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Bad Wurzach - Bürgermeisterin Alexandra Scherer erläuterte die Notwendigkeit von Energieeinsparungen angesichts der von Russland heraufbeschworenen Gasknappheit. Sie stellte sich die Frage: „Was können wir den Bürgern zumuten?“ Dass ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden müsse sei natürlich nicht populär.

„Die Verwaltung schlägt daher vor, das Hallenbad und die Hallen für die gesamten Sommerferienzeit zu schliessen.“ Mit den Ortsvorstehern sei man sich darüber bereits einig geworden. Die Hallen sind ja normal eh drei Wochen in der Ferienzeit zu, jetzt sind sie dann halt die ganzen Ferien geschlossen.“

 

Bernhard Schad wollte wissen, wieviel Gas tatsächlich dadurch eingespart wird und wieviele Schwimmkurse von der Hallenbad Schließung betroffen wären.

Auch Michael Rauneker fragte nach der Effizienz dieser Maßnahmen, zeigte sich aber kompromissbereit: „Wir stehen am Anfang eines Prozesses und müssen Erfahrungen sammeln.“

Karl-Heinz Buschle schlug vor, die Hallen offen zu lassen, aber mit dem Hinweis, dass nicht geduscht werden kann.

Klaus Schütt sagte zur geplanten Schließung des Hallenbades: „Wir haben ja durch die Absenkung der Temperatur in Hallenbad und Vitalium bereits einen Beitrag geleistet.“ Nach zwei Corona-Jahren bestehe bei den Schwimmkursen nach wie vor ein Stau. Das Bad könne außerdem sowieso nicht komplett heruntergefahren werden, weil die Pumpen ja weiter laufen müssten. Er stellte den Antrag über das Hallenbad getrennt von den Sporthallen abzustimmen.

 

Die Bürgermeisterin untermauerte die Notwendigkeit der Maßnahmen: „Wir müssen Energie einsparen, egal wie. Es gilt jetzt das Gas einzusparen, damit im Winter die Speicher ausreichend gefüllt sind. Und das geht nicht ohne Steuerung.“

Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass so die gesellschftliche Situation sei.

Bernhard Schad machte den Kompromissvorschlag zum Thema Schwimmkurse: Sie könnten teilweise ebenso wie die DLRG Ausbildungs Stunden im Vitalium durchgeführt werden. Scherer versprach, darüber mit dem Kurbetrieb zu reden, da in dieser Zeit auch weniger Hausgäste da seien.

„Alle Hallenbäder im Umkreis sind bereits geschlossen, warum sollte Bad Wurzach da eine Ausnahme machen?“ fragte Armin Willburger.

Michael Thum relativierte Die Schließzeit: „Zwei Wochen wäre es eh wegen Revisionsarbeiten zu, d.h. es ginge hier um vier oder fünf Wochen.“

Der Beschlussvorschlag lautete schlussendlich:

„Der Gemeinderat beschließt aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Energiemarkt mit Verknappung von Gas sowie der gesamtgesellschaftlichen Notwendigkeit zum Strom- und Energiesparen, für die Zeit der Sommerferien 2022

  1. das Hallenbad Bad Wurzach (mit der Einschränkung/Bedingung, dass mit dem Kurbetrieb genaue Ausweichtermine im Vitalium für Schwimmkurse noch abgesprochen werden)
  2. wie auch alle Sporthallen

komplett zu schließen."

Die Abstimmung zu 1 ergab eine Gegenstimme und eine Enthaltung.
bei 2 herrschte Einstimmigkeit.

 

Bericht und Bild Uli Gresser

 

 

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