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Bad Wurzach - Ermöglicht wurde dieses Juka-Festival, das unter dem Motto „feelMoor-young music“ stand, durch das Impulsprogramm „Kultur trotz Corona“ des Landes Baden-Württemberg, mit dem das Kultusministerium einen Beitrag zur Stärkung der Kultur- und Kreativszene, die in besonderem Maße von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen ist, leistet. Einer von sechs Bausteinen ist das Programm „Junge Perspektiven“, aus dessen Topf das Festival gefördert wurde.

Trotz Party mit DJ´s und langen „Nightsessions“ bis in die Puppen, welche den einen oder anderen Betreuer, um den verdienten Schlaf brachten, waren die Dozenten positiv überrascht. Sie trafen auf aufmerksame und wissbegierige Schüler in den Räumen der Jugendmusikschule im Schloss bzw. im Probenraum der Stadtkapelle, wo die Schlagzeugklasse nach wie vor ihren Unterrichtssitz hat.
Erste Anwendung der neuen Erkenntnisse konnte ein Teil der jungen Musiker dann bei den Auftritten auf der Stadtfestbühne sammeln, die im östlichen Pausenhof der Grundschule aufgebaut worden war.

Den Reigen der Samstagsauftritte eröffnete dort die Juka Isny, der dann die Juka Dettingen Erolzheim Kirchberg folgte.Die nächste Jumuka war dann diejenige aus Renhardsweiler-Otterswang-Reichenbach. Die letzte Jugendkapelle, die am Samstag aufspielte, war die Juka Eberhardzell-Füramoos-Ellwangen-Mühlhausen.

 

Weil sie eh schon zur Gottesdienstbegleitung auf der Bühne war, übernahm die Juka Bad Wurzach den Auftakt der sonntäglichen Frühschoppenkonzerte. Sie bot ein beeindruckendes Bild, reichte zahlenmäßig schon fast an die großen Kapellen in Bad Wurzach heran.
Ihr folgte die Juka Bad Schussenried, die wiederum der JuK Young blood mit Musikern aus RV Ebenweiler-Fleischwangen-Fronhofen- Unterwaldhausen die Bühne freimachte. Den Abschluss der Frühschoppen-Konzerte spielte dann die Juka-Kapelle aus Rottal-Illertal, die bis vor drei Jahren noch unter dem Dirigat von Petra Springer stand.

 

Der Höhepunkt des Festivals folgte nach dem sonntäglichen Mittagessen: Der beeindruckende „Come-Together“ Gesamtchor aller 250 Musikerinnen und Musiker zeigte nach der Ansprache von Schirmherrin Alexandra Scherer und den Grußworten von MdB Benjamin Strasser, ehrenamtlicher Präsident des Bundesmusikverbandes Chor & Orchester sowie des Kreisverbandsvorsitzenden Rudi Hämmerle, nocheinmal das hohe Niveau, das die Ju-Kas hierzulande inzwischen erreicht haben.

Die Bad Wurzacher Bürgermeisterin und Schirmherrin Alexandra Scherer lobte in ihrer kurzen Ansprache: „Bad Wurzach ist stolz auf die blühende Musiklandschaft, in der die Stadtkapelle natürlich eine wesentliche Rolle spielt.“ Diese sei eine feste Größe des kulturellen Lebens und bringe immer wieder vielseitige und neue Projekte wie das Juka-Festival in das städtische Leben ein. Dank des großzügigen Zuschusses aus dem Landesprogramm „Junge Perspektiven“ sei dieses Event, dessen Idee die Stadtkapelle beherzt und konkret angegangen sei, erst ermöglicht worden.

Sie dankte dem gesamten Vorstand der Stadtkapelle um Günther Herdrich, den Jugendleiterinnen Felicitas Vincon und Sarah Grösser und natürlich Petra Springer, Dirigentin und Spiritus Rector der gesamten Veranstaltung. Und darüberhinaus noch allen Helfern, die in irgendeiner Form an der Organisation des Events beteiligt waren.

MdB Benjamin Strasser zeigte sich begeistert von dem bunten Bild, das sich ihm vor der Bühne bot: fast jede Juka hatte ihr eigenes „Trikot“ und durch die Aufteilung in Register saßen sie in bunter Mischung vor der Bühne. Strasser sagte: „Musik lebt von Gemeinschaft, ein Dorffest ist nicht mehr ohne Musikverein denkbar.“ Das Geld des Förderprogrammes Junge Perspektiven sei hier sehr gut angelegt worden.

Auch der Kreisverbandsvorsitzende Rudi Hämmerle zeigte sich begeistert von dem Projekt. „Wenn ihr einmal musikalisch einen Durchhänger habt, denkt an dieses Wochenende“ gab er den jungen Leuten mit auf den Heimweg. Er hob besonders die Leistung von Petra Springer hervor, ohne die das Event wahrscheinlich nicht stattgefunden hätte. Mit Begeisterung beteiligten sich die Betreuer auf der Bühne, aber auch die MusikerInnen davor an den La Ola Wellen für Petra Springer. Und selbst die Bürgermeisterin, Strasser und Hämmerle waren mit Begeisterung dabei.

Das abschließende „Humpa, Humpa“ der Fäaschtbänkler, dirigiert von Petra Springer, ließ die Bühne vom Tanz der Betreuer und Prominenten erzittern und durfte dann als Zugabe von den jungen Musikerinnen und Musikern noch ein zweites Mal gespielt werden. Wobei das Lied – autorisiert von eben jenen Fäaschtbänklern – während des Festivals ganz offiziell als „Juka-Juka“ firmierte.

 

Bericht und Bilder Uli Gresser

 

 

 

 

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