincon persönlich besonders freut, ist die Tatsache, dass auch die Älteren, die eigentlich nach Corona gesagt hatten, „wir sind inzwischen zu alt“, dass diese sich alle freiwillig gemeldet hatten, bei der Hockete wieder mit zu arbeiten. Und so waren an diesem Sonntag wieder ca. 30 Personen im Einsatz.
„Nachdem ja zwei Jahre nichts möglich war, haben wir am Freitag begonnen das Inventar wie Geschirr etc. abzustauben und zu reinigen. Am Samstag haben wir dann die Biertischgarnituren geholt und heute morgen dann die Loks und den Zug vorbereitet.“

In diesem Jahr gab es mit dem Jagdhorn-Ensemble Bad Wurzach sowie mit Peter Schad als Sprecher eine ganz besondere Fahrt. Schad´s Frau Maria betätigt sich normalerweise als Fahrerin, bei der Torfhockete war sie unter anderem bei der Zubereitung des Torfarbeiter Vespers – Kartoffeln mit Backstein-Käse, Quark, Zwiebeln und Schittlauch – tätig. Das etwas ganz besonderes ist und im übrigen hervorragend mundet, wie der Chronist bestätigen kann.

Alte Bekannte – nämlich das Maischberger-Duo aus Leutkirch – sorgten auch in diesem Jahr wieder für die musikalische Begleitung der Veranstaltung. „Nachdem sie nichts von uns gehört hatten, haben sie sich von sich aus bei uns gemeldet, weil dieser Termin von ihnen immer fest reserviert war,“ freut sich Capo Finne über so viel Eigeninitiative. Und einen besonderen Dank sprach er auch an diejenigen aus, die dem Verein mit ihren vielen Kuchenspenden das Fest wieder im wahrsten Sinne des Wortes „versüßten“.

 

 

Bericht und Bilder: Uli Gresser

 

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