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Bad Wurzach - Ein lachendes und ein weinendes Auge für die Veranstalter der diesjährigen Open-Air Kinotage: Am Freitag kam das Gewitter lange nachdem die Veranstaltung vorbei war, am Samstag kam der Regen schon während des Vorprogrammes, so dass die Leinwand gleich abgebaut werden musste.

 

Die Band „Halb so schlimm“ von Schulsozialarbeiter Edmund Butscher konnte den ersten Teil des Konzerts noch gemeinsam mit Sängerin Caro Staiger bis kurz nach 20 Uhr spielen. Dann ging es schlagartig los und fast das ganze Publikum hat tatkräftig mit angepackt, um das Equipment von Band und Kinobetreiber zu retten. „Die Wurzacher waren spitze.

Mit den ersten dicken Regentropfen war alles unterm Dach der BWI,“ berichtete Christine Häge, Organisationsverantwortliche seitens der Bad Wurzach Info über die gelungene Rettungsaktion. Was auch deswegen gelang, weil schon viele Besucher weit vor dem Kinostart von „Eine ganz ruhige Kugel“, dessen Handlung sich rund um das in Frankreich sehr beliebte Spiel Petanque drehte, gekommen waren.

Fast im Verborgenen, weil nicht in der Nähe des Klosterplatzes konnten beim Boule- und Petanque Platz bei der Minigolfanlage die Spieler ihrer Passion nachgehen. Auch beim Torfmuseum konnte, wer Lust hatte, am Nachmittag ein wenig südländische Atmosphäre einatmen.

Tags zuvor waren es ca. 230-250 Besucher, darunter viele Erwachsene, die den Animations- und Musicalfilm „Encanto (Zauber oder Verzauberung)“, aus dem Jahr 2021 der „Walt Disney Animation Studios“ sehen wollten. Das Vorprogramm gestalteten Magier und Zauberer, die auch die Kinder zum Mitmachen animierten.

Die Handlung des Filmes spielt in den Bergen Kolumbiens. Die Mitglieder der von der Großmutter Alma angeführten Familie Madrigal, haben durch eine magische Kerze als Encanto („Zauber“) übernatürliche Gaben erhalten, die sie zum Wohle der Gemeinschaft einsetzen. Nur Mirabel als einziges Familienmitglied hat keine solche Gabe erhalten, wird bei der Zeremonie bei der ein Cousin Mirabels die Fähigkeit erhält mit den Tieren zu sprechen, zur Seite gedrängt und auch beim Familienfoto ignoriert.

Doch alleine im Haus entdeckt sie plötzlich Risse im Boden und den Wänden, die die Kerze, das Wunder, gefährden. Allerdings sind sie verschwunden, als sie ihre auf Perfektion erpichte Großmutter Alma darauf aufmerksam machen will, sodass Mirabel beschließt, alleine das Wunder zu retten.

Bruno, ein Onkel Mirabels, hat die Fähigkeit Prophezeihungen zu treffen. Mirabel sucht dessen Turm auf, wo sie Scherben findet, die zusammengesetzt seine letzte Prophezeiung zeigen: Sie selbst vor dem zerbrechenden Haus.

Als ihre Großmutter Alma das Bild der Prophezeiung zu sehen bekommt, beschuldigt sie Mirabel, für all das Chaos, das plötzlich in der Familie herrscht verantwortlich zu sein. Diese wiederum wirft Alma vor, wegen ihres Hangs zur PerfeKtion selbst die Schuld daran zu tragen. Durch diesen Ausbruch Mirabels entsteht ein riesiger Riss im Boden zwischen ihnen, das Haus fällt schließlich zusammen und die Kerze des Zaubers erlischt, worauf Mirabel wegläuft.

Alma sucht und findet Mirabel und sagt, dass diese recht habe und es ihr leid tut, erklklärt ihr aber auch den Grund ihres Verhaltens: Die Kerze hatte sie gerettet, aber sie hatte Angst, das Wunder wieder zu verlieren. Mirabel versteht Alma nun besser und umarmt ihre Großmutter. Ohne ihre Kräfte, aber gemeinsam beginnt die Familie, das Haus wieder aufzubauen. Als es fertiggestellt ist, setzt Mirabel den Türknauf in der Haustür ein, wodurch die Magie wieder zurückkehrt.

Der Film animierte viele Kinder durch die mitreißende Musik vor allem gegen Ende des Filmes sogar vor der Leinwand mitzutanzen.

Ein voller Erfolg also für die Organisatoren des Open-Air-Kinos. Leider brachte der heftig einsetzende Regen die Erwachsenen dann am Samstag um ihren Kinospaß. Er hatte aber für die Natur und den Schlaf der Menschen auch seine guten Seiten...

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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